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Einführung: Dell OpenManage Server Administrator Version 1.9 Befehlszeilenoberflächen-Benutzerhandbuch

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Einführung

Dell OpenManage™ Server Administrator Version 1.9
Befehlszeilenoberflächen-Benutzerhandbuch

  Neues für die Version 1.9

  CLI-Befehle über Windows-Befehlseingabeaufforderungen verwenden

  Primäre CLI-Befehle

  CLI-Fehlerprüfung und -Fehlermeldungen

  Skripterstellung und Vergleiche mit der CLI

  Überblick über die Befehlssyntax


Unabhängig davon, ob Sie die graphische Benutzeroberfläche (GUI) oder die Befehlszeilenbenutzeroberfläche (CLI) verwenden, führt der Server Administrator wesentliche Systemverwaltungsaufgaben aus.

Mit Hilfe der Funktionen Berichten und Anzeigen kann der Gesamt-Funktionszustand der Systeme auf dem Netzwerk abgerufen werden. Auf der Komponentenebene können Informationen über Spannungen, Temperaturen, Strom, Lüfterdrehzahl, Speicherfunktion und zahlreiche andere kritische Einzelheiten über Komponenten angezeigt werden. In der zusammenfassenden Darstellung wird eine detaillierte Aufstellung vieler relevanter Betriebskosten-Fakten über das System angezeigt. Versionsinformationen für BIOS, Firmware, Betriebssystem und alle installierten Softwareprogramme können problemlos abgerufen werden. Außerdem können BIOS- und Firmware-Pakete aktualisiert und Diagnosetests an Systemkomponenten durchgeführt werden.

Anhand bestimmter Konfigurationsfunktionen kann der Server Administrator wesentliche, in den folgenden Abschnitten detailliert beschriebene Aufgaben durchführen.

ANMERKUNG: Wenn Sie Sicherheitsbedenken haben, können Sie statt der Server Administrator- Startseite die CLI verwenden und den Web-Server des Server Administrators deaktivieren. Die CLI verwendet nicht den Web-Server. Verwenden Sie den Befehl omconfig system webserver action=stop, um den Web-Server zu deaktivieren. Dieser Befehl muss bei jedem Systemstart erteilt werden, da der Web-Server automatisch nach einem Neustart startet. Für weitere Informationen siehe "omconfig system webserver".

Neues für die Version 1.9

  • Zusätzlicher Support für den erweiterten Server Administrator Storage Management Service


CLI-Befehle über Windows-Befehlseingabeaufforderungen verwenden

Wenn Sie einen Server Administrator-CLI-Befehl über eine Befehlseingabeaufforderung im Microsoft® Windows®-Betriebssystem ausgeben, stellen Sie sicher, dass Sie die 32-Bit-Befehlseingabeaufforderung verwenden. Sie haben Zugriff auf die 32-Bit-Eingabeaufforderung indem Sie auf die Schaltfläche Start klicken und auf die Programme Zubehör Eingabeaufforderungs-Verknüpfung zeigen oder indem Sie auf die Schaltfläche Start klicken, Ausführen auswählen und dann cmd.exe in das Dialogfeld Ausführen eingeben.

Vermeiden Sie die DOS-Eingabeaufforderung die durch den Befehl command.com gestartet wird. Dieser Befehl startet eine 16-Bit DOS-Eingabeaufforderung und könnte unerwartete Ergebnisse verursachen.


Primäre CLI-Befehle

Die Befehle, mit denen die Funktionen des Server Administrators ausgeführt werden, lauten:

    • omconfig

    • omdiag

    • omhelp

    • omreport

    • omupdate

Der Befehl omconfig schreibt Werte, die den Eigenschaften eines Objekts zugewiesen wurden. Warnungsschwellenwerte für Komponenten können angegeben werden, oder es kann vorgeschrieben werden, welche Maßnahmen das System ergreifen soll, wenn ein bestimmtes Warn- oder Fehlerereignis eintritt. Mit dem Befehl omconfig können den Bestandsinformationsparametern des Systems bestimmte Werte zugewiesen werden, wie z. B. der Kaufpreis des Systems, die Systemkennnummer oder der Systemstandort.

