Hardware-Konfigurations-optionen: Dell Precision-410 Desktopsysteme
Dieser Anhang enthält spezielle Informationen über die Steckbrücken auf der Systemplatine
und die E/A-Schnittstellen und Anschlüsse auf der Rückseite des Systems. Er enthält
außerdem allgemeine Erklärungen zu Steckbrücken und Schaltern, eine Liste der IRQ-Zuweisungen
(Interrupt Request) und Speicherbereiche.
Über Steckbrücken und Schalter können die Schaltkreise auf einer Platine pr oblemlos und
umkehrbar konfiguriert werden. Beim Neukonfigurieren des Systems müssen u.U.
Steckbrückeneinstellungen auf der Systemplatine geändert werden; oder es müssen
Steckbrücken-und/oder Schaltereinstellungen auf Erweiterungskarten oder Laufwerken geändert werden.
Steckbrücken sind kleine Blöcke eines Schaltkreises, aus denen zwei oder mehr Stifte
herausragen. Auf den Stiften sitzen kleine Stege, die über einen Dr aht im Innern einen elektrischen
Kontakt herstellen und so einen Schaltkreis schließen.
Zum Ändern einer Einstellung wird der Steg abgezogen und
vorsichtig auf die angezeigten Stifte aufgesetzt.
 |
VORSICHT:
Brückenstellungen nur bei
ausgeschaltetem System verändern. Andernfalls
könnte das System beschädigt werden, oder es
könnten unvorhergesehene Auswirkungen eintreten.
|
Die Brücke wird offen oder nicht gesetzt genannt, wenn der Steg nur
auf einem oder keinem der Stifte sitzt. Wenn der Steg auf den Stiften sitzt, wird
die Brücke als gesetzt bezeichnet. Brückenstellungen werden oft
als Zahlenkombinationen angezeigt, z.B. 1-2. Die Nummer
1 ist auf der Platine aufgedruckt, so daß jede Stiftnummer
anhand dieses Stiftes identifiziert werden kann.
Abb. B-1 zeigt die Positionen und Voreinstellungen der Brücken auf der Systemplatine.
Tab. B-1 nennt Brückenbezeichnungen, Standardeinstellungen und
Funktionen der Systembrücken.
Schalter steuern verschiedene Schaltkreise oder Funktionen im Computersystem. In der Regel
handelt es sich um DIP- (Dual In-line Packages) Schalter, die in einer Reihe in einem
Gehäuse angeordnet sind. Die beiden gebräuchlichsten Schaltertypen
sind Schiebeschalter und Kippschalter (siehe nachstehende Abbildung).
Jeder Schaltertyp besitzt zwei Einstellungspositionen (üblicherweise ein und
aus). Zum Ändern der Schalterstellung (durch Verschieben oder Umkippen)
einen spitzen Gegenstand verwenden (z.B. eine geradegebogene Büroklammer
oder einen kleinen Schraubenzieher); auf keinen Fall einen Stift, Bleistift
oder anderen Gegenstand benutzen, der Ablagerungen zurückläßt.
Abbildung B-1. Steckbrücken auf der Systemplatine
Tabelle B-1. Einstellungen der Steckbrücken auf der Systemplatine
Steck-
brücke |
Einstellung |
Beschreibung |
|
RSVD2 |
 |
Reserviert (keine Steckbrücke installieren). |
|
RSVD1 |
 |
Reserviert (keine Steckbrücke installieren). |
|
450MHZ* |
 |
Gesetzt, wenn die interne Taktrate des
Mikroprozessors 450 MHz ist. |
|
400MHZ* |
 |
Gesetzt, wenn die interne Taktrate des
Mikroprozessors 400 MHz ist. |
|
350MHZ* |
 |
Gesetzt, wenn die interne Taktrate des
Mikroprozessors 350 MHz ist. |
|
300MHZ |
 |
Reserviert (keine Steckbrücke installieren). |
|
TOWER |
 |
Reserviert (keine Steckbrücke installieren).
|
|
BIOS |
 |
Reserviert (keine Steckbrücke installieren). |
|
PSWD |
(Voreinstellung) |
Paßwortfunktionen aktiviert.
Paßwortfunktionen deaktiviert. |
|
NICCFG |
 |
Reserviert (keine Steckbrücke installieren). |
|
* Ein Satz Taktratenbrückenstifte (in der obigen Tabelle mit einem Stern markiert) muß mit einer
Steckbrückenverbindung ausgerüstet sein; sonst arbeitet das System mit unbestimmter Taktrate. |
|
HINWEIS:
Die vollständigen Namen
der in dieser Tabelle benutzten Abkürzungen bzw. Akronyme finden Sie im Glossar. |
 |
Tab. B-2 nennt die Beschriftungen für Anschlüsse und Sockel auf der Systemplatine und bietet
eine Kurzbeschreibung der Funktionen.
Tabelle B-2. Anschlüsse und Sockel auf der Systemplatine
|
Anschluß oder Sockel |
Beschreibung |
|
AGP |
AGP-Videokartenanschluß |
|
AUX LED |
Festplattenlaufwerks-Zugriffsanzeige |
|
BATTERY |
Batteriesockel |
|
CD-IN |
CD-ROM-Laufwerk-Audioschnittstellenanschluß |
|
DIMM_x |
DIMM-Sockel |
|
DISKETTE, DISK2 |
Diskettenlaufwerk-Schnittstellenanschluß |
|
ENET |
NSK-Anschluß |
|
FAN |
Anschluß des Mikroprozessorlüfters |
|
IDEn |
EIDE-Schnittstellenanschluß |
|
ISA1* |
ISA-Erweiterungskartenanschluß |
|
KYBD/MOUSE |
Tastatur- und Mausanschluß (übereinander) |
|
LAN |
Wakeup On LAN-Kartenanschluß |
|
LINE-IN |
Leitungseingangsbuchse |
|
LINE-OUT |
Leitungsausgangsbuchse |
|
MIC-IN |
Mikrofonanschluß |
|
PANEL |
Anschluß des Bedienungsfelds |
|
PARALLEL/SCSI
|
Paralleler Schnittstellenanschluß (anderer Name: LPT1)
und SCSI-Anschluß (übereinander) |
|
PCIn* |
PCI-Erweiterungskartenanschlüsse |
|
POWER1 |
Anschluß des Hauptstromeingangs |
|
RAID |
Erweiterungsanschluß für optionalen RAID-PCI-
Erweiterungskartenanschluß |
|
SCSI_NARROW |
Sekundärer SCSI-Anschluß |
|
SCSI_ULTRA2 |
Primärer SCSI-Anschluß |
|
SERIAL1/2 |
Serieller Schnittstellenanschluß (andere Bezeichnungen
lauten: COM1 und COM2; übereinander) |
|
SLOT1_PRI |
Primärer Pentium II-Prozessor-SEC-
Chipkartenanschluß |
|
SLOT1_SEC |
Sekundärer Pentium II-Prozessor-SEC-
Chipkartenanschluß |
|
USB |
USB-Anschlüsse |
|
* Die Kontaktleisten ISA1/PCI5 teilen einen gemeinsamen Steckplatz, so da
ß jeweils nur eine der Kontaktleisten verwendet werden kann. |
|
HINWEIS:
Die vollständigen Namen
der in dieser Tabelle benutzten Abk
ürzungen bzw. Akronyme finden Sie im Glossar. |
Die E/A-Schnittstellen und Anschlüsse auf der Rückseite des Computers (siehe Abb. B-2) sind
Brücken, über die das System mit externen Geräten wie Tastatur, Maus, Drucker und
Bildschirm Daten austauscht.
Abbildung B-2. E/A-Schnittstellen und Anschlüsse
Die beiden internen seriellen Schnittstellen benutzen 9-Stift-D-Subminiaturanschlüsse auf dem
E/A-Feld. Diese Anschlüsse unterstützen Geräte, wie z.B. externe Modems, Drucker, Plotter
und Mauszeigegräte, welche eine serielle Datenübertragung erfordern (die Übertragung von
Daten Bit für Bit auf einer Leitung).
Die meisten Programme verwenden die Buchstaben COM (für COMmunications) und
eine Nummer zur Kennzeichnung einer seriellen Schnittstelle (z.B.COM1 und COM2). Die
Vorgabezuweisungen der internen seriellen Schnittstellen des Computers lauten COM1 und COM2.
Die interne parallele Schnittstelle benutzt einen 25-Stift-D-Subminiaturanschluß auf dem
E/A-Feld des Systems. Sie sendet Daten im parallelen Format
(acht Bits = ein Byte gleichzeitig über acht separate Leitungen eines Kabels) und
wird primär für Drukker benutzt.
Die meisten Programme verwenden das Akronym LPT (für Line PrinTer) und eine Nummer
zur Kennzeichnung einer parallelen Schnittstelle (z.B. LPT1). Die Standardkennung der
internen parallelen Schnittstelle des Systems lautet LPT1.
Anschlußzuweisungen werden während einer Softwareinstallation vorgenommen, die einen
entsprechenden Schritt umfaßt. Hier wird der vom Drucker benutzte Anschluß identifiziert, so
daß die Software die Daten zur richtigen Schnittstelle sendet. (Eine falsche Zuweisung
verhindert, daß der Drucker drucken kann, oder verursacht ein falsches Ausdrucken.)
Das System ist mit einer automatischen Konfigurierungsfunktion für serielle Schnittstellen
ausgestattet. Über diese Funktion kann eine Erweiterungskarte mit einem seriellem Anschluß
hinzugefügt werden, welcher dieselbe Zuweisung wie eine der internen Anschlüsse besitzt,
ohne daß die Karte neu konfiguriert werden muß. Wenn das System eine zweite serielle
Schnittstelle auf der Erweiterungskarte feststellt, erfolgt eine Umadressierung
(Neuzuweisung) der internen Schnittstelle auf die nächste verfügbare Adresse.
Sowohl neue als auch umadressierte COM-Anschlüsse teilen sich dieselben
IRQ-Einstellung wie folgt:
COM1, COM3: IRQ4 (gemeinsame Einstellung)
COM2, COM4: IRQ3 (gemeinsame Einstellung)
Diese COM-Anschlüsse haben die folgenden E/A-Adreßeinstellungen:
COM1: 3F8h
COM2: 2F8h
COM3: 3E8h
COM4: 2E8h
Beispiel: Beim Einbau einer internen Modemkarte mit einer als COM1 konfigurierten
Schnittstelle erkennt das System COM1 als Adresse auf der Modemkarte und stellt die interne
serielle Schnittstelle, die bisher COM1 war, auf COM3 um, die den gleichen IRQ teilt. (Zu
beachten ist, daß die COM-Schnittstellen mit dem gleichen IRQ nur wechselweise, nicht
jedoch gleichzeitig angesprochen werden können.) Wenn eine oder mehrere
Erweiterungskarten mit seriellen Schnittstellen COM1 und COM3 installiert werden, wird die
entsprechende interne serielle Schnittstelle deaktiviert.
Ehe eine Karte eingebaut wird, die eine Umstellung der COM-Schnittstellen erfordert,
ist inden Software-Handbüchern nachzulesen, ob die Karte die neue
COM-Konfiguration auch unterstützt.
Um die Autokonfiguration zu vermeiden, können u.U. die Steckbrücken oder Schalter
der Erweiterungskarte neu gesetzt werden, so daß sich deren Anschlußzuweisung
auf die nächste verfügbare COM-Nummer ändert und die Zuweisung des internen
Anschlusses beibehalten wird. Alternativ lassen sich die internen Schnittstellen im
Setup-Programm auch deaktivieren. Weitere Informationen über die voreingestellte
E/A-Schnittstellenadresse und zulässige
IRQ-Einstellungen siehe die Dokumentation zur Erweiterungskarte, dort befinden sich auch Hilfen
zur Neuadressierung und Änderung der IRQ-Einstellung.
Die interne parallele Schnittstelle hat über das Setup-Programm eine
Autokonfigurierungsfunktion. Ist diese aktiviert und wird eine Erweiterungskarte mit einer als
LPT1 (IRQ7, E/A-Adresse 378h) konfigurierten Schnittstelle eingebaut, stellt das System
automatisch die interne parallele Schnittstelle auf ihre Sekund äradresse um
(IRQ5, E/A-Adresse 278h). Ist diese ebenfalls belegt, wird die interne Schnittstelle deaktiviert.
Für weitere Informationen siehe
"
Parallel Port (parallele Schnittstelle)".
Allgemeine Informationen darüber, wie das Betriebssystem mit seriellen und parallelen
Schnittstellen agiert, und detaillierte Erklärungen der betreffenden Befehle, siehe das
Handbuch zum Betriebssystem.
Zum Neukonfigurieren der Hardware werden eventuell die Nummern und Belegungen der
Stifte der seriellen Schnittstelle benötigt. Abb. B-3 zeigt die Stiftnummern der seriellen
Schnittstellenanschlüsse, Tab. B-3 listet die Stiftzuweisungen und Schnittstellensignale der
seriellen Schnittstellenanschlüsse auf.
Abbildung B-3. Stiftnummern der seriellen Anschlüsse
Tabelle B-3. Stiftbelegung der seriellen Schnittstellenanschlüsse
|
Stift |
Signal |
E/A |
Funktion |
|
1 |
DCD |
E |
Datenträger bereit |
|
2 |
SIN |
E |
serieller Eingang |
|
3 |
SOUT |
A |
serieller Ausgang |
|
4 |
DTR |
A |
Datenendgerät bereit |
|
5 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
6 |
DSR |
E |
Betriebsbereit |
|
7 |
RTS |
A |
Sendeanforderung |
|
8 |
CTS |
E |
Sendebereit |
|
9 |
RI |
E |
Rufanzeige |
|
Mantel |
- |
- |
Chassiserdung |
Zum Neukonfigurieren der Hardware werden eventuell die Nummern und Belegungen der
Stifte der parallelen Schnittstelle benötigt. Sie sind in Abb. B-4 dargestellt. Tab. B-4 führt die
Stiftzuweisungen und Schnittstellensignale auf.
Abbildung B-4. Stiftnummern der parallelen Schnittstellenanschlüsse
Tabelle B-4. Stiftbelegungen:paralleler Schnittstellenanschlüsse
|
Stift |
Signal |
E/A |
Funktion |
|
1 |
STB# |
E/A |
Impuls |
|
2 |
PD0 |
E/A |
Druckerdatenbit 0 |
|
3 |
PD1 |
E/A |
Druckerdatenbit 1 |
|
4 |
PD2 |
E/A |
Druckerdatenbit 2 |
|
5 |
PD3 |
E/A |
Druckerdatenbit 3 |
|
6 |
PD4 |
E/A |
Druckerdatenbit 4 |
|
7 |
PD5 |
E/A |
Druckerdatenbit 5 |
|
8 |
PD6 |
E/A |
Druckerdatenbit 6 |
|
9 |
PD7 |
E/A |
Druckerdatenbit 7 |
|
10 |
ACK# |
E |
Rückmeldung |
|
11 |
BUSY |
E |
Besetzt |
|
12 |
PE |
E |
Papierende |
|
13 |
SLCT |
E |
Angewählt |
|
14 |
AFD# |
A |
Autozeilenvorschub |
|
15 |
ERR# |
E |
Fehler |
|
16 |
INIT# |
A |
Drucker initialisiert |
|
17 |
SLIN# |
A |
Anwahl ein |
|
18-25 |
GND |
- |
Signalerdung |
Der 68-polige externe SCSI-Anschluß (Small Computer System Interface) auf der rückseitigen
Anschlußleiste des Systems unterstützt externe Ultra SCSI-Geräte wie z.B. Scanner,
ZIP-Laufwerke und optische Laufwerke.
Zum Neukonfigurieren der Hardware werden eventuell die Nummern und Belegungen der
Stifte des externen SCSI-Anschlusses benötigt. Abb. B-5 zeigt die Stiftnummern des externen
SCSI-Anschlusses, Tab. B-5 listet die Stiftzuweisungen und Schnittstellensignale des externen
SCSI-Anschlusses auf.
Abbildung B-5. Stiftnummern des externen SCSI-Anschlusses
Tabelle B-5. Stiftbelegungen des externen SCSI-Anschlusses
|
Stift |
Signal |
E/A |
Funktion |
|
1-16 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
17-18 |
TRMPWR |
- |
Endwiderstandsstrom |
|
19 |
RSVD |
- |
reserviert |
|
20-34 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
35 |
D12 |
E/A |
SCSI-Datenbit 12 |
|
36 |
D13 |
E/A |
SCSI-Datenbit 13 |
|
37 |
D14 |
E/A |
SCSI-Datenbit 14 |
|
38 |
D15 |
E/A |
SCSI-Datenbit 15 |
|
39 |
DPARH |
E/A |
SCSI-Datenparität hoch |
|
40 |
D0 |
E/A |
SCSI-Datenbit 0 |
|
41 |
D1 |
E/A |
SCSI-Datenbit 1 |
|
42 |
D2 |
E/A |
SCSI-Datenbit 2 |
|
43 |
D3 |
E/A |
SCSI-Datenbit 3 |
|
44 |
D4 |
E/A |
SCSI-Datenbit 4 |
|
45 |
D5 |
E/A |
SCSI-Datenbit 5 |
|
46 |
D6 |
E/A |
SCSI-Datenbit 6 |
|
47 |
D7 |
E/A |
SCSI-Datenbit 7 |
|
48 |
DPARL |
E/A |
SCSI-Datenparität niedrig |
|
49-50 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
51-52 |
TRMPWR |
- |
Endwiderstandsstrom |
|
53 |
RSVD |
- |
reserviert |
|
54 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
55 |
ATN |
E/A |
SCSI-Überwachung |
|
56 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
57 |
BSY |
E/A |
SCSI besetzt |
|
58 |
ACK |
E/A |
SCSI-Bestätigung |
|
59 |
RST |
E/A |
SCSI-Rücksetzen |
|
60 |
MSG |
E/A |
SCSI-Meldung |
|
61 |
SEL |
E/A |
SCSI-Wahl |
|
62 |
C/D |
E/A |
SCSI-Befehl/Daten |
|
63 |
REQ |
E/A |
SCSI-Anforderung |
|
64 |
E/A |
E/A |
SCSI-Ein/Aus |
|
65 |
D8 |
E/A |
SCSI-Datenbit 8 |
|
66 |
D9 |
E/A |
SCSI-Datenbit 9 |
|
67 |
D10 |
E/A |
SCSI-Datenbit 10 |
|
68 |
D11 |
E/A |
SCSI-Datenbit 11 |
Das System verwendet Anschlüsse für PS/2-kompatible (Personal System/2) Tastatur und
Maus. Die Kabel beider Geräte werden an 6-Stift-DIN-Miniaturbuchsen auf der Rückseite des
Systems angeschlossen.
Die PS/2-kompatible Maus des Dell-Systems arbeitet wie eine serielle Maus nach
Industriestandard oder eine Bus-Maus mit dem Unterschied, daß sie einen eigenen Anschluß hat und
daher keine Erweiterungskarte benötigt. Die Schaltkreise im Innern der Maus registrieren die
Bewegung der kleinen Kugel im Boden der Maus und übermitteln diese Daten dem System.
Die Treibersoftware der Maus räumt ihr beim Mikroprozessor über IRQ12 Priorität ein und
übermittelt die Mausdaten an das von ihr angesteuerte Anwendungsprogramm.
Zum Neukonfigurieren der Hardware werden eventuell die Nummern und Belegungen der
Stifte des Tastaturanschlusses benötigt. Sie sind in Abb. B-6 zeigt die Stiftnummern des
Tastaturanschlusses, Tab. B-6 listet die Stiftzuweisungen und Schnittstellensignale auf.
Abbildung B-6. Stiftnummern für den Tastaturanschluß
Tabelle B-6. Stiftbelegung für den Tastaturanschluß
|
Stift |
Signal |
E/A |
Funktion |
|
1 |
KBDATA |
E/A |
Tastaturdaten |
|
2 |
NC |
- |
nicht angeschlossen |
|
3 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
4 |
FVcc |
- |
gesich. Betriebsstrom |
|
5 |
KBCLK |
E/A |
Tastatur-Taktrate |
|
6 |
NC |
- |
nicht angeschlossen |
|
Mantel |
- |
- |
Chassiserdung |
Zum Neukonfigurieren der Hardware werden eventuell die Nummern und Belegungen der
Stifte des Mausanschlusses benötigt. Sie sind in Abb. B-7 zeigt die Stiftnummern des
Mausanschlusses, Tab. B-7 listet die Stiftzuweisungen und Schnittstellensignale auf.
Abbildung B-7. Stiftnummern für den Mausanschluß
Tabelle B-7. Stiftbelegung für den Mausanschluß
|
Stift |
Signal |
E/A |
Funktion |
|
1 |
MFDATA |
E/A |
Mausdaten |
|
2 |
NC |
- |
nicht angeschlossen |
|
3 |
GND |
- |
Signalerdung |
|
4 |
FVcc |
- |
gesich. Betriebsstrom |
|
5 |
MFCLK |
E/A |
Tastaturtaktrate |
|
6 |
NC |
- |
nicht angeschlossen |
Für Informationen über den Videoanschluß siehe die der
Videokarte beiliegenden Herstellerdaten.
Das System enthält einen RJ45-Anschluß (siehe Abb. B-8) auf der
Rückseite, an dem ein UTP-(Unshielded Twisted Pair) Ethernet-Kabel
angebracht werden kann, das in 10Base-T- und 100BASE-TX-Netzwerken verwendet
wird. Der NSK stellt alle Funktionen bereit, die üblicherweise von einer
separaten Netzwerkerweiterungskarte bereitgestellt werden. Informationen zum
Anschluß des Systems an ein Ethernet-Netzwerk und zu seiner richtigen
Konfiguration für diesen Zweck befinden sich in
"
Einsatz des Netzwerkschnittstellenkontrollers".
Das System enthält zwei USB- (Universal Serial Bus) Anschlüsse zum Anschließen
USB-kompatibler Geräte. USB-Geräte sind Peripheriegeräte, wie z.B. Mäuse, Drucker und
PC-Lautsprecher.
 |
VORSICHT:
Kein USB-Gerät oder eine Kombination von USB-Geräten
anschließen, die einen Maximalstrom von mehr als 500 mA je Kanal
bei +5 V aufnehmen. Das Anschließen von Geräten mit höherer
Stromaufnahme könnte zum Abschalten der USB-Anschlüsse führen.
Siehe die Dokumentation zu den USB-Geräten für Informationen ü
ber ihren maximalen Nennstrom. |
Zum Neukonfigurieren der Hardware werden eventuell die Nummern und Belegungen der
Stifte der USB-Anschlüsse benötigt. Abb. B-9 zeigt die Stiftnummern der USB-Anschlüsse, Tab. B-8
listet die Stiftzuweisungen und Schnittstellensignale auf.
Abbildung B-9. Stiftnummern für die USB-Anschlüsse
Tabelle B-9. Stiftbelegung für die USB-Anschlüsse
|
Stift |
Signal |
E/A |
Funktion |
|
1 |
Vcc |
- |
Stromversorgung |
|
2 |
DATA |
E |
Dateneingang |
|
3 |
+DATA |
A |
Datenausgang |
|
4 |
GND |
- |
Signalerdung |
An die Mikrofonbuchse (siehe Abb. B-10) kann ein handelsübliches PC-Mikrofon
angeschlossen werden. Verbinden Sie das Audiokabel des Mikrofons mit der Mikrofonbuchse. Der
Mikrofoneingang ist eine Monoquelle mit maximalen Signalpegeln von 89 mV Effektivwert.
An die Leitungsausgangsbuchse (siehe Abb. B-11) können die meisten
PC-Lautsprecher angeschlossen werden. Die Ausgangsbuchse ist verstärkt,
so daß keine Lautsprecher mit integrierten Verstärkern benö
tigt werden. Verbinden Sie das Audiokabel der Lautsprecher mit dieser Buchse.
An die Eingangsbuchse (siehe Abb. B-12) können Aufnahme- und
Wiedergabegeräte, wie z.B. Kassettenrecorder, CD-Spieler und
Videorecorder, angeschlossen werden. Verbinden Sie das Ausgangskabel des
jeweiligen Geräts mit der Eingangsbuchse auf der Rückseite Ihres
Systems.
Probleme können auftreten, wenn zwei Geräte versuchen, dieselbe
IRQ-Leitung zu verwenden. In der Dokumentation jedes installierten Gerä
ts nachschlagen, welche Voreinstellung für die IRQ-Leitung gilt. Danach
Tab. B-9 zu Rate ziehen, um jedes Gerät auf einen verfügbaren IRQ
oder andere Leitungen zu konfigurieren.
 |
HINWEIS:
Der integrierte Sound, NSK
und beide SCSI-Kanäle werden vom
System-BIOS (Basic Input/Output System) dynamisch zugewiesen. |
Tabelle B-9. Unterbrechungszuweisungen
IRQ-
Leitung |
Verwendung durch/Verfügbar |
|
IRQ0 |
Systemtaktrate |
|
IRQ1 |
Tastturkontroller |
|
IRQ2 |
Unterbrchungskontroller (aktiviert IRQ8 bis IRQ15) |
IRQ3
und IRQ4 |
serielle Schnittstellen (nach Aktivierung im System-Setup-Programm) |
|
IRQ5 |
verfügbar |
|
IRQ6 |
Diskettenlaufwerkschnittstelle |
|
IRQ7 |
parallele Schnittstelle (nach Aktivierung im System-Setup-Programm) |
|
IRQ8 |
RTC |
|
IRQ9 |
verfügbar, wenn ACPI im System-Setup-Programm auf "Off"gesetzt ist |
|
IRQ10 |
verfügbar |
|
IRQ11 |
verfügbar |
|
IRQ12 |
Mauskontroller |
|
IRQ13 |
Mathematischer Coprozessor |
|
IRQ14 |
primäre EIDE-Schnittstelle (nach Aktivierung im
System-Setup-Programm) |
|
IRQ15 |
sekundäre EIDE-Schnittstelle (nach Aktivierung im
System-Setup-Programm) |
|
HINWEIS:
Die vollständigen Namen
der in der Tabelle benutzten Abkü
rzungen bzw. Akronyme finden Sie im Glossar. |
Mikroprozessor und Programme, die unter MS-DOS (Echtzeitbetrieb) laufen,
können nur 1 MB (1024 kB) an Systemspeicher adressieren. Dieser
Bereich ist in einen konventionellen Speicher
(der manchmal auch Basisspeicher genannt wird) und einen oberen Speicherbereich unterteilt. Der
gesamte Systemspeicher oberhalb von 1 MB wird erweiterter Speicher genannt
und kann nicht direkt von MS-DOS-basierten Programmen ohne die Hilfe einer
speziellen Speicherverwaltungssoftware angesprochen werden.
Tab. B-10 zeigt ein Schema des konventionellen Speicherbereichs. Wenn der
Mikroprozessor oder ein Programm eine Position innerhalb des konventionellen
Speicherbereichs adressiert, spricht es physisch gesehen einen Platz im
Hauptspeicher an, welches der einzige Hauptspeicher ist, der unter MS-DOS
angesprochen werden kann.
Table B-10. Adreßbereiche für den konventionellen Speicher
|
Adreßbereich |
Verwendungszweck |
|
00000h-003FFh |
Interrupt-Vektortabelle |
|
00400h-004FFh |
BIOS-Datenbereich |
|
00500h-005FFh |
MS-DOS- und BASIC-Arbeitsbereich |
|
00600h-0FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
10000h-1FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
20000h-2FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
30000h-3FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
40000h-4FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
50000h-5FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
60000h-6FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
70000h-7FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
80000h-8FFFFh |
Benutzerspeicher |
|
90000h-9FBFFh |
Benutzerspeicher |
|
HINWEIS:
Die vollständigen Namen
der in dieser Tabelle benutzten Abk
ürzungen bzw. Akronyme finden Sie im Glossar. |
Tab. B-11 zeigt ein Schema des oberen Speicherbereichs. Einige dieser
Adressen sind verschiedenen Systemgeräten zugewiesen, wie z.B. das
System-BIOS. Andere stehen für den Einsatz von Erweiterungskarten
und/oder EMM- (Expanded Memory Manager) Software zur Verfügung. Wenn
der Mikroprozessor oder ein Programm eine Position im oberen Speicherbereich
adressiert, wird physisch eine Adresse in einer dieser Vorrichtungen
angesprochen.
Tabelle B-11. Adreßbereiche für den oberen Speicher
|
Adreßbereich |
Verwendungszweck |
|
0009FC00-0009FFFF |
PS/2-Maus-Datenbereich |
|
000A0000-000BFFFF |
Video-RAM |
|
000C0000-000C7FFF |
Video-BIOS |
|
000C8000-000EFFFF |
Verfügbar |
|
000F0000-000FFFFF |
System-BIOS |
|
00100000-0010FFEF |
Hoher Speicherbereich |
|
0010FFF0-3FFFFFFF |
Erweiterungsspeicher |
|
40000000-FFFBFFFF |
Reserviert |
|
FFFC0000-FFFFFFFF |
BIOS-ROM |
|
HINWEIS:
Die vollständigen Namen
der in dieser Tabelle benutzten Abk
ürzungen bzw. Akronyme finden Sie im Glossar. |
|