Das BIOS-ROM des Systems enthält und startet die Diagnosesoftware. Sie können Tests für eine ausgewählte Komponente durchführen oder Stapel erstellen. Die grundlegenden Testmodi sind:
Der Modus User Interactive (Benutzer-Interaktiv) ermittelt Fehler einer angegebenen Komponente. Ein einzelner Test kann aus der Menüleiste ausgewählt und mit den gewünschten Parametern durchgeführt werden.
Der Modus Non-Interactive Batch (Nicht-interaktive Stapelverarbeitung) führt ausgewählte Tests als Stapelverarbeitung und ohne Eingriff durch den Benutzer durch. Um die Parameter für diesen Test festzulegen, markieren Sie das Menü Options (Optionen) und drücken Sie <Eingabe>. Markieren Sie Test Parameter (Testparameter), drücken Sie <Eingabe> und geben Sie die Parameter ein. Sie können auswählen, ob Tests einmal, mehrmals, für eine bestimmte Zeitperiode oder dauerhaft durchgeführt werden sollen.
Der Modus Interactive Batch (Interaktive Stapelverarbeitung) erfordert während eines Stapelverarbeitungs-Tests einige Eingriffe durch den Benutzer. Beim Lautsprecher-Test muß zum Beispiel bestätigt werden, ob der Lautsprecher die entsprechenden Töne ausgibt.
Wenn der Parameter für Interactive test (Interaktiver Test) auf Yes (Ja) gesetzt wird, ändert sich der zuvor beschriebene Modus Nicht-interaktive Stapelverarbeitung in den Modus Interaktive Stapelverarbeitung, in dem während des Stapelverarbeitungs-Tests Eingriffe durch den Benutzer erforderlich sind.
Der Modus Quick Batch Test (Schneller Stapelverarbeitungs-Test) führt eine schnelle Systemüberprüfung durch, um sicherzustellen, daß alle Systemkomponenten ordnungsgemäß arbeiten, wodurch zeitaufwendige Tests übersprungen werden, wie zum Beispiel die Festplattenlaufwerk-Tests.
Um das Systemdiagnoseprogramm aufzurufen, führen Sie folgende Schritte durch:
Schließen Sie das Client-System mit einem seriellen Kabel am System an.
Schalten Sie das Client-System ein und stellen Sie eine Hyperterminal-Verbindung her.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Start und zeigen Sie auf Programs (Programme)>Accessories (Zubehör)>
Communications (Kommunikation)>Hyperterminal.
Wählen Sie 115200 für Bits per second (Bits pro Sekunde), 8 für Data Bits (Datenbits), None (Keine) für Parity (Parität), 1 für Stop Bits (Stoppbits) und Xon\Xoff (Xein\Xaus) für Flow control (Flußkontrolle).
Starten Sie das Gerät neu.
Drücken Sie unmittelbar nach dem Einblenden der folgenden Meldung die Taste <F2>:
Press <F2> to Enter the Function Select Menu
(Drücken Sie <F2>, um das Menü Function Select [Auswahl Funktion] aufzurufen)
ANMERKUNG: Wenn Sie eine frühere Version von Microsoft® Windows® 2000 als Servicepack 2 verwenden, funktionieren die Funktionstasten nicht. Drücken Sie dann <Esc><2>.
Wenn Sie zu lange warten und das Betriebssystem gestartet wird, warten Sie, bis der Startvorgang abgeschlossen ist; fahren Sie dann das Gerät herunter und versuchen es erneut.
Wenn ein Menü eingeblendet wird, drücken Sie <4>, um die Systemdiagnose auszuführen.
Wenn eine Meldung mit der Frage eingeblendet wird, ob die Diagnose wirklich ausgeführt werden soll, drücken Sie <Y> (für Ja) und dann <Eingabe>.
ANMERKUNG: Das Systemdiagnoseprogramm wird erst gestartet, wenn der POST (Power-On Self-Test [Einschalt-Selbsttest]) abgeschlossen wurde.
In Tabelle 3-1 werden die Standardtasten aufgelistet, mit denen Informationen auf dem Bildschirm angezeigt oder geändert werden, und mit denen das Programm beendet wird. Die Tasten zum Steuern der Bildschirme im Gerät unterscheiden sich je nach Version des auf dem Konsolenumleitungs-Client-System installierten Betriebssystems.
Aufgrund von ANSI-Begrenzungen können nicht alle Tasten mit der Konsolenumleitung verwendet werden. In Tabelle 3-2 werden Tastenkombinationen für die auf dem Client-System verwendete Version von Windows aufgeführt.
Wählt Menüoptionen aus oder hebt die Markierung auf. Ausgewählte Optionen werden mit einem Sternchen angezeigt.
<Eingabe>
Startet einen Test oder zeigt Untermenüs an.
<Esc>
Bricht den derzeitigen Vorgang ab oder kehrt zum vorherigen Menü zurück. Im Hauptmenü beendet <Esc> das Systemdiagnoseprogramm und startet das System neu.
Bei den meisten Optionen werden alle Änderungen aufgezeichnet, aber erst beim nächsten Start des Systems wirksam. Für einige Optionen (wie im Hilfebereich angemerkt) werden Änderungen sofort wirksam.
Die Beschreibung der Diagnosetests wird in folgende Kategorien unterteilt: CPU, Speicher, Systemplatine, IDE-Festplattenlaufwerk und Netzwerk-Controller.
Wählen Sie Processor Tests (Prozessor-Tests) im Menü System für CPU-Tests. Durch diese Tests wird sichergestellt, daß die CPU ordnungsgemäß funktioniert. Die Prozessor-Tests enthalten folgende Komponenten:
Basic Functionality (Grundlegende Funktionalität) - überprüft, ob die CPU in allen Adressierungs-Modi richtig und effizient arbeitet. Der Test wird im 16-Bit-Realmodus durchgeführt.
Speed (Geschwindigkeit) - bestimmt die CPU-Taktrate und zeigt diese an. Auf dem Bildschirm wird die erwartete Prozessortaktrate und die derzeitige CPU-Taktrate angezeigt. Die CPU-Taktrate wird durch Bestimmung der Anzahl von CPU-Taktzyklen ermittelt, die während einer bekannten Zeitperiode auftreten.
Protected Mode (Geschützter Modus) - überprüft die Anweisungen des geschützten Modus, die normalerweise von den meisten modernen Betriebssystemen zum Wechsel in den geschützten Modus verwendet werden.
Coprocessor (Coprozessor) - überprüft die Funktionalität des mathematischen Coprozessors. Dieser Test lädt und speichert das Steuerungs- und Statuswort, überprüft den Datentransfer zwischen der CPU und dem mathematischen Coprozessor und testet die Ausnahme-Überprüfung während des Datentransfers.
Speichertests, die die Größe des Systemspeichers anzeigen, schreiben in alle Bereiche des installierten DRAM-Systemspeichers bis zu 2 GB. Das Systemdiagnoseprogramm isoliert fehlerhafte Speichermodule und blendet eine Meldung ein, in der die Lage des fehlerhaften Speichers identifiziert wird.
Speichertests beinhalten:
BIOS ROM Test (BIOS-ROM-Test) - überprüft den Datenpfad des BIOS-ROM und stellt sicher, daß das ROM schreibgeschützt ist.
Parity Test (Paritätstest) - findet Paritätsfehler im gesamten Systemspeicher. Mit diesem Test kann eine Datenverfälschung aufgrund von Hardwareproblemen des DRAM-Systemspeichers am besten identifiziert und angezeigt werden. Dieser Test überprüft den Paritätsfehler-Erkennungsschaltkreis im DRAM.
Pattern Tests (Mustertests) - einschließlich Testroutinen, bei denen eine Reihe von Testmustern in den Speicher geschrieben werden, die dann wieder zurückgelesen werden und mit den ursprünglichen, geschriebenen Mustern verglichen werden. Der Test Anweisungen in den Speicher schreiben und lesen wird für den gesamten DRAM durchgeführt. Die folgenden Tests sind Untertests des Mustertests.
Extended Pattern Test (Erweiterter Mustertest) enthält die folgenden beiden Testroutinen, bei denen Daten in den Speicher geschrieben, aus dem Speicher zurückgelesen und verglichen werden:
Walking 1's Test (Walking 1's-Test) verwendet die Testroutinen Walking 1's-Links und Walking 1's-Rechts, um Kurzschlüsse an Datenleitungen und bei 1 hängengebliebene Datenbits zu identifizieren.
Walking 0's Test (Walking 0's-Test) schreibt Verschiebungsmuster in den Speicher, um Speicherfehler zu finden. Dieser Test verwendet zwei Testroutinen zur Identifizierung unterbrochener Datenleitungen, die Tests Walking 0's-Links und Walking 0's-Rechts.
Random Memory Test (Zufälliger Speichertest) - schreibt ein zufälliges Bit-Muster in einen zufällig ausgewählten DRAM-Systemspeicher und liest denselben Speicher aus, um nach dem geschriebenen Bit-Muster zu suchen.
Address Test (Adressentest) - durchsucht kurzgeschlossene oder unterbrochene Schaltkreise auf Adressleitungen.
Refresh Test (Aktualisierungs-Test) - überprüft die Intervallrate der DRAM-Systemspeicheraktualisierung.
Data Bus Test (Datenbus-Test) - stellt sicher, daß der Datenbus ordnungsgemäß arbeitet.
External Cache Memory Test (Externer Cache-Speichertest) - identifiziert und testet den externen Cache-Speicher und führt dann einen zufälligen Mustertest innerhalb des Bereichs der Cache-Speichergröße durch, um Probleme mit dem Cache-Speicher zu erkennen.
Quick Memory Test (Schneller Speichertest) - überprüft schnell den gesamten, installierten Speicher.
DMA Controller Register Tests (Register-Tests des DMA-Controllers) - eine Reihe von Lese- und Schreibtests der Speicheradreßregister und Seitenregister der DMA-Controller 1 und 2.
Interrupt Controller Test (Interrupt-Controller-Test) - führt eine Reihe von Lese- und Schreibtests bei Interrupt-Masken-Registern durch und sucht nach verstreuten Interrupts, nachdem alle Interrupts maskiert wurden.
Timer Test (Zeitgeber-Test) - überprüft die Genauigkeit des Zeitgebers, indem er gegen den periodischen Interrupt der Echtzeituhr kalibriert wird.
Real Time Clock Test (Echtzeituhr-Test) - überprüft die Regulierung des Echtzeituhr-Interrupts, indem er gegen den Zeitgeber-0-Interrupt kalibriert wird.
CMOS Memory Validity Test (CMOS-Speicher Gültigkeitstest) - überprüft die Gültigkeit der Daten im CMOS-RAM und stellt sicher, daß die CMOS-RAM-Prüfsummen richtig sind. Dieser Test stellt außerdem sicher, daß sich die Batterie in einem betriebsbereiten Zustand befindet.
SMBus Test (SMBus-Test) - überprüft, ob der SMBus (System Management Bus [Systemverwaltungsbus]) ordnungsgemäß arbeitet. Dieser Test besteht aus dem allgemeinen SMBus-Test und den SMB-Zugriffstest.
Hardware Monitoring Tests (Hardwareüberwachungs-Tests) - liest die Werte der folgenden Komponenten und überprüft, ob diese sich in einem bestimmten Bereich befinden. Dieser Test überwacht die folgenden Meßungen:
Systemspannungen (2,0-V, 2,5-V oder 1,5-V, 5-V und 12-V)
Write Test (Schreibtest) - überprüft, ob das ausgewählte IDE-Festplattenlaufwerk Daten korrekt schreibt. Es wird ein Datenmuster auf das IDE-Festplattenlaufwerk geschrieben und anschließend zurückgelesen. Hierbei handelt es sich um einen Datenzerstörungstest. Dieser Test vernichtet alle Daten auf dem getesteten IDE-Festplattenlaufwerk. Der Datenzerstörungstest wird anfangs im Hintergrund ausgeführt. Wählen Sie Toggle Hidden Test Display (Anzeige von Hintergrundtest ein-/ausblenden), um den Test (Schreibtest) im Menü anzuzeigen. Wählen Sie Anzeige von Hintergrundtest ein-/ausblenden erneut, um den Test auszublenden.
HINWEIS: Bei dem IDE HDD-Schreibtest handelt es sich um einen datenvernichtenden Test im Hintergrund. Wenn dieser Test durchgeführt wird, werden alle Daten auf den getesteten Laufwerken gelöscht.
Read Test (Lesetest) - führt ein sequentielles und zufälliges Lesen auf dem angegebenen Teil des IDE-Laufwerks durch.
Verify Test (Überprüfungstest) - führt ein sequentielles und zufälliges Lesen und Überprüfen auf dem angegebenen Teil des IDE-Laufwerks durch.
Seek Test (Suchtest) - bestimmt die Fähigkeit zur Kopfbewegung des Festplattenlaufwerks über den angegebenen Zylinder und den Kopfbereich. Dabei wird ein sequentieller und ein zufälliger Suchtest durchgeführt.
Quick Test (Schnelltest) - überprüft, ob die Software vollständig auf das ausgewählte IDE-Festplattenlaufwerk zugreifen kann. Bei diesem Test werden kleine Sektorblöcke am Anfang, in der Mitte und am Ende des Festplattenlaufwerks gelesen.
CSR Access Test (CSR-Zugriffstest) - überprüft den Zugriff auf das i8255x Steuer-/Statusregister über E/A und Speicher.
Walking Bits Test (Walking Bits-Test) - führt einen Walking 1's-Test auf allen gültigen E/A-Registern durch.
Self Test (Selbsttest) - überprüft die Funktionalität der i8255x Micro-Machine, der internen Register und des internen ROM.
IRQ Test (IRQ-Test) - überprüft, ob i8255x ein Interrupt zugewiesen war, und erzwingt dann, daß der Controller einen IRQ erzeugt, um festzustellen, ob dieser ordnungsgemäß bestätigt wird.
MAC Address Test (MAC-Adressentest) - legt fest, ob die gespeicherte MAC-Adresse gültig ist.
Transmission Test (Übertragungstest) (Loopbacktest) - bestimmt, ob der i8255x-Controller Daten ordnungsgemäß überträgt und empfängt. Es sind zwei oder mehr i8255x-Ethernet-Controller im System erforderlich, um eine Verbindung über einen Hub oder über ein Überkreuzungskabel herzustellen.
ANMERKUNG: Das Ausführen dieses Tests ohne das Überkreuzungskabel erzeugt Fehler.
Verwenden Sie das Menü Optionen, um auszuwählen, wie Tests durchgeführt werden sollen. In jedem Menü können einzelne Tests durch Markieren des Tests und Drücken der Leertaste ausgewählt werden, oder es können Testgruppen über das Menü Optionen ausgewählt werden.
Toggle All (Alle umschalten) - wählt alle Tests oder hebt die Wahl aller Tests des Systemdiagnoseprogramms auf.
Toggle All Tests in Menu (Alle Tests im Menü umschalten) - wählt alle Tests oder hebt die Wahl aller Tests in einem ausgewählten Menü auf, wie zum Beispiel alle Tests im Menü Memory (Speicher).
Toggle All Quick Tests (Alle Schnelltests umschalten) - wählt alle Tests oder hebt die Wahl als Schnelltests klassifizierter Tests auf.
Run Selected Tests (Ausgewählte Tests ausführen) - führt alle Tests durch, die in den Menüs als ausgewählt angezeigt werden. Ausgewählte Tests werden mit einem Sternchen auf der linken Seite angezeigt.
Toggle Hidden Tests (Hintergrundtests ein-/ausblenden) - blendet Tests ein oder aus, die standardmäßig im Hintergrund durchgeführt werden, wodurch diese im Menü zur Auswahl angezeigt werden.
HINWEIS: Bei dem IDE HDD-Schreibtest handelt es sich um einen datenvernichtenden Test im Hintergrund. Wenn dieser Test durchgeführt wird, werden alle Daten auf den getesteten Laufwerken gelöscht.
Verwenden Sie das Menü Optionen, um auszuwählen, wie die Ergebnisse angezeigt werden sollen. Die Protokollierung der Testergebnisse reicht von einer detaillierten (wie zum Beispiel alle Testbezeichnungen, Startzeit, Endzeit und Fehler) bis zu einer grundlegenden Darstellung der Ergebnisse, bei der nur Fehler angezeigt werden.
Das Fehlerprotokoll identifiziert Fehler durch einen Fehlercode. Informationen über diese Codes finden Sie in der Datei errorcodes.txt auf der CD Resource.
Der Bericht enthält Informationen für das gesamte Testprotokoll, in dem alle durchgeführten Tests enthalten sind. Um dieses Testprotokoll zu löschen, wählen Sie das Menü Optionen, wählen Sie Clear Report (Bericht löschen) und drücken Sie <Eingabe>. Das Testprotokoll wird gelöscht, und im nächsten Testbericht werden nur die Ergebnisse der Tests angezeigt, die seit dem Löschen des Protokolls durchgeführt wurden.