Manuals

Manuals
Das System-Setup-Programm: Dell Precision-410 Desktopsysteme

Das System-Setup-Programm: Dell™ Precision™-410 Desktopsysteme


Überblick

Bei jedem Einschalten oder Neustarten des Systems vergleicht das System die installierte Hardware mit den in einem Flash-Speicherchip (NVRAM) auf der Systemplatine gespeicherten Konfigurationsdaten. Stellt das System Abweichungen fest, wird eine Fehlermeldung mit der inkorrekten Konfigurationseinstellung ausgegeben. Wenn es dabei zu Widersprüchen kommt, erzeugt das System eine oder mehrere Fehlermeldungen, die auf die falschen Einstellungen in der Konfigurationsdatei hinweisen, und fordert den Benutzer auf, das System-Setup-Programm zu starten, um die Einstellungen zu ändern.

Das System-Setup-Programm wird eingesetzt:

  • Zum Ändern der Systemkonfigurationsdaten, wenn Hardware zum System hinzugefügt, geändert oder entfernt wurde
  • Um dauerhaft durch den Benutzer einstellbare Optionen festzulegen, z.B. Systemzeit und Datum
  • Zum Aktivieren oder Dekativieren aller im System integrierten Geräte

Die aktuellen Einstellungen sind jederzeit einsehbar. Wenn eine Einstellung geändert wird, muß das System in vielen Fällen neu gestartet werden, ehe die Änderung wirksam werden kann.

Nach dem Aufstellen des Systems das System-Setup-Programm starten, damit Sie sich mit den Systemkonfigurationsdaten und optionalen Einstellungen vertraut machen können. Dell empfiehlt, die Setup-Bildschirme für zukünftige Hilfestellungen auszudrucken (durch Drücken der Taste <Drucken>), wenn ein Drucker angeschlossen ist, oder die Informationen aufzuschreiben, wenn kein Drucker vorhanden ist.

Zum Anwenden des System-Setup-Programms werden Informationen über den Typ der installierten Laufwerke (Diskette und Festplatte) benötigt. Wenn diese Daten nicht genau bekannt sind, den beiliegenden Testbogen des Herstellers zu Rate ziehen. Zugriff auf den Hersteller-Testbericht besteht über den Ordner "Dell-Zubehör."


System-Setup-Programm starten

Zum Aufrufen des System-Setup-Programms wird die System-Setup-Tastenkombination während des System-POST (Power-On Self Test) wie folgt gedrückt:

  1. System neu starten.
  2. Während der Neustartroutine wird die Meldung F2 = Setup (F2-Taste = Setup) eingeblendet. Bei Erscheinen der Meldung unmittelbar die F2-Taste drücken.

    HINWEIS: Alternativ kann das System-Setup-Programm auch durch Drücken der Tasten <Strg><Alt><Eingabe> aufgerufen werden.

    Die Meldung Entering Setup (Setup startet) erscheint und wird kurz danach durch Seite 1 der Setup-Bildschirme ersetzt.

    Bei zu langem Warten wird die Meldung F2 = Setup (F2 für Setup) ausgeblendet und das Betriebssystem in den Speicher geladen. Sollte das passieren, abwarten, bis der Ladevorgang abgeschlossen ist; danach das System herunterfahren und es noch einmal versuchen.

    HINWEIS: Wie das System ordnungsgemäß heruntergefahren wird, ist in der Dokumentation des Betriebssystems erklärt.

Das System-Setup-Programm kann weiterhin als Reaktion auf eine Fehlermeldung aufgerufen werden (siehe "Nach einer Fehlermeldung").


Bildschirme des System-Setup-Programms

Die Setup-Bildschirme 1 und 2 (Abb. 3-1 zeigt typische Beispiele) zeigen aktuelle Einricht-und Konfigurationsinformationen und optionale Einstellungen. Die Bildschirme sind in fünf Kästchen unterteilt:

  • Titelkästchen

    Im oberen Kästchen beider Bildschirme erscheinen Seitennummer (Seite 1 oder Seite 2) und die vom System ermittelte BIOS- (Basic Input/Output System [grundlegendes Eingabe/Ausgabesystem]) Revisionsnummer.

  • Konfigurationsoptionen

    Im Kästchen in der linken Hälfte beider Bildschirme werden die Optionen der im System installierten Hardware angezeigt.

    Neben diesen Optionen befinden sich Einstellungs- und Wertefelder, von denen die hervorgehobenen Felder verändert werden können. Die übrigen nicht hervorgehobenen Felder werden vom System ermittelt.

    Einige Optionen besitzen mehrere Felder, deren Einstellungen teilweise hervorgehoben, teilweise nicht veränderbar sind und von den Einstellungen oder Werten anderer Felder abhängig sein könnten.

  • Hilfe

    Das Kästchen oben rechts zeigt Informationen zur markierten Option an.

  • Systemdaten

    Im Kästchen unten rechts werden Informationen über das System angezeigt.

  • Tastenfunktionen

    In diesem Bereich am unteren Rand beider Bildschirme sind die Funktionstasten des System-Setup-Programms angegeben.


Arbeiten mit dem System-Setup-Programm

Tab. 3-1 zeigt die Tasten zum Einsehen und Ändern der Einstellungen und zum Verlassen des Programms.

Tabelle 3-1. System-Setup-Navigationstasten
Tasten Maßnahme
Nächstes Feld.
Vorheriges Feld.
Blättert durch die Einstellungen eines Feldes. In vielen Feldern kann der zutreffende Wert auch direkt eingetippt werden.
Blättert durch Hilfeinformationen.
Zwischen Maske 1 und Maske 2 umschalten.
System-Setup-Programm ohne Neustart des Systems verlassen und System in den vorherigen Zustand zurückbringen - zur Startroutine oder zur Eingabeaufforderung des Betriebssystems.

Bei den meisten Optionen werden die Änderungen aufgezeichnet, aber erst beim nächsten Neustart des Systems wirksam. Für einige Optionen (siehe den Hilfebereich) werden Änderungen sofort wirksam.
System-Setup-Programm verlassen und System neu starten, damit alle Änderungen wirksam werden.
Stellt den Vorgabewert der aktuell gewählten Option wieder her.

Abbildung 3-1. Bildschirmanzeigen des System-Setup-Programms

Optionen des System-Setup-Programms

In den folgenden Unterabschnitten werden die Optionen des System-Setup-Programms erklärt.

Time (Zeit)

Mit "Time" wird die Systemuhr eingestellt.

Die Zeit wird im Format 24-Stunden (Stunden:Minuten: Sekunden) beibehalten. Die Zeiteinstellung kann mit Hilfe der Pfeiltasten geändert werden. Durch Drücken der Pfeiltaste Rechts wird die Zahl im markierten Feld erhöht und durch Drücken der Pfeiltaste Links wird diese Zahl verringert. Falls gewünscht, können auch Zahlen in die entsprechenden Felder eingegeben werden.

Date (Datum)

Mit "Date" wird der systeminterne Kalender eingestellt.

Das System zeigt die Einträge für den Wochentag automatisch gemäß der Einstellungen der folgenden drei Felder an: (Monat, Tag und Jahr.)

Die Einträge in den markierten Feldern können mit Hilfe der Pfeiltasten vorgenommen werden. (Pfeil rechts erhöht den Wert des Feldes und Pfeil links verringert ihn.) Falls gewünscht, können auch Zahlen in beiden Feldern eingegeben werden.

Diskette Drive A (Diskettenlaufwerk A) und
Diskette Drive B (Diskettenlaufwerk B)

Die Kategorien "Diskette Drive A" und "Diskette Drive B" identifizieren die im Computer installierten Diskettenlaufwerke. Die Standardkonfiguration für dieses Systeme ist ein schmales 3, 5-Zoll-Diskettenlaufwerk, welches oben im Laufwerkträger eingebaut wird. Dieses Laufwerk ist als "Diskette Drive A" ausgewiesen und ist üblicherweise das einzige Diskettenlaufwerk im System.

Das optionale zweite Laufwerk wird normalerweise als "Diskette Drive B" bezeichnet.

Die Einstellungen der Kategorie entsprechen immer der physischen Lage der Laufwerke im System: das auf Seite 1 der Setup-Bildschirme angeführte Laufwerk ist das obere Laufwerk im System.

Die Einstellungen lauten:

  • 5.25 Inch, 360 KB (5,25 Zoll, 360 KB)
  • 5.25 Inch, 1.2 MB (5,25 Zoll, 1,2 MB)
  • 3.5 Inch, 720 KB (3,5 Zoll, 720 KB)
  • 3.5 Inch, 1.44 MB (3,5 Zoll, 1,44 MB)
  • Not Installed (Nicht installiert)

Drives: Primary und Secondary
(Laufwerke: Primär und Sekundär)

"Primary" identifiziert Laufwerke, die mit dem primären EIDE-(Enhanced Integrated Drive Electronics [erweiterte integrierte Laufwerkelektronik]) Anschluß (IDE1) auf der Systemplatine verbunden sind, während "Secondary" Laufwerke identifiziert, die mit dem sekundären EIDE-Anschluß (IDE2) verbunden sind.

In den beiden Laufwerkabschnitten für "Primary" und "Secondary" identifizieren die Optionen "Drive 0" und "Drive 1" den Typ der im System installierten EIDE-Festplattenlaufwerke. Für jedes Laufwerk können sieben Parameter angegeben werden: als Gruppe über eine Laufwerktypennummer, individuell über die Tastatur oder automatisch. Eine Laufwerktypennummer legt die Parameter eines Festplattenlaufwerks mit im System-BIOS abgelegter Tabelle fest.

Um die Parameter dieser Felder einzustellen, die entsprechenden Zeichen über die Tastatur eingeben oder mit den Pfeiltasten Links und Rechts durch die vorhandenen Tabellenwerte blättern.

Die Einstellungen lauten:

  • Auto
  • None (Keine)
  • Usr1 oder Usr2
  • eine spezifische Laufwerktypennummer
HINWEISE: Die Laufwerkabschnitte "Primary" und "Secondary" identifizieren nur EIDE-Laufwerke. Wenn ein anderes Laufwerk als ein EIDE-Laufwerk (d.h. SCSI-Laufwerk) installiert ist, sollte die entsprechende Einstellung in den Laufwerkabschnitten "Primary" und "Secondary" auf "None" gesetzt sein.

Betriebssysteme, die das System-BIOS umgehen, können u.U. keine optimalen Festplattenlaufwerkleistungen erzielen.

Andere EIDE-Geräte als Festplattenlaufwerke

Für EIDE-CD-ROM- und EIDE-Bandlaufwerke, die den eingebauten EIDE-Kontroller verwenden, wird empfohlen, den sekundären EIDE-Schnittstellenanschluß zu verwenden, wenn ein Festplattenlaufwerk am primären EIDE-Anschluß angeschlossen ist.

Für alle EIDE-Geräte ist die entsprechende Option "Drive" auf "Auto" zu setzen.

EIDE-Festplattenlaufwerke

Dieses System bietet für EIDE-Laufwerke eine automatische Erkennungsfunktion. Um diese Funktion für Laufwerk 0 zu verwenden, die Kategorie "Drive 0" im Laufwerkabschnitt "Primary" markieren und a (für automatisch) eingeben. Um diese Erkennungsfunktion für Laufwerk 1 zu verwenden, die Kategorie "Drive 1" markieren und a eingeben. Nach dem Neustart stellt das System dann automatisch die korrekten Laufwerktypen und -parameter ein.

Vor dem Installieren eines EIDE-Laufwerks ist zudem anhand der Laufwerkdokumentation zu prüfen, ob die Steckbrückeneinstellungen des Laufwerks für die jeweilige Konfiguration richtig gesetzt sind.

HINWEIS: Falls eine von Dell gelieferte Festplatte verwendet wird, ist die Einstellung "Auto" zu verwenden.
Bei Problemen

Sollte beim ersten Start nach Einbau einer EIDE-Festplatte eine Fehlermeldung ausgegeben werden, könnte die automatische Laufwerkerkennung dieses EIDE-Laufwerk nicht erkennen. Wenn diese Ursache vermutet wird, die Laufwerkdaten manuell auf eine der folgenden Weisen eingeben:

  • Wenn die Laufwerk-Typennummer bekannt ist, ist sie einzugeben.
  • Wenn die Laufwerk-Typennummer nicht bekannt ist, können eigene Parameter eingegeben werden.

Siehe die Anleitungen in den nächsten beiden Unterabschnitten.

Laufwerk-Typennummer ist bekannt

Die Typennummer des Laufwerks aus dem Festplattenhandbuch entnehmen, oder wenn das Laufwerk von Dell im System eingebaut wurde, auf den Hersteller-Testbericht, der mit dem System geliefert wurde, zugreifen.

Um die Typennummer im Setup-Programm einzugeben, die zutreffende Laufwerkkategorie "Drive 0" oder "Drive 1" markieren und die Nummer dort eintragen. Anstelle einer numerischen Eingabe kann die richtige Typennummer auch mit den Pfeiltasten Links (Wert verringern) und Rechts (Wert erhöhen) eingestellt werden.

Laufwerk-Typennummer nicht bekannt

Die Optionen "Drive 0" und "Drive 1" zeigen die folgenden sieben Parameter für jeden Laufwerktyp an:

  • "Type" ist die Typennummer des gewählten Festplattenlaufwerks.
  • "Cyls" entspricht der Zahl der logischen Zylinder.
  • "Hds" entspricht der Zahl der logischen Köpfe im Laufwerk.
  • "Pre" (Vorkompensationszylinder) ist die Zylindernummer, bei der sich der elektrische Strom für die Laufwerkköpfe ändert, um Unterschiede in der Datendichte auf der Plattenoberfläche zu kompensieren (dieser Parameter hat auf EIDE-Laufwerke keine Auswirkung).
  • "LZ" gibt den Zylinder an, über dem die Köpfe des Laufwerks bei ausgeschaltetem Laufwerk geparkt werden.
  • "Sec" ist die Zahl der logischen Sektoren pro Spur.
  • "Size" gibt die Speicherkapazität des Laufwerks in Millionen Bytes an, die vom System automatisch ermittelt wird.

Wenn eine Festplatte installiert wird, deren Parameter nicht in der Liste erscheinen, können die Parameter individuell festgelegt werden. Hierzu die entsprechende Laufwerkoption markieren ("Drive 0" oder "Drive 1") und u eintippen, um "Usr1" anzuzeigen. Mit den Pfeiltasten Links und Rechts kann anschließend zwischen den Einstellungen der Felder "Usr1" und "Usr2" gewechselt werden. Dann mit <Tab> zu den einzelnen Parameterfeldern wechseln und dort die laufwerkspezifischen Daten eintragen. Es können nur zwei benutzerdefinierte Laufwerktypen vorhanden sein.

HINWEISE: Die Laufwerktypen "Usr1" und "Usr2" können sowohl für die Kategorien "Drive O" und "Drive 1" der Laufwerkabschnitte "Primary" als auch "Secondary" verwendet werden. Es kann u.U. jedoch keine optimale Festplattenleistung erreichbar sein. Die Laufwerktypenfelder "Usr1" und "Usr2" können außerdem nicht für Laufwerke verwendet werden, deren Kapazität größer als 528 MB ist.

Reserved Memory (Reservierter Speicher)

Die Kategorie "Reserved Memory" erlaubt das Zuweisen eines Speicherbereichs der Systemplatine, der von einer Erweiterungskarte bereitgestellt werden kann. Diese Funktion ist nur dann zu aktivieren, wenn eine Erweiterungskarte mit besonderen Adressierungsanforderungen eingesetzt wird.

Beispiel: Im System befindet sich eine Speichererweiterungskarte, deren Adressierung bei 15 MB beginnt. Durch Wahl der Option 15M - 16M für die Kategorie "Reserved Memory" wird festgelegt, daß der Basisspeicher zwischen 15 und 16 MB von der Speichererweiterungskarte bereitgestellt wird (der Basisspeicher unter der 15-MB-Adresse wird von den DIMMs (Dual In-Line Memory Modules [Doppelreihen-Speichermodul]) der Systemplatine bereitgestellt).

"Reserved Memory" bietet die folgenden Optionen:

  • None (Vorgabe)
  • 15M - 16M
  • 512K - 640K

CPU Speed (CPU-Taktrate)

"CPU Speed" zeigt den Prozessortakt an, mit dem das System startet.

Durch Drücken der Pfeiltaste Links oder Rechts wird die CPU-Taktrate zwischen der Taktrate des Prozessors (Vorgabe) und einer langsameren Kompatibilitätsrate für geschwindigkeitsempfindliche Programme umgeschaltet.

Num Lock (Num-Sperre)

"Num Lock" legt fest, ob das System mit aktiviertem "Num Lock"-Modus auf Tastaturen mit 101 oder 102 Tasten hochgefahren wird.

Ist die <Num>-Taste aktiviert, stellt das numerische Tastenfeld rechts außen die im oberen Teil der Tasten angezeigten mathematischen und numerischen Funktionen bereit. Im deaktivierten Zustand stellt jede Taste die unten auf der Taste aufgedruckte Cursor-Steurungsfunktion dar.

ACPI

"ACPI" steuert die Erweiterte Konfigurations- und Stromschnittstelle. Wenn das Betriebssystem "ACPI" unterstützt und "ACPI" aktiviert ist, wird das System durch Drücken des Netzschalters kurzfristig in einen Stromsparmodus geschaltet. Das System kann vollständig ausgeschaltet werden, indem der Netzschalter gedrückt und 4 Sekunden lang gedrückt gehalten wird. Wenn "ACPI" aktiviert ist (On), steht IRQ 9 für Erweiterungskarten nicht zur Verfügung.

Wenn "ACPI" auf "Off" gesetzt wurde, wird das System durch Drücken des Netzschalters vollständig ausgeschaltet. Wenn "ACPI" nicht aktiviert ist (Off), kann IRQ 9 von Erweiterungskarten verwendet werden.

HINWEIS: Wenn das Betriebssystem "ACPI" nicht unterstützt, wechselt das System nicht in einen Stromsparmodus, wenn der Netzschalter gedrückt wird, selbst dann nicht, wenn "ACPI" im System-Setup-Programm auf "On" gesetzt wurde.

Chassis Intrusion (Chassiseingriff)

"Chassis Intrusion" zeigt den Status der Chassiseingriffswarnung an.

Wenn das Chassis geöffnet ist, wechselt die Einstellung von "Not Detected" (Nicht erkannt) auf "Detected" (Erkannt) und die folgende Meldung wird beim Neustart des Systems angezeigt:

Alert! Cover was previously removed.

(Achtung! Systemgehäuse wurde entfernt.)

Um dieses Feld zu löschen und die Feststellung zukünftiger Eingriffe zu ermöglichen, ist sicherzustellen, daß das Chassis geschlossen ist; danach das System-Setup-Programm während des System-POST aufrufen, wie weiter vorne beschrieben. Bei "Chassis Intrusion" mit den Pfeiltasten Links oder Rechts die Option "Reset" wählen. Mit dieser Maßnahme wird die Einstellung auf "Not Detected" (Vorgabe) geändert.

HINWEIS: Wenn ein Setup-Paßwort durch einen Dritten vergeben wurde, ist der Netzwerk-Administrator um Informationen zum Zurücksetzen der Chassiseingriffswarnung zu Rate zu ziehen.

Thermal Power-Off (Ausschalten bei Übertemperatur)

Im aktivierten Zustand setzt "Thermal Power-Off" einen Zeitgeber, der das System nach ungefähr 3 Minuten ausschaltet, wenn das BIOS einen Übertemperaturzustand für einen Prozessor oder ein Festplattenlaufwerk feststellt. Diese Funktion bietet ein Sicherheitsmaß für den Fall, daß ein anderes Abschaltdienstprogramm, wie z.B. der Dell AutoShutdown-Dienst, nicht installiert ist oder das System nach einem Übertemperaturzustand nicht abschalten sollte.

VORSICHT: Ein Deaktivieren der Kategorie "Thermal Power-Off" kann zum Überhitzen führen und das System beschädigen.

Video DAC Snoop (DAC-Videoüberwachung)

"Video DAC Snoop" kann eingesetzt werden, um Videoprobleme zu korrigieren, die bei Verwendung bestimmter Videoerweiterungskarten auftreten können. Die Voreinstellung "Off" (Aus) verbessert die Systemkompatibilität, aber sie könnte verhindern, daß einige Videoerweiterungskarten ordnungsgemäß funktonieren.

Wenn eine Videoerweiterungskarte verwendet wird und Probleme, wie beispielsweise falsche Farben oder leere Fenster, auftreten sollten, ist "Video DAC Snoop" auf "On" (Ein) zu setzen.

Keyboard Errors (Tastaturfehler)

Diese Kategorie legt fest, ob Fehlermeldungen bezüglich der Tastatur während des Einschalt-Selbsttests (POST) ausgegeben werden. Der Einschalt-Selbsttest besteht aus einer Reihe von Hardwaretests, die bei jedem Einschalten des Systems und Betätigen der Reset-Taste durchgeführt werden.

Diese Kategorie ist bei Systemen nützlich, die als Hosts oder selbststartende Server fungieren und an denen nicht permanent eine Tastatur angeschlossen ist. Steht die Kategorie auf "Do Not Report" (Nicht melden), werden Fehlermeldungen in bezug auf die Tastatur und den Tastatur-Kontroller während des POST unterdrückt, die Tastatur (falls angeschlossen) arbeitet jedoch normal.

System Password (System-Paßwort)

Diese Kategorie zeigt den aktuellen Status der System-Paßwortfunktion an und erlaubt die Vergabe und Bestätigung eines neuen Paßwortes. Ein neues Paßwort kann nur dann vergeben werden, wenn der aktuelle Status auf "Not Enabled" (Nicht aktiviert) gesetzt ist, welches in hellen Buchstaben angezeigt wird.

Die Kategorie "System Password" besitzt die folgenden Optionen:

  • Not Enabled (Vorgabe)
  • Enabled (erscheint nach Vergabe eines Paßwortes)
  • Disabled by Jumper (erscheint nur nach dem Abziehen des Steckbrückenblocks von der PSWD-Steckbrücke auf der Systemplatine)

Zum Vergeben und Aktivieren eines Paßwortes die Pfeiltaste Links oder Rechts drükken, das Paßwort eingeben und <Eingabe> drücken. Danach das Paßwort nochmals eingeben und <Eingabe> drücken. Wenn beim Drücken einer Taste ein Signalton zu hören ist, istdie Taste für den Paßwortgebrauch nicht zulässig. Mit der <Esc>-Taste die Paßwortworteingabe abbrechen.

Zum Deaktivieren des System-Paßwortes wird das Paßwort während des Neustarts eingegeben, ohne <Eingabe> zu drücken, um die Neustartfolge fortzusetzen. Statt dessen werden die Tasten <Strg> und <Eingabe> gleichzeitig nach der Eingabe des Paßwortes gedrückt.

Zum Ändern des System-Paßwortes wird das Paßwort wie vorstehend beschrieben deaktiviert, dann das System-Setup-Programm aufrufen und ein neues Paßwort vergeben.

HINWEIS: Für detaillierte Anleitungen zum Vergeben eines System-Paßwortes und zum Anwenden und Ändern eines vorhandenen System-Paßwortes siehe "System-Paßwortfunktion benutzen" weiter unten. Hinweise zum Deaktivieren eines vergessenen System-Paßworts siehe "Vergessenes Paßwort deaktivieren" weiter unten.

Password Status (Paßwortstatus)

Diese Kategorie bietet ein zusätzliches Maß zur Systemsicherheit, indem das System-Paßwort auf "Locked" (gesperrt) gesetzt werden kann.

Password Status mit aktiviertem System Password betreiben

Wenn "Password Status" auf "Unlocked" (Freigegeben) gesetzt ist, kann jeder Benutzer, dem das System-Paßwort bekannt ist, das Paßwort beim Neustart des Systems durch Drücken von <Strg><Eingabe> ändern - und somit (absichtlich oder unabsichtlich) das System ohne Paßwortschutz belassen.

Wenn "Password Status" auf "Locked" gesetzt ist und ein Benutzer versucht, das Paßwort beim Systemneustart zu deaktivieren, erscheint die folgende Meldung:

Password locked, not disabled

(Paßwort gesperrt, nicht deaktiviert)

Zur maximalen Sicherheit des Systems sollte es mit den Kategorien "System Password" auf "Enabled", "Setup Password" auf "Enabled" und "Password Status" auf "Locked" betrieben werden. Falls bestimmten Personen dann Zugang zum System gewährt werden soll, kann ihnen das System-Paßwort, aber nicht das Setup-Paßwort, mitgeteilt werden. Auf diese Weise können selbst jene, denen das System-Paßwort bekannt ist, es beim Neustart des Systems nicht deaktivieren und es nicht im System-Setup-Programm freigeben, um es zu ändern oder zu deaktivieren.

Password Status ohne aktiviertes System Password betreiben

In Situationen, in denen der Netzwerk-Administrator kein System-Paßwort verwenden möchte, kann "Password Status" als Schutz vor der Vergabe eines Paßwortes durch einen Benutzer verwendet werden. Wenn "Password Status" auf "Locked" und "Setup Password" auf "Enabled" gesetzt sind, kann ein Benutzer, dem das Setup-Paßwort nicht bekannt ist, nicht das System-Setup-Programm aufrufen, um das System-Paßwort freizugeben und ein neues zu vergeben.

Boot Sequence (Neustartfolge)

Die Kategorie "Boot Sequence" kann auf "Diskette First" (Vorgabe), "Hard Disk Only", "CD-ROM First" oder "Device List" gesetzt werden.

Der Begriff Neustarten bezieht sich auf den Systemneustart. Beim Start bringt sich das System selbsttätig in einen betriebsbereiten Status, indem es ein kleines Programm in den Speicher lädt, das seinerseits das Laden des Betriebssystems veranlaßt. Die Kategorie "Boot Sequence" teilt dem System mit, wo es die nötigen Dateien zum Start findet.

Diskette First (zuerst Diskette)

Wenn "Diskette First" gesetzt ist, versucht das System zuerst den Neustart von Laufwerk A aus. Findet das System keine startfähige Diskette oder tritt dabei ein Problem auf, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Findet das System keine Diskette im Diskettenlaufwerk, versucht es, von der Festplatte (Laufwerk 0) aus zu starten, dann vom CD-ROM-Laufwerk und zum Schluß von den Plug-and-Play-Netzwerkadaptern (in der Reihenfolge, in der diese erkannt werden).

Hard Disk Only (nur Festplatte)

Wenn "Hard Disk Only" gewählt ist, versucht das System zuerst von der Festplatte aus zu starten und dann von den Plug-and-Play-Netzwerkadaptern aus (in der Reihenfolge, in der sie erkannt werden). Das System versucht nicht, über Laufwerk A oder das CD-ROM-Laufwerk neu zu starten.

CD-ROM First (zuerst CD-ROM)

Die Einstellung "CD-ROM First" läßt das System zunächst vom CD-ROM-Laufwerk aus starten. Tritt dabei ein Problem auf, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Findet das System keine CD im Laufwerk, versucht es, vom Laufwerk A zu starten, dann vom Laufwerk 0 und zum Schluß von den Plug-and-Play-Netzwerkadaptern (in der Reihenfolge, in der diese erkannt werden).

Device List (Geräteliste)

Mit "Device List" kann ein Neustartgerät aus einer Bildschirmliste (siehe Abb. 3-2) aller verfügbaren Startgeräte des Systems ausgewählt und die Reihenfolge, in der das System den Neustart über diese Geräte versucht, festgelegt werden.

VORSICHT: Die Einstellungen in dem Bildschirm "Device List" sollten nur von einer technisch versierten Person geändert werden.

Der Bildschirm "Device List" bietet drei Kategorien, in denen die verfügbaren Startgeräte des Systems aufgeführt und nach Priorität sortiert werden:

  • Boot Device Priority (Neustartgeräte-Priorität)
  • Exclude From Boot Device Priority (Nicht in Neustartgeräte-Priorität aufnehmen)
  • Device Controller Priority (Gerätekontroller-Priorität)

Die Kategorie "Boot Device Priority" führt alle startfähigen Geräte auf (Festplattenlaufwerke, CD-ROM-Laufwerke usw.), die vom System-BIOS gesteuert werden, und alle im System installierten Plug-and-Play-Netzwerkadapter.

Die Kategorie "Exclude From Boot Device Priority" ermöglichtes, ein Startgerät von der Kategorie "Boot Device Priority" zu entfernen, das während des Startverfahrens des Systems vom System zu ignorieren ist.

Die Kategorie "Device Controller Priority" führt den System-BIOS-Kontroller, alle im System installierten Nicht-Plug-and-Play-Geräte, wie z.B. Netzwerkadapterkarten, und alle sekundären Kontrollerkarten, wie z.B. SCSI- (Small Computer System Interface [Kleinkomputerschnittstelle]) Adapter, auf.

HINWEIS: Nicht-Plug-and-Play-Geräte werden in der Liste als Adapters without ID support (Adapter ohne ID-Unterstützung) aufgeführt.

Zur Bestimmung der Reihenfolge der Startgeräte berücksichtigt das System zuerst die Reihenfolge der Geräte in der Kategorie "Device Controller Priority" und dann die Reihenfolge der Geräte in "Boot Device Priority".

Abbildung 3-2. Beispiel des Bildschirms "Device List"

Um die Priorität der Geräte anzugeben, ist die Reihenfolge der Geräte in diesen Kategorien festzulegen, daß sich in der Kategorie "Device Controller Priority" der Kontroller mit der höchsten Priorität an erster Stelle befindet und sich in der Kategorie "Boot Device Priority" das Gerät mit der höchsten Priorität an erster Stelle befindet. Die Reihenfolge der anderen Geräte in der Kategorie "Boot Device Priority" nach Wahl festlegen. Die Geräte, die vom System während des Startverfahrens zu ignorieren sind, sind in die Kategorie "Exclude From Boot Device Priority" zu verschieben.

HINWEIS: In der Kategorie "Boot Device Priority" ist das Laufwerk C als das erste Laufwerk definiert, das am Gerätekontroller mit der höchsten Priorität angeschlossen ist. Wenn ein SCSI-Adapter im Computer installiert ist und das SCSI-Laufwerk 0 als Laufwerk C bestimmt werden soll, muß das SCSI-Adapterelement an erster Stelle in der Kategorie "Device Controller Priority" aufgeführt werden.

Um die Reihenfolge der Geräte zu ändern, die Taste <Strg> und die Nach-Oben- und Nach-Unten-Tasten drücken. Durch Drücken von <Strg><Entf> werden die Original-Einstellungen der Kategorie "Boot Device Priority" gewählt.

HINWEIS: Wenn die Option "Device List" durch Drücken der Taste <Esc> oder <Alt><b> beendet wird, ohne Änderungen vorzunehmen, wird die Neustartfolge auf "Device List" gesetzt.

Setup Password (Setup-Paßwort)

Mit der Kategorie "Setup Password" kann der Zugriff zum System-Setup-Programm auf dieselbe Weise wie bei der Funktion "System Password" eingeschränkt werden. Die Optionen lauten:

  • Not Enabled (Nicht aktiviert)
  • Enabled (Aktiviert)
  • Disabled by Jumper (Durch Steckbrücke deaktiviert)
HINWEIS: Hinweise zum Vergeben, Benutzen und Ändern eines Setup-Paßworts siehe "System-Paßwortfunktion benutzen" weiter unten. Hinweise zum Deaktivieren eines vergessenen Setup-Paßworts siehe "Vergessenes Paßwort deaktivieren" weiter unten.

Auto Power On (Automatische Einschaltroutine)

Mit der Kategorie "Auto Power On" werden die Uhrzeit und Tage festgesetzt, an denen sich das System automatisch einschaltet. Die Kategorie kann so gesetzt werden, daß das System jeden Wochentag oder nur jeden Arbeitstag (Montag bis Freitag) eingeschaltet wird.

HINWEIS: Diese Funktion ist dann nicht wirksam, wenn das System über eine Stekkerleiste oder einen Überspannungsschalter ausgeschaltet wird.

Zuerst "Everyday" (Jeden Tag) oder "Mon-Fri" (Montag bis Freitag) wählen und dann mit der Nach-Unten-Pfeiltaste zuerst das Stundenfeld und dann das Minuten-Feld markieren. Die Zeit wird im Format 24-Stunden (Stunden:Minuten) beibehalten. Die Einschaltzeit wird verändert, indem die Zahl im markierten Feld durch Drücken der Pfeiltaste Rechts erhöht und durch Drücken der Pfeiltaste Links reduziert wird. Falls gewünscht, können auch Zahlen in beiden Feldern eingegeben werden.

Die Vorgabe für "Auto Power On" lautet "Disabled".

Power Management (Strom-Management)

Die Kategorie "Power Management" erlaubt das Reduzieren des Systemstromverbrauchs bei bestimmten Bildschirmtypen und bei den meisten EIDE-Festplattenlaufwerken. Wenn "Power Management" aktiviert ist, schalten diese Bildschirme und Festplatten automatisch in den leistungsarmen Modus, wenn keine Systemaktivität vorliegt.

"Power Management" besitzt drei Stufen: Maximum, Regular und Minimum. (Die unterschiedlichen Stufen gelten nur für den Bildschirm; der Festplattenbetrieb ist auf allen Stufen identisch.) Die Vorgabe dieser Kategorie lautet "Disabled".

Bildschirmstromverbrauch reduzieren

Wenn das System einen VESA® (Video Electronics Standards Association) DPMS- (Display Power Management Signaling [Anzeige-Strommanagement-Zeichenabgabe]) kompatiblen Bildschirm besitzt, wird der Bildschirmstromverbrauch während der Inaktivitätsphasen der Tastatur und der Maus reduziert.

VORSICHT: Anhand der Bildschirmdokumentation prüfen, ob es sich um einen DPMS-kompatiblen Bildschirm handelt, ehe diese Funktion aktiviert wird. Andernfalls könnte der Bildschirm beschädigt werden.
HINWEIS: Einige 3D-Grafikkarten unterstützen DPMS nicht. Für Informationen hierzu siehe die Dokumentation zur jeweiligen 3D-Grafikkarte.

Die Funktion "Power Management" überwacht nur die Aktivitäten einer Maus, die am PS/2-kompatiblen Mausanschluß des Systems angeschlossen ist.

Wenn "Power Management" auf "Maximum", "Regular" oder "Minimum" gesetzt wird, können vorgegebene Zeitintervalle (siehe Tab. 3-2) für die aufeinanderfolgenden Abschaltstufen des Bildschirms, "Standby" und "Off", gesetzt werden.

HINWEIS: Einzelheiten der Abschaltstufen des Bildschirms werden vom jeweiligen Bildschirmhersteller festgelegt. In allen Fällen wird jedoch der Stromverbrauch beim Herunterschalten von "on" (volle Stromzufuhr) über "standby" (reduzierte Stromzufuhr-normalerweise wird die Bildschirmanzeige dunkel) bis zu "off" (minimaler Stromverbrauch) verringert. Zum Definieren dieser Stufen für den Bildschirm ist die Dokumentation zum Bildschirm zu Rate zu ziehen.

Bei den meisten DPMS-kompatiblen Bildschirmen stellt jede nachfolgende Aktivität (einschl. einer Maus) die volle Stromzufuhr wieder her.

Anhand der Dokumentation zum Bildschirm prüfen, wie der Bildschirm zu betreiben ist.

Tabelle 3-2. Strommanagement-Zeitintervalle
Power
Management-
Einstellung
EIDE-Laufwerk
Auslauf-
Zeitintervall
Bildschirm
Standby-
Zeitintervall
Bildschirm
Aus-
Zeitintervall
Disabled Nie Nie Nie
Maximal 20 Min. 10 Min. 1 Stunde
Normal 20 Min. 20 Min. 1 Stunde
Minimal 20 Min. 1 Stunde Nie
Stromverbrauch der EIDE-Festplatte reduzieren

Auf den meisten Systemen führt ein Aktivieren der Option "Power Management" auf allen Stufen dazu, daß die EIDE-Festplattenlaufwerke auf einen reduzierten Strommodus herunterschalten, wenn das System ca. 20 Minuten lang inaktiv gewesen ist.

HINWEIS: Nicht alle EIDE-Festplattenlaufwerke unterstützen aber diese Funktion. Wenn diese Funktion für Laufwerke aktiviert wird, die sie nicht unterstützen, könnte das EIDE-Laufwerk so lange funktionsunfähig bleiben, bis das System mit deaktivierter Option "Power Management" neu gestartet wird.

Im reduzierten Strommodus drehen sich die Platten im Laufwerkinnern nicht mehr und verbleiben in diesem Zustand, bis wieder auf das Laufwerk zugegriffen wird. (Da die Platten einige Sekunden benötigen, bis sie ihre normale Drehgeschwindigkeit erreichen, könnte beim nächsten Festplattenzugriff eine geringfügige Verzögerung feststellbar sein.)

Wenn "Power Management (Strom-Management)" auf "Disabled" (Vorgabe) gesetzt ist, drehen sich die Platten so lange, wie das System eingeschaltet ist.

Wakeup On LAN (LAN-Weckaufruf)

Diese Kategorie legt fest, ob die Funktion "Wakeup On LAN" gesetzt ist. Die Einstellungen lauten wie folgt:

  • Off (Aus)
  • On (Add-in NIC) (Ein [Zusatz-NSK])
  • On (Integrated NIC) (Ein [integrierter NSK])

Wenn "On (Add-in NIC)" oder "On (Integrated NIC)" gesetzt ist, kann das System über ein spezielles LAN-Signal (Local Area Network) von einer Servermanagement-Konsole aus gestartet werden. Mit dieser Fähigkeit ist es außerdem möglich, den Computer dezentral einzurichten, die BIOS zu aktualisieren, Software herunterzuladen und zu installieren, Dateien zu aktualisieren und Bestände nach Dienstschluß und an Wochenenden zu überwachen, wenn der LAN-Verkehr üblicherweise am schwächsten ist.

HINWEIS: Diese Funktion ist selbst dann verfügbar, wenn der Computer ausgeschaltet ist; er muß jedoch immer an einer stromführenden Schuko-Steckdose angeschlossen und auf die vom Betriebssystem erwartete Weise heruntergefahren worden sein. Wenn das Netzkabel abgezogen wird, ein Stromausfall eintritt oder das System nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wird, funktioniert die "Wakeup On LAN" -Funktion nicht.

Sound (Ton)

Die Kategorie "Sound" bestimmt, ob der integrierte Audiokontroller auf "On" (Vorgabe) oder "Off" gesetzt ist. Wenn "Sound" auf "Off" gesetzt ist, werden vom internen Lautsprecher oder den extern angeschlossenen Lautsprechern lediglich Signaltöne zu hören sein. Wenn eine Sound-Erweiterungskarte anstelle des integrierten Audiokontrollers verwendet oder die vom Kontroller belegten Ressourcen benötigt werden, ist "Sound" auf "Off" zu setzen.

NIC (NSK)

Die folgenden, vom Benutzer veränderbaren Einstellungen der NIC-Option bestimmen den Status des integrierten NSK:

  • On (PXE Off) (Ein [PXE Aus]) - NSK ist aktiviert, aber er kann das System nicht dezentral von der Vorstartausführungsumgebung (PXE) auf einem Netzwerkserver hochfahren.
  • On (Ein) - NSK ist aktiviert und PXE ist gesetzt, damit der Systemadministrator das System dezentral aktualisieren kann
  • Off (Aus) - NSK ist deaktiviert.

Mouse (Maus)

Die Kategorie "Mouse" aktiviert oder deaktiviert die systeminterne PS/2-kompatible Mausschnittstelle. Durch Deaktivieren der Maus kann eine Erweiterungskarte die Unterbrechungsaufforderung (IRQ) 12 belegen.

Serial Port 1 und Serial Port 2
(serielle Schnittstelle 1 und serielle Schnittstelle 2)

Die Kategorien "Serial Port 1" und "Serial Port 2" konfigurieren die systeminternen seriellen Schnittstellen. Diese Kategorien können auf "Auto" (Vorgabe) gesetzt werden, um eine Schnittstelle automatisch zu konfigurieren, oder auf eine bestimmte Kennung (COM1 oder COM3 für die serielle Schnittstelle 1; COM2 oder COM4 für die serielle Schnittstelle 2) oder auf "Off", um die Schnittstelle zu deaktivieren.

Steht eine Schnittstelle auf "Auto" und wird eine Erweiterungskarte hinzugefügt, die eine Schnittstelle mit den gleichen Zuweisungen besitzt, adressiert das System die integrierte Schnittstelle automatisch auf die nächste Schnittstelle um, die die gleiche IRQ mitbenutzt:

  • COM1 (E/A-Adresse 3F8h [Eingabe/Ausgabe]), der IRQ4 mit COM3 teilt, wird zu COM3 (E/A-Adresse 3E8h).
  • COM2 (E/A-Adresse 2F8h), der IRQ3 mit COM4 teilt, wird zu COM4 (E/A-Adresse 2E8h).

(Teilen zwei COM-Anschlüsse einen IRQ, können diese Anschlüsse wechselweise, jedoch nicht gleichzeitig benutzt werden). Ist auch der zweite Anschluß (COM3 oder COM4) in Gebrauch, wird der integrierte Anschluß ausgeschaltet.

Für weitere Informationen über interne Schnittstellen, deren Bezeichnungen und Umbenennung sowie IRQs siehe den Abschnitt "E/A-Anschlüsse und Schnittstellen" in Anhang B.

Parallel Port (parallele Schnittstelle)

Die Kategorie "Parallel Port" konfiguriert die interne parallele Schnittstelle des Systems. Sie kann auf 378h (Vorgabe), 278h oder 3BCh gesetzt oder mit OFF abgeschallele Schnittstelle des Systems. Sie kann auf 378h (Vorgabe), 278h oder 3BCh gesetzt oder mit OFF abgeschaltet werden.

Sie sollte auf der Vorgabe verbleiben, solange keine Erweiterungskarte diese Adresse erfordert.

Parallel Mode (Parallelbetrieb)

Die Kategorie "Parallel Mode" bestimmt, ob die interne parallele Schnittstelle als AT-kompatible (unidirektionale) oder PS/2-kompatible (bidirektionale) Schnittstelle arbeitet.

Das System unterstützt außerdem den ECP- (Anschluß mit verbesserter Leistungsfähigkeit) Modus, der vom Betriebssystem Windows 95 verwendet werden kann. Windows 95 setzt das ECP-Protokoll automatisch ein, wenn es ein ECP-kompatibles Gerät feststellt.

Diese Kategorie ist entsprechend des Peripheriegerätes zu setzen, das an die parallele Schnittstelle angeschlossen ist. Um den korrekten Modus festzustellen, siehe die Dokumentation zum Gerät.

IDE Hard Disk (IDE-Festplatte)

Die Kategorie "IDE Hard Disk" aktiviert oder deaktiviert die systeminterne EIDE-Festplattenschnittstelle.

In der Einstellung "Auto" (Vorgabe) schaltet das System, wenn notwendig, die interne EIDE-Schnittstelle aus und spricht einen als Erweiterungskarte installierten Festplattenkontroller an.

Als Teil der Neustartroutine sucht das System zuerst nach dem als Erweiterungskarte installierten, primären Festplattenkontroller. Wird kein solcher Kontroller festgestellt, aktiviert das System seine interne EIDE-Schnittstelle und verwendet IRQ14. Ist ein EIDE-Gerät am sekundären EIDE-Kanal angeschlossen, wird außerdem IRQ15 verwendet.

Wenn sich am Erweiterungsbus ein primärer Kontroller befindet, dann wird der interne EIDE-Kontroller deaktiviert.

In der Einstellung "Off" ist die systeminterne EIDE-Schnittstelle deaktiviert.

Diskette

Die Kategorie "Diskette" aktiviert/deaktiviert den systeminternen Diskettenlaufwerkkontroller.

Mit der Option "Auto" (Vorgabe) kann das System den integrierten Disketten-/Bandlaufwerkkontroller bei Bedarf deaktivieren, um u.U. eine in einem Steckplatz vorhandene Kontrollerkarte anzusprechen.

Ist die Option "Write Protect" (schreibgeschützt) gewählt, kann nicht auf die Disketten- und Bandlaufwerke geschrieben werden, die den in das System integrierten Diskettelaufwerkkontroller verwenden. (Lesen ist nach wie vor möglich). Wenn diese Option aktiviert ist, ist auch die Option "Auto" aktiviert (das System deaktiviert je nach Bedarf mit Hilfe dieser Option den internen Diskettenlaufwerkkontroller).

Die Option "Off" deaktiviert den systeminternen Diskettenkontroller und wird in erster Linie für die Systemdiagnose verwendet.

Speaker (Lautsprecher)

Die Kategorie "Speaker" legt fest, ob Systemtöne (ausgenommen Signaltöne) aus dem integrierten Lautsprecher zu hören sind. Änderungen dieser Kategorie werden sofort wirksam (das System muß nicht neu gestartet werden).

Doch selbst wenn "Speaker" auf "Off" gesetzt ist, werden Töne vom integrierten Audiokontroller aus dem integrierten Lautsprecher zu hören sein. Um den integrierten Lautsprecher vollständig zu deaktivieren, sind die folgenden Schritte auszuführen:

  1. Das Betriebssystem Windows 95 oder Windows NT aufrufen.
  2. Auf das Symbol "Lautsprecher" in der unteren rechten Ecke der Task-Leiste doppelklicken.
  3. Auf der Leiste "Master Out" "Erweiterte Kontrollen" im Menü "Optionen" wählen.
  4. Auf die Schaltfläche "Weitere" unter der Spalte "Master Out" klicken.
  5. Auf das Kästchen "Systemlautsprecher aus" klicken.

SCSI

Die Kategorie "SCSI" kontrolliert die systeminternen SCSI-Kontroller. Ihre Einstellungen lauten:

  • Off (Vorgabe)
  • Secondary Only (Nur sekundär)
  • Primary Only (Nur primär)
  • Primary and Secondary (Primär und sekundär)

Informationen zum Konfigurieren und Installieren von SCSI-Geräten befinden sich in "Einsatz der integrierten SCSI-Kontroller", und, "Laufwerke installieren".

Systemdaten

Die folgenden Kategorien zeigen Systeminformationen an und sind nicht einstellbar:

  • Die erste Kategorie zeigt den ermittelten Mikroprozessortyp und dessen Taktrate an.
  • Die dreistellige Nummer des im ID-Feld der CPU zeigt die Reihe und das Modell des im System installierten Mikroprozessors an. Diese Information ist nützlich für die Fehlersuche von Problemen, die sich auf den Mikroprozessor beziehen.
  • "Level 2 (L2) Cache" zeigt die Größe des integrierten L2-Cachespeichers auf der SEC-Chipkarte (Single-Edge Cartridge) an.
  • Die Kategorie "System Memory" gibt den gesamten Systemspeicher an, der ermittelt wurde, mit Ausnahme des Speichers auf EMS- (Expanded Memory Specifications [expandierte Speicherkennung]) Erweiterungskarten.

    Nach einer Speicheraufrüstung sollte anhand dieser Kategorie geprüft werden, ob der neue Speicher korrekt installiert ist und vom System erkannt wird.

  • "Service Tag" zeigt die 5-stellige Service-Kennummer des Systems an, die während der Systemherstellung von Dell im NVRAM (Nonvolatile Random-Access Memory [nichtflüchtiger Direktzugriffspeicher]) gespeichert wurde. Die Nummer ist bei Wartung oder technischer Hilfe anzugeben. Sie wird zudem von einigen Dell-Softwareprogrammen (z.B. dem Diagnoseprogramm) angesprochen.
  • "Asset Tag" zeigt die vom Anwender programmierbare Systemnummer an, wenn eine solche Nummer zugewiesen wurde. Mit dem Dienstprogramm "Asset Tag", welches zu den Softwareunterstützungsprogrammen gehört, kann eine bis zu zehnstellige Systemnummer in den NVRAM eingegeben werden. Informationen zur Benutzung dieses Dienstprogramms befinden sich im Abschnitt "Dienstprogramm Asset Tag".

Arbeiten mit der System-Paßwortfunktion

VORSICHT: Die Paßwortfunktionen bieten einen grundlegenden Sicherheitsschutz für die Daten des Systems. Sie sind jedoch keineswegs narrensicher. Wenn für die Daten eine höhere Sicherheit benötigt wird, sollten Sie zusätzliche Schutzfunktionen verwenden, z.B. ein Kodierprogramm.

Das Dell-System wird mit deaktivierter Paßwortfunktion ausgeliefert. Wenn die Systemsicherheit wichtig ist, sollte das Dell-System ausschließlich unter Paßwortschutz betrieben werden.

Die Vergabe eines Paßworts kann jederzeit bei Gebrauch des System-Setup-Programms erfolgen und wird im Abschnitt "System-Paßwort vergeben" behandelt. Nach Vergabe eines Paßworts haben nur noch autorisierte Personen vollen Zugriff auf die Systemfunktionen.

Wenn die Kategorie "System Password" auf "Enabled" gesetzt ist, fragt das System unmittelbar nach dem Neustart nach dem Paßwort.

Um ein vorhandenes System-Paßwort zu ändern, muß das Paßwort bekannt sein oder Zugang zum Innern des Systems bestehen (siehe "Vorhandenes System-Paßwort löschen oder ändern" weiter unten in diesem Abschnitt).

Wenn ein System-Paßwort vergeben und später vergessen wird, wird der Schlüssel zum System benötigt, um in das Innere des Chassis zu gelangen, wo die System-Paßwortfunktion durch Ändern einer Steckbrückeneinstellung geändert werden kann (siehe "Vergessenes Paßwort deaktivieren" weiter unten). Durch Löschen des System-Paßworts wird gleichzeitig auch das Setup-Paßwort gelöscht.

VORSICHT: Wenn das System unbeaufsichtigt und mit deaktivierter System-Paßwortfunktion oder offenem Gehäuse läuft, haben unbefugte Personen Gelegenheit, das Paßwort durch ein Umstecken der Steckbrücken zu deaktivieren und die auf der Festplatte gespeicherten Daten aufzurufen.

System-Paßwort vergeben

Vor der Vergabe eines Paßworts das Setup-Programm starten und die Kategorie "System Password" prüfen.

Bei zugewiesenem System-Paßwort steht der Status der Kategorie "System Password" auf "Enabled". Ist die Paßwortfunktion über Steckbrücke auf der Systemplatine deaktiviert, steht diese Kategorie auf "Disabled By Jumper". In beiden Fällen ist es nicht möglich, das Paßwort zu ändern oder neu zu vergeben.

Wenn kein Paßwort vergeben und die Steckbrücke auf der Systemplatine aktiviert (Vorgabe) ist, steht die Option für die Kategorie "System Password" auf "Not Enabled". Nur wenn diese Kategorie auf "Not Enabled" gesetzt ist, kann ein System-Paßwort wie folgt vergeben werden:

  1. Prüfen, daß die Kategorie "Password Status" auf "Unlocked" (Freigegeben) gesetzt ist.

    Für Hinweise zum Ändern der Einstellung für "Password Status" siehe "Password Status" weiter oben.

  2. Die Pfeiltaste Links oder Rechts drücken.

    Die Überschrift der Kategorie wechselt auf "Enter Password" (Paßwort eingeben). Daneben erscheint ein siebenstelliges Feld in eckigen Klammern.

  3. Das neue System-Paßwort eingeben.

    Es darf bis zu sieben Zeichen lang sein.

    Für jedes Zeichen (einschließlich <Leertaste>) erscheint im Feld ein Platzhalter.

    Die Paßwortfunktion erkennt Tasten durch deren Position auf der Tastatur. Sie unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Befindet sich z.B. im Paßwort ein M, dann ist M oder auch m zulässig.

    Bestimmte Tastenkombinationen sind ungültig. In diesem Fall ertönt ein Signalton aus dem Systemlautsprecher.

    Zeichen werden im Paßwort mit der <Rücktaste> oder der linken Pfeiltaste gelöscht.

    HINWEIS: Um das Feld ohne Vergabe eines System-Paßworts zu verlassen, die Taste <Tab> oder die Tastenkombination <Umschalt><Tab> drücken, um die Markierung auf ein anderes Feld zu stellen, oder <Esc> drücken, bevor Schritt 5 abgeschlossen wird.

  4. Die Taste <Eingabe> drücken.

    Ist das neue System-Paßwort kürzer als sieben Zeichen, wird dennoch das gesamte Feld mit Platzhaltern gefüllt. Die Überschrift der Kategorie wechselt auf "Verify Password" (Paßwort best ätigen). Daneben erscheint ein siebenstelliges Feld in eckigen Klammern.

  5. Paßwort zur Bestätigung nochmals eingeben und die Taste <Eingabe> drücken.

    Die Paßworteinstellung wechselt auf "Enabled"und das System-Paßwort ist jetzt gesetzt. Das System-Setup-Programm verlassen und die Arbeit aufnehmen. Der Paßwortschutz wird jedoch erst mit dem nächsten Systemneustart durch Drükken der Reset-Taste oder Aus- und Einschalten des Systems wirksam.

System über das System-Paßwort sichern

Bei jedem Einschalten des Systems, Drücken der Reset-Taste oder Neustarten des Systems durch Drücken der Tastenkombination <Strg><Alt><Entf> erscheint die folgende Aufforderung am Bildschirm, wenn "Password Status" auf "Unlocked" gesetzt ist:

Type in the password and...
- press <ENTER> to leave password security enabled.
- press <CTRL><ENTER> to disable password security.
Enter password:

(Paßwort eintippen und dann ...
- <Eingabe> drücken, um den Paßwortschutz im aktiven Status zu belassen.
- <Strg><Eingabe> drücken, um den Paßwortschutz zu deaktivieren.
Paßwort eingeben:)

Wenn die Kategorie "Password Status" auf "Locked" gesetzt ist, erscheint die folgende Aufforderung:

Type the password and press <Enter>.

(Paßwort eingeben und <Eingabe> drücken.)

Nach Eingabe des richtigen System-Paßworts und <Eingabe> führt das System den Neustart durch, und es kann wie gewohnt mit der Tastatur und/oder Maus gearbeitet werden.

HINWEIS: Wenn ein Setup-Paßwort zugewiesen wurde (siehe den Abschnitt "System-Paßwort löschen oder ändern" weiter unten), akzeptiert das System das Setup-Paßwort als alternatives System-Paßwort.

Wurde ein falsches oder unvollständiges Paßwort eingegeben, erscheint folgende Meldung auf dem Bildschirm:

** Incorrect password. **

Enter password:

(** Falsches Paßwort. **

Paßwort eingeben:)

Wird wiederum ein falsches oder unvollständiges Paßwort eingegeben, erscheint die gleiche Meldung.

Nach drei aufeinanderfolgenden fehlerhaften Versuchen wird die folgende Meldung ausgegeben:

** Incorrect password. **
Number of unsuccessful password
attempts: 3
System halted! Must power down.

(** Falsches Paßwort. **
Anzahl der fehlerhaften Paßworteingaben: 3
Das System hat gestoppt und muß ausgeschaltet werden.)

Die Anzahl nicht erfolgreicher Versuche zur Eingabe des korrekten System-Paßwortes kann auf den Versuch des unerlaubten Zugriffs auf des System durch Dritte aufmerksam machen.

Selbst nach dem erneuten Einschalten des Systems wird die vorherige Meldung bei jeder falschen oder unvollständigen Eingabe des System-Paßworts ausgegeben.

HINWEIS: Die Kategorie "PasswordStatus" kann zusammen mit "Setup Password" verwendet werden, um das System-Paßwort vor unerlaubten Änderungen zu schützen. Für weitere Informationen siehe "Password Status" weiter oben.

System-Paßwort löschen oder ändern

Zum Löschen oder Ändern eines System-Paßworts sind folgende Schritte erforderlich:

  1. System-Setup-Programm aufrufen und sicherstellen, daß die Kategorie "Password Status" auf "Unlocked" gesetzt ist.

    Das System-Setup-Programm durch Drücken der Tasten <Strg><Alt><Eingabe> starten. Durch Drücken der Tastenkombination <Alt><p> zur Seite 2 der Setup-Bildschirme wechseln. Für Hinweise zum Ändern der Einstellung für "Password Status" siehe "Password Status" weiter oben.

  2. System neu starten, damit zur Eingabe des System-Paßwortes aufgefordert wird.
  3. Nach Aufforderung das Paßwort eingeben.
  4. Das vorhandene System-Paßwort durch Drücken der Tastenkombination <Strg><Eingabe> deaktivieren, anstatt mit <Eingabe> den Normalbetrieb des Systems wieder aufzunehmen.
  5. Das System neu starten und das System-Setup-Programm gemäß der Beschreibung im Abschnitt "System-Setup-Programm aufrufen" weiter oben aufrufen.
  6. Die Kategorie "System Password" des Setup-Programms muß nun auf "Not Enabled" stehen.

    Wenn die Kategorie "System Password" auf "Not Enabled" steht, ist das Paßwort gelöscht worden. Mit Schritt 7 fortfahren, um ein neues Paßwort zuzuweisen.

    Andernfalls das System mit <Alt><b> neu starten und die Schritte 3 bis 6 wiederholen.

  7. Zur Vergabe eines neuen System-Paßworts siehe "System-Paßwort vergeben" weiter oben.

Setup-Paßwortfunktion benutzen

Das Dell-System wird mit deaktivierter Paßwortfunktion ausgeliefert. Wenn die Systemsicherheit wichtig ist, sollte das Dell-System ausschließlich unter Paßwortschutz betrieben werden.

Die Vergabe eines Setup-Paßworts kann beim jedem Ausführen des System-Setup-Programms erfolgen und wird im nächsten Unterabschnitt "Setup-Paßwort vergeben" behandelt. Nach Vergabe eines Setup-Paßworts haben nur noch autorisierte Personen vollen Zugriff auf die Systemfunktionen.

Um ein Setup-Paßwort zu ändern, muß das aktuelle Setup-Paßwort bekannt sein (siehe "Setup-Paßwort ändern" weiter unten in diesem Abschnitt). Wenn ein System-Paßwort vergeben und später vergessen wird, wird der Schlüssel zum System benötigt, um in das Innere des Chassis zu gelangen, wo die System-Paßwortfunktion durch Ändern einer Steckbrückeneinstellung geändert werden kann (siehe "Vergessenes Paßwort deaktivieren" weiter unten). Durch Löschen des Setup-Paßworts wird gleichzeitig auch das System-Paßwort gelöscht.

Setup-Paßwort vergeben

Ein Setup-Paßwort kann nur dann vergeben oder geändert werden, wenn die Kategorie "Setup Password" auf "Not Enabled" gesetzt ist. Zum Vergeben eines Setup-Paßworts die Kategorie "Setup Password" markieren und die Pfeiltaste Links oder Rechts drücken. Das System fordert dazu auf, ein Paßwort einzugeben und zu bestätigen. Bei Eingabe eines ungültigen Zeichens ist ein Signalton zu hören.

HINWEISE: Setup-Paßwort und System-Paßwort können identisch sein.

Wenn die beiden Paßwörter nicht identisch sind, kann das Setup-Paßwort als alternatives System-Paßwort eingesetzt werden. Das System-Paßwort kann jedoch nicht anstelle des Setup-Paßworts eingesetzt werden.

Nach dem Bestätigen des Paßworts wechselt die Einstellung von "Setup Password" auf "Enabled". Beim nächsten Aufruf des System-Setup-Programms fordert das System zur Eingabe des Setup-Paßworts auf.

Änderungen dieser Kategorie werden sofort wirksam (das System muß nicht neu gestartet werden).

Arbeiten mit aktiviertem Setup-Paßwort

Wenn die Kategorie "Setup Password" auf "Enabled" gesetzt ist, muß zuerst das korrekte Paßwort eingegeben werden, bevor die meisten Kategorien des System-Setup-Programms modifiziert werden können.

Nach Aufruf des System-Setup-Programms wird der zweite Bildschirm ausgegeben. Die Kategorie "Setup Password" ist hervorgehoben und das System fordert zur Eingabe des Paßworts auf.

Nach drei aufeinanderfolgenden, fehlerhaften Versuchen erlaubt das System lediglich das Einsehen der Setup-Bildschirme, nicht jedoch ein Ändern der Kategorien. Ausnahmen hierzu bilden folgende Kategorien:

  • Die Kategorien "Date", "Time", "CPU Speed", "Num Lock" und "Speaker" können weiterhin geändert werden.
  • Wenn das System-Paßwort nicht aktiviert und nicht über die Kategorie "Password Status" gesperrt ("Locked") ist, kann ein System-Paßwort vergeben werden (es ist jedoch nicht möglich, das aktuelle System-Paßwort zu deaktivieren oder zu ändern).

    HINWEIS: Die Kategorie "Password Status" kann zusammen mit "Setup Password" verwendet werden, um das System-Paßwort vor unerlaubten Änderungen zu schützen. Für weitere Informationen siehe "Password Status" weiter oben.

Setup-Paßwort löschen oder ändern

Zum Löschen oder Ändern eines Setup-Paßworts sind folgende Schritte erforderlich:

  1. System-Setup-Programm aufrufen.
  2. Zum Vergeben eines Setup-Paßworts die Kategorie "Setup Password" markieren und die Pfeiltaste Links oder Rechts drücken.

    Die Einstellung wechselt auf "Not Enabled".

  3. Den Anleitungen zur Vergabe eines neuen Setup-Paßworts (siehe weiter oben in diesem Kapitel) folgen.

Vergessenes Paßwort deaktivieren

Bei vergessenem System- oder Setup-Paßwort kann das System weder bedient noch Einstellungen im System-Setup-Programm geändert werden, bis das System geöffnet und die Einstellung der Paßwortsteckbrücke geändert wird, um die Paßworter zu deaktivieren und die vorhandenen Paßwörter zu löschen.

Zum Deaktivieren sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Systemgehäuse entfernen gemäß den Anweisungen in "Systemgehäuse entfernen".

    VORSICHT: Zuerst "Schutz vor elektrostatischen Entladungen" in den Sicherheitshinweisen am Anfang des Handbuchs lesen.

  2. Siehe "Steckbrücken" für Informationen über die Steckbrücken. Abbildung B-1 zeigt die Position der Paßwort-Steckbrücke (mit PSWD beschriftet) auf der Systemplatine.
  3. Die Steckbrücke vom Steckblock PSWD abziehen (Einstellung "deaktiviert").
  4. Systemgehäuse befestigen.
  5. System wieder ans Netz anschließen und einschalten.

    Durch einen Systemstart mit deaktiviertem Steckblock PSWD werden System- und Setup-Paßwort gelöscht.

    HINWEIS: Vor der Vergabe eines neuen Paßworts den Steckblock PSWD wieder aufstecken.

  6. Schritt 1 wiederholen.
  7. Die PSWD-Steckblock zum Aktivieren wieder ersetzen.
  8. Der Systemabdeckung befestigen, das System und die Peripheriegeräte ans Netz anschließen und einschalten.

    Durch einen Start mit installierter PSWD-Steckbrücke werden die Paßwortfunktionen wieder aktiviert. Beim Aufruf des System-Setup-Programms erscheinen beide Paßwortkategorien als "Not Enabled", was bedeutet, daß die Paßwortfunktion aktiviert ist, aber kein Paßwort vergeben wurde.

  9. Neues System- und/oder Setup-Paßwort vergeben.

    Zur Vergabe eines neuen System-Paßworts siehe "System-Paßwort vergeben" weiter oben; zur Vergabe eines neuen Setup-Paßworts siehe "Setup-Paßwort vergeben" weiter oben.

  10. Chassiseingriffsalarm zurücksetzen.

    Siehe "Chassiseingriff" weiter oben.


Nach einer Fehlermeldung

Erscheint während des Neustarts eine Fehlermeldung auf dem Bildschirm, ist diese Meldung aufzuschreiben. Vor dem Aufruf des System-Setup-Programms ist das Diagnose- und Fehlerbeseitungungshandbuch für eine Erklärung und Empfehlungen zur Korrektur von Fehlern aufzusuchen. (Eine Ausnahme zu dieser Routine bilden Fehlermeldungen, die nach Aufrüsten des Systemspeichers normalerweise beim ersten Neustart ausgegeben werden. In diesem Fall ist es nicht erforderlich, das Diagnose- und Fehlerbeseitigungshandbuch aufzusuchen - statt dessen sind die Anleitungen im Abschnitt "Systemspeicher erweitern" dieses Handbuchs zu befolgen.

Wenn die Wahl besteht, entweder <F1> zum Fortfahren zu drücken oder <F2> zum Starten des System-Setup-Programms, die Taste <F2> drücken.

© 2012 Dell | About Dell | Terms of Sale | Unresolved Issues | Privacy | About Our Ads and Emails | Dell Recycling | Contact | Site Map | Feedback

snEB12