Der Befehl omdiag führt Diagnosetests an der Systemhardware aus, um Probleme einzugrenzen.

Der Befehl omhelp zeigt kurze Texthilfen für CLI-Befehle an. Der omhelp entsprechende Kurzbefehl ist der Befehl, für den Sie Hilfe benötigen, gefolgt von -?. Zum Beispiel, um die Hilfe für den Befehl omreport anzuzeigen, geben Sie einen der folgenden Befehle ein:

omhelp omreport

omreport -?

Der Befehl omreport erzeugt Berichte über die Verwaltungsinformationen des Systems.

Der Befehl omupdate installiert die neuesten Aktualisierungspakete für BIOS und Firmware des Systems.

ANMERKUNG: Eine Gesamtzusammenfassung der CLI-Befehle erhalten Sie durch Eingabe von omhelp.

Tabelle 1-1 listet die vom Server Administrator hauptsächlich verwendeten CLI-Befehle auf. Dieses Handbuch enthält einen eigenen Abschnitt für jeden primären Befehl.

Tabelle 1-1. CLI-Befehle und Abschnitte in diesem Handbuch 

Primärer CLI-Befehl

Titel des Abschnitts

Verwandte Abschnitte

omconfig

omconfig: Komponenten mit Hilfe des Instrumentation Service verwalten

omconfig system assetinfo: Betriebskostenwerte bearbeiten

omconfig rac: Remote Access Controller verwalten

omdiag

omdiag: Verwendung des Diagnosedienstes

 

omhelp

omhelp: Wie Sie Hilfe zu CLI-Befehlen bekommen

 

omreport

omreport: Systemstatus mit Hilfe des Instrumentation Service anzeigen

omreport storage: Speicherberichte verwenden

omreport rac: Komponenten des Remote-Zugriff-Controller anzeigen

omupdate

omupdate: Aktualisierungsdienst für BIOS, Firmware, NIC-Treiber und Gerätetreiber verwenden

 

Weitere hilfreiche Themen zur CLI sind:


CLI-Fehlerprüfung und -Fehlermeldungen

Die CLI überprüft die Befehle bei der Eingabe auf die korrekte Syntax. Wenn ein Befehl eingegeben und dann erfolgreich ausgeführt wird, wird eine Meldung angezeigt, die über die erfolgreiche Ausführung des Befehls informiert.

Die richtige Befehlszeile verwenden

Geben Sie nicht command in das Dialogfeld Ausführen ein, um ein Befehlszeilenfenster zu starten; dadurch wird der MS-DOS®-Emulator command.com gestartet, der durch Einschränkungen der Betriebsumgebungsvariablen kleine Probleme mit der CLI verursachen kann. Verwenden Sie stattdessen die Verknüpfung Eingabeaufforderung (klicken Sie auf die Schaltfläche Start und zeigen Sie auf Programme Zubehör Eingabeaufforderung) oder geben Sie cmd im Dialogfeld Ausführen ein, um die 32-Bit-Befehlszeilenanwendung zu verwenden.

Erfolgsmeldungen

Für einen erfolgreichen omreport-Befehl werden Daten über die jeweilige Komponente angezeigt. Wenn Daten für die Komponente angezeigt werden, ist der Befehl erfolgreich.

In den folgenden Beispielen für den Befehl omconfig werden gültige CLI-Befehle und deren Erfolgsmeldungen angezeigt:

Befehl:

omconfig chassis temps index=0 warnthresh=default

Meldung:

Temperature probe warning threshold value(s) set successfully.

(Temperatursonden-Warnungsschwellenwert[e] wurde[n] erfolgreich eingestellt.)

Befehl:

omconfig chassis biossetup attribute=speaker setting=on

Meldung:

BIOS setup configured successfully.

(BIOS-Setup wurde erfolgreich konfiguriert.)

Befehl:

omconfig system assetinfo info=depreciation duration=6

Meldung:

Asset information set successfully.

(Bestandsinformationen erfolgreich eingestellt.)

Fehlermeldungen

CLI-Fehlermeldungen erklären dem Benutzer weshalb manche Befehle fehlschlagen. Häufige Ursachen für das Scheitern von Befehlen sind u.a. Syntaxfehler und nicht vorhandene Komponenten. Viele Fehlermeldungen enthalten Syntaxinformationen, mit denen der Befehl erfolgreich ausgeführt werden kann.

Bei dem Versuch, einen Befehl für eine Komponente oder eine Funktion auszuführen, die in der Systemkonfiguration nicht vorhanden ist, verweist die Fehlermeldung darauf, dass die betreffende Komponente fehlt.

Befehl:

omreport chassis currents

Meldungsbeispiel:

Error! No current probes found on this system.

(Fehler! Es wurden auf diesem System keine Stromsonden gefunden.)

Befehl:

omconfig chassis volts index=3 minwarnthresh=3.3000

Meldungsbeispiel:

Error! Number with up to 3 digits after decimal point expected, read 3.3000

(Fehler! Zahl mit bis zu drei Stellen nach Dezimalkomma erwartet, gelesen: 3,3000.)

The value given by the command specifies more than 3 digits after the decimal point. A valid minimum warning threshold value for volts contains up to 3 digits after the decimal point.

(Der vom Befehl angegebene Wert gibt mehr als drei Stellen nach dem Dezimalkomma an Ein gültiger Minimal-Warnungsschwellenwert für Volt hat bis zu drei Stellen nach dem Dezimalkomma.)

Geben Sie Folgendes ein:

omconfig chassis volts index=3 minwarnthresh=3.300

Wenn der geänderte Befehl mit drei Dezimalstellen eingegeben wird, wird eine weitere Fehlermeldung angezeigt:

Error! This voltage probe min warning threshold must be between 11.400 and 12.480.

(Fehler! Der minimale Warnungsschwellenwert für diese Spannungssonde muss zwischen 11,400 und 12,480 liegen.)

Geänderter Befehl:

omconfig chassis volts index=3 minwarnthresh=11.500

Meldung:

Voltage probe warning threshold(s) set successfully.

(Warnungsschwellenwert[e] für Spannungssonde erfolgreich eingestellt.)


Skripterstellung und Vergleiche mit der CLI

Über die CLI des Server Administrators kann ein Administrator Stapelverarbeitungsprogramme oder Skripts schreiben, die vom Betriebssystem auszuführen sind. Im Falle eines Unternehmens mit einer Vielzahl von Systemen kann ein Administrator ein Konfigurationsskript schreiben, das die Warnungsschwellenwerte für jede Hauptkomponente eines Systems sowie ein Maßnahmenpaket bestimmt, den jedes System nach Anweisung des Administrators im Falle eines Warn- oder Fehlerereignisses ausführen muss. In sehr kritischen Fällen könnte der Administrator ein Skript schreiben, damit das System zur Schadensvermeidung heruntergefahren wird. Der Administrator könnte dieses Skript dann an viele verwaltete Systeme gleichzeitig verteilen und ausführen. Ein Szenario dieser Art erleichtert die Konfiguration einer beliebigen Anzahl neuer, von einem Unternehmen erworbener Systeme, und vereinfacht die Implementierung neuer Systemverwaltungsrichtlinien über zahlreiche vorhandene Systeme hinweg, die neu konfiguriert werden müssen.

Ein ähnliches Szenario könnte zur Bestückung einer großen Anzahl neu erworbener Systeme mit detaillierten Bestandsinformationen benutzt werden. Viele der Informationen wären gleich, wie etwa der Hersteller oder die Leasingfirma des Systems, ob Support-Leistungen für das System durch Outsourcing zur Verfügung gestellt werden, der Name der Versicherung des Systems, die Abschreibungsmethode usw. Jede Variable, die bei allen Systemen gleich ist, könnte als Skript erstellt, an alle verwalteten Systeme verteilt und ausgeführt werden. Bestandsinformationen, die nur für ein bestimmtes System zutreffen, könnten in Form eines Gruppenskripts erfasst und zur Ausführung an den betreffenden verwalteten Knoten gesendet werden. So könnte ein Skript z. B. Werte für alle eindeutigen Variablen angeben, wie etwa Besitzer, Telefonnummer des primären Benutzers, Systemkennnummer usw. Skripts für die Besetzung eindeutiger Werte könnten alle eindeutigen Variablen gleichzeitig verteilen, und nicht der Reihe nach über die Befehlszeile des Systems.

In vielen Fällen kann der Benutzer, der eine genau definierte Aufgabe durchführen möchte, mit Hilfe der CLI Informationen über das System schnell abrufen. Für einen Benutzer, der eine umfassende Zusammenfassung aller Systemkomponenten durchsehen und diese zusammenfassenden Informationen in einer Datei speichern möchte, um sie mit späteren Systemzuständen vergleichen zu können, stellt die CLI eine ideale Lösung dar.

Administratoren können mit Hilfe von CLI-Befehlen Stapelverarbeitungsprogramme oder Skripts schreiben, die zu bestimmten Zeiten ausgeführt werden. Wenn diese Programme ausgeführt werden, können Berichte über gewünschte Komponenten erfasst werden, z. B. über Lüfterdrehzahlen in Zeiten hoher Systembelastung, die dann mit den gleichen Messungen in Zeiten niedrigster Systemnutzung verglichen werden können. Befehlsergebnisse können zur späteren Analyse an eine Datei weitergeleitet werden. Berichte können Administratoren dabei unterstützen, Informationen zu sammeln, die zur Korrektur von Nutzungsmustern, zur Rechtfertigung der Anschaffung neuer Systemressourcen oder zum Lenken der Aufmerksamkeit auf den Zustand einer problembehafteten Komponente benutzt werden können.


Überblick über die Befehlssyntax

Befehle sind von unterschiedlicher Komplexität. Der einfachste Befehl verfügt lediglich über Befehlsebene 1. Bei dem Befehl omhelp handelt es sich um einen einfachen Befehl. Wenn Sie omhelp eingeben, wird eine Liste der wichtigsten CLI-Befehle angezeigt.

Die nächste Komplexitätsstufe enthält Befehle mit den Befehlsebenen 1 und 2. Alle Info-Befehle sind Beispiele für Komplexität der Befehlsebene 2. Mit den Befehlen omconfig about, omdiag about, omreport about und omupdate about wird eine sehr kurze Zusammenfassung angezeigt. Diese Zusammenfassung zeigt Versionsinformationen für die auf dem System installierte Systemverwaltungssoftware; z. B. Server Administrator 1.x.

Einige Befehle besitzen die Befehlsebene 1 und die Befehlsebene 2 sowie ein Name=Wert-Paar. Dazu gehört z. B. der folgende Befehl, der den Server Administrator anweist, das System-BIOS mit einem bestimmten Paket zu aktualisieren:

omupdate biosupdate path=C:\bios\2400a07.zip

Befehlsebene 1 ist omupdate, Befehlsebene 2 ist biosupdate und das Name=Wert-Paar ist path=C:\bios\2400a07.zip.

Viele Befehle verwenden die Befehlsebenen 1, 2 und 3, ohne jedoch Parameter (Name=Wert-Paare) zu erfordern. Zu diesem Typ gehören die meisten omreport-Befehle. Zum Beispiel:

omreport system alertaction

bewirkt die Anzeige einer Liste von Warnungsmaßnahmen, die für Komponenten im System konfiguriert sind.

Die komplexