Dieser Abschnitt ist eine Referenz für die Verfahren, die bei einer erforderlichen Diagnose verwendet werden.
Betriebsmodi
Der SNC verfügt über zwei Betriebsmodi: Normalbetrieb und Diagnosemodus. Auf dem Service-Terminal stehen zwei Befehle zur Verfügung, mit denen der SNC im gewünschten Betriebsmodus gestartet werden kann. Der SNC bleibt im aktuellen Betriebsmodus, bis er angewiesen wird, einen Neustart im anderen Modus durchzuführen.
Wenn der SNC im Diagnosemodus gestartet wurde, wird die Eingabeaufforderung diagmode > am Service-Terminal angezeigt. Im Diagnosemodus steht nur ein eingeschränkter Befehlssatz zur Verfügung, um die SNC-Schnittstelle zu testen. Außerdem sind die Gerätetreiber für die Ethernet-, Fibre-Channel- und SCSI-Schnittstellen deaktiviert, damit Schleifentests darauf durchgeführt werden können.
Starten im Diagnosemodus
Verwenden Sie den Befehl diagBoot, wenn die Sonderfunktionen des Diagnosemoduls des SNC benötigt werden. Siehe diagBoot. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Ziehen Sie alle SCSI- und FC-Kabel vom SNC ab. Andernfalls werden die auf den angeschlossenen Disketten- oder Bandlaufwerken gespeicherten Daten beschädigt.
Fahren Sie die Bibliothek ordnungsgemäß herunter.
Entfernen Sie das Ethernet-Kabel, falls vorhanden. Weitere Informationen zu den Schritten 3 und 4 finden Sie unter Anschließen an den Service-Port.
Schließen Sie das Terminal an den Service-Port an.
Schalten Sie die Bibliothek ein. Der Startvorgang der Bibliothek dauert länger als der der SNC.
Wenn die auf dem Service-Terminal angezeigte Befehlszeile diagmode > lautet, können Sie die gewünschten Diagnoseverfahren starten.
Wenn die auf dem Service-Terminal angezeigte Befehlszeile nicht diagmode > lautet, geben Sie den Befehl diagBoot ein.
Warten Sie, bis der Neustart des SNC abgeschlossen ist.
Wenn die Befehlszeile diagmode > angezeigt wird, können Sie die gewünschten Diagnoseverfahren starten.
Wiederherstellen des Normalbetriebs
Wenn sich der SNC im Diagnosemodus befindet, müssen Sie den Befehl normalBoot eingeben, um den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Siehe normalBoot.
Geben Sie am Service-Terminal den Befehl normalBoot ein.
Warten Sie, bis der Neustart des SNC abgeschlossen ist.
Geben Sie in die Befehlszeile den Wartungsplan (Maintenance Action Plan, MAP) ein, der Sie in den Diagnosemodus verwiesen hat.
Sonderfunktionen
Dieser Abschnitt enthält Informationen zu speziellen Verfahren.
Health Check
Die Funktion "Health Check" ermöglicht die regelmäßige Ermittlung des Betriebszustands eines SNC und der zugehörigen Schnittstellen und Geräte.
Manueller Health Check
Die Funktion "Health Check" wird nur dann manuell über das Service-Terminal ausgeführt, wenn sich der SNC im Normalbetrieb befindet. Für dieses Verfahren wird der Befehl hlthChkNow verwendet, der die Betriebsbereitschaft "Device Ready" (Health Check) sowie die Verfügbarkeit der SCSI-Geräte überprüft. Die SCSI-Zielgeräte müssen angeschlossen und eingeschaltet sein, damit die Funktion "Health Check" ihren Betriebszustand überprüfen kann.
Weitere Befehle der Funktion "Health Check" finden Sie im Abschnitt Referenz zu Service-Port-Befehlen unter Begriffen, die mit dem Präfix hlthChk beginnen.
Halten Sie alle Eingaben/Ausgaben an.
Entfernen Sie das Ethernet-Kabel, falls vorhanden.
Schließen Sie das Terminal an den Service-Port an.
Geben Sie am Service-Terminal den Befehl hlthChkNow ein.
Überprüfen Sie die am Service-Terminal angezeigten Ergebnisse, um den Status der Schnittstellen und angeschlossenen Geräte zu ermitteln.
Wenn ein Fehler angezeigt wird, führen Sie den entsprechenden MAP durch. Falls nicht, beenden Sie diesen Schritt.
Ereignisprotokollausgabe
Die im Ereignisprotokoll des SNC gespeicherten Events können auf dem Service-Terminal angezeigt werden. Diese Informationen können nützlich sein, da Sie die normalen und anormalen Ereignisse anzeigen können, die Ihnen möglicherweise Hinweise zur Ursache einer internen oder externen Fehlfunktion gibt.
Jeder Eintrag setzt sich aus einer laufenden Nummer, dem Datum, der Uhrzeit, dem Ereigniscode, der Ereignisquelle (Name der Schnittstelle oder des Systemprozesses), einem Index und einer Beschreibung des Ereignisses zusammen. Wenn die Echtzeituhr eingestellt worden ist, zeigt der Zeitstempel die Echtzeit an. Andernfalls muss die Zeit relativ zur Startzeit interpretiert werden.
Das Ereignisprotokoll enthält mehr als 2000 Ereignisse. Wenn die Kapazitätsgrenze des Protokolls erreicht wurde, werden die ältesten Ereignisse durch die aktuellen Ereignisse überschrieben. Sie können sich nur die Ereignisse anzeigen lassen, die seit dem letzten Start des SNC aufgetreten sind, oder Sie können eine lange Liste von Ereignissen anzeigen, in der auch die Ereignisse vorhergehender Betriebsperioden enthalten sind. Sie können Ereignisse nach Schweregrad (Severity Level) anzeigen. Wenn Sie Warning auswählen, werden Warnmeldungen und Hinweise angezeigt. Wenn Sie Information auswählen, werden Informationen, Warnmeldungen und Hinweise angezeigt.
Das Ereignis wird auch im Ereignisprotokoll des SNC zusammen mit dem Namen einer Datei aufgezeichnet, die im Flash-Dateisystem gespeichert wurde. Diese Datei enthält Informationen über den Status der FC-Schnittstelle vor dem Rücksetzvorgang. Um die Datei aufzurufen, gehen Sie wie folgt vor:
Drücken Sie die <Enter>-Taste auf dem Service-Terminal. Wenn die Befehlszeile nicht angezeigt wird, fahren Sie mit Service-Port-MAP fort, um festzustellen, ob das RS-232-Kabel und das Service-Terminal fehlerfrei arbeiten.
Geben Sie am Service-Terminal den Befehl cd /ffs/dump ein, um in das Verzeichnis DUMP zu verzweigen.
Geben Sie am Service-Terminal den Befehlls ein, um eine Liste der Dateien in dem Verzeichnis anzuzeigen. Wenn die Fehlerbedingung mehrmals aufgetreten ist, gibt es möglicherweise mehrere Dateien.
HINWEIS: Die Namen von Ausgabedateien haben die Dateierweiterung .dmpDie Dateien werden automatisch gelöscht, wenn Sie die Firmware des SNC aktualisieren.
Speichern Sie die Dateien mit der Kommunikationssoftware, mit der Sie arbeiten, oder verwenden Sie dazu die Schritte 6 - 8 der HyperTerminal-Anweisungen. Nachdem Sie die Dateien gespeichert haben, fahren Sie mit Schritt 9 fort.
Wenn Sie in einem HyperTerminal-Fenster arbeiten, geben Sie Folgendes ein: sz fc1.dmp
Der Dateiname fc1.dmp dient nur als Beispiel.
Geben Sie einen Dateinamen in Hochkommata an, mit höchstens 8 Zeichen zuzüglich der Dateierweiterung .dmp
Wählen Sie im HyperTerminal-Fenster Transfer and Receive File aus.
Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7, um weitere Dateien über ein HyperTerminal-Fenster zu speichern. Fahren Sie mit Schritt 9 fort.
Erkundigen Sie sich bei Dell, wie die Ausgabedatei zur Analyse an Dell geschickt werden soll. Siehe den Abschnitt Technische Unterstützung.
Befehle zu Betriebsmodi
diagBoot
Dieser Befehl dient nur zum Umschalten eines SNC vom Normalbetrieb in den speziellen Diagnosemodus. Der Befehl führt folgende Aufgaben durch:
stellt sicher, dass das Verzeichnis /nvfs/mt vorhanden ist
kopiert die vorhandene Startzeile in eine Datei im Verzeichnis /nvfs/MT im SNC
installiert eine neue Startzeile, die den SNC zum Starten mit einem speziellen Diagnose-Startskript anweist - /ffs/MT/diagnstk.rc
benennt die permanente Zuweisungsdatei config/device.map in config/device.bak um (nach dem Neustart wird eine neue Datei generiert)
gibt einen Befehl zum Neustarten aus, damit die Änderungen in Kraft treten
normalBoot
Der Befehl normalBoot dient nur zum Umschalten des SNC vom speziellen Diagnosemodus in den Normalbetrieb. Der Befehl führt folgende Aufgaben durch:
stellt die Startzeile wieder her (zuvor kopiert von diagBoot
löscht die neue gültige Gerätezuordnung und benennt die ursprüngliche Zuordnungsdatei wieder in config/device.map um, um sie für den Neustart des SNC wiederherzustellen
startet den SNC neu
Diagnosebefehle
Dieser Abschnitt soll als Referenz für die Befehle dienen, die im Diagnosemodus des SNC zur Verfügung stehen.
Im Diagnosemodus steht nur ein eingeschränkter Befehlssatz zur Verfügung. Sie müssen den Befehl showBox sowie drei weitere Befehle mit dem Suffix Test verwenden, wenn die Ethernet-, FC- und SCSI-Schnittstellen getestet werden.
Für den entsprechenden Schleifentest benötigen Sie einen Ethernet-Schleifenstecker, einen FC-Schleifenstecker sowie ein SCSI-Kabel.
VORSICHT: Ziehen Sie alle SCSI- und FC-Kabel vom SNC ab. Andernfalls werden die auf den angeschlossenen Disketten- oder Bandlaufwerken gespeicherten Daten beschädigt.
elTest
elTest ist der Ethernet-Schleifentest. Um diesen Befehl verwenden zu können, muss sich der SNC im Diagnosemodus befinden, und der Ethernet-Anschluss muss mit einem Schleifenstecker versehen sein.
diagmode > elTest === Testing Ethernet === Init. complete. Ethernet OK value = 0= 0x0
Die Diagnosefunktion führt eine Reihe von Schleifentests durch. Die Testdaten werden übertragen und überprüft. Ein Test mit gutem Ergebnis wird mit der Meldung "Ethernet OK" abgeschlossen.
Wenn Fehler festgestellt werden, wird die Anzahl der schlechten Testdurchläufe, wie nachfolgend dargestellt, angegeben. Wenn der Test nicht fehlerfrei beendet wurde, kehren Sie zu dem MAP zurück, der Sie zu diesem Test verwiesen hat.
=== Testing Ethernet === Init complete. Ethernet timeout error Ethernet timeout error Ethernet timeout error Ethernet timeout error Ethernet timeout error Ethernet timeout error Ethernet test reported 6 errors out of 12 iterations value = 6= 0x6
fcSlotTest [x]
Um diesen Befehl verwenden zu können, muss sich der SNC im Diagnosemodus befinden, und der GBIC muss mit einem Schleifenstecker versehen sein.
Der Befehl fcSlotTest führt einen Vertrauenstest an einem FC-Steckplatz durch. Ersetzen Sie x durch die Nummer des FC-Steckplatzes, den Sie testen möchten. Dieser Befehl kann zum Testen des Steckplatzes oder des Kabels verwendet werden.
Das nachfolgende Beispiel zeigt die Anzeige bei einer Prüfung des FC-Steckplatzes Nr. 1.
diagmode > fcSlotTest 1 FC 1 [##########] Iterations 51 Errors 0 - PASSED FC Port 1 returns PASSED value = 0 = 0x0
Fibre Test 1 nicht bestanden:
diagmode > fcSlotTest 1 FC 1 [##########] Iterations 7799 Errors 7799 - FAILED FC Port 1 returns FAILED value = -1 = 0xffffffff = pNullDmaDesc + 0xfe4ea9f7
HINWEIS: Wenn die LED "link" des Fibre Channels nicht leuchtet, wird der Test nicht bestanden.
scsiChannelTest (x,y)
Um diesen Befehl verwenden zu können, muss sich der SNC im Diagnosemodus befinden, und zwei SCSI-Kanäle müssen mit einem SCSI-Kabel verbunden sein.
Der Befehl scsiChannelTest führt einen Vertrauenstest an einem SCSI-Kanal-Paar durch. Ersetzen Sie x und y durch die Nummern der SCSI-Kanäle, die Sie testen möchten. Klammern sind optional. Dieser Befehl kann zum Testen der SCSI-Schnittstelle oder des SCSI-Kabels verwendet werden.
Das nachfolgende Beispiel zeigt die Anzeige bei einer Prüfung der SCSI Channels 1 und 2.
Nachfolgend sehen Sie eine Beispielausgabe für die Prüfung eines SCSI-Anschlusses, bei der Fehler festgestellt wurden. Wenn der Test nicht fehlerfrei beendet wurde, kehren Sie zu dem MAP zurück, der Sie zu diesem Test verwiesen hat.
SCSI Test nicht bestanden (Kabel nicht angeschlossen):
diagmode > scsiChannel Test (1,2) SCSI Initiator Error(s) - STO iUnk SCSI Initiator Error(s) - STO iUnk SCSI-1 -> SCSI-2 [SCSI Initiator Error(s) - STO iUnk ERROR, i = 1 ] 1 iterations FAILURE SCSI-2 -> SCSI-1 [SCSI Initiator Error(s) - STO iUnk ERROR, i = 1 ] 1 iterations FAILURE value = -1 = 0xffffffff = pNullDmaDesc = 0xfe4ea9f7
showBox
Der Befehl showBox zeigt die in einem SNC vorhandenen Komponenten an, wobei Zeichen verwendet werden, um eine Rückansicht der Einheit darzustellen. Dieser Befehl gibt auch die Kabelanforderungen für jeden Steckplatz an.
Abbildung 1. showBox
supportDump
Der Befehl supportDump zeigt das Ergebnis einer Reihe von Service-Port-Befehlen in einer standardmäßigen und einer speziellen Reihenfolge an. Die sich daraus ergebende Datei wird zur Fehlerbehebung verwendet. Die einzelnen durch den Befehl supportDump aufgerufenen Befehle lauten: