Die heutigen, ständig aktivierten Kabelmodem- und DSL-Internetverbindungen stellen
zwar eine bisher nicht dagewesene Bandbreite für den privaten Bereich zur Verfügung,
bieten jedoch auch eine Angriffsfläche durch Zugriffe von Hackern auf verbundene Computer
oder auf das Heimnetzwerk. Solche Zugriffe finden aus verschiedenen Gründen statt, deren
Ziel ist jedoch der Zugriff auf einzelne Computer, die mit dem Internet verbunden sind.
Über solche Zugriffe kann ein Hacker das Festplattenlaufwerk durchsuchen und Dateien
hinzufügen oder löschen, Kennwörter und Kreditkartennummern ermitteln und das System so
einstellen, dass es auf andere Systeme oder Websites zugreift. Daher ist der Schutz vor
Zugriffen auf Computer durch Firewalls in zunehmendem Maße erforderlich. Microsoft hat
diese Anforderung erkannt und stellt mit Windows XP eine integrierte Firewall zur
Verfügung, um einen sofortigen Schutz vor unerwünschten Zugriffen zu ermöglichen. Bei
Aktivierung bietet die Internetverbindungs-Firewall einen grundlegenden Schutz, der für
die meisten Privatbenutzer und für Kleinbetriebe geeignet ist.
ANMERKUNG: Auch bei Aktivierung
der Internetverbindungs-Firewall ist es weiterhin erforderlich, Software regelmäßig auf
Viren zu überprüfen.
Die Firewall wird automatisch aktiviert, wenn der Netzwerk-Setup-Assistent ausgeführt
wird. Wenn die Firewall für eine Netzwerkverbindung aktiviert wurde, wird das Symbol der
Firewall im Teil Network Connections (Netzwerkverbindungen) der Systemsteuerung mit
einem roten Hintergrund eingeblendet. Die Internetverbindungs-Firewall kann für jede
Internetverbindung des Computers aktiviert werden. Die Firewall bietet außerdem
grundlegende Protokollierungsfähigeiten. Bei den im Protokoll aufgeführten Ereignissen
handelt es sich nicht immer um Zugriffe durch Hacker. Im Protokoll werden viele harmlose
Ereignisse aufgeführt, wie zum Beispiel Routineüberprüfungen durch einen Internet
Serviceanbieter, um die Präsenz Ihres Computers (Pings) zu überprüfen.
Die Firewall wird im Dialogfeld Properties (Eigenschaften) konfiguriert, das
jeder Internetverbindung in der Systemsteuerung zugewiesen ist. Die Firewall kann
aktiviert oder deaktiviert werden. Für erfahrene Benutzer stehen zusätzliche
Konfigurationsoptionen zur Verfügung. Mit den erweiterten Optionen können bestimmte TCP-
(Transmission Control Protocol [Übertragungssteuerungsprotokoll]) oder UDP-Schnittstellen
(User Datagramm Protocol [Benutzer-Datagramm-Protokoll]) geöffnet bzw. geschlossen oder
die Schnittstellenumleitung aktiviert werden. Mit der Schnittstellenumleitung können
Verbindungsanfragen an eine bestimmte Schnittstelle in der Firewall (wie zum Beispiel Port
80, die Webserver-Schnittstelle) automatisch an andere Computer im lokalen Netzwerk
umgeleitet werden. Durch diese Fähigkeit kann ein Webserver im privaten Netzwerk durch
eine Kanten-Firewall geschützt werden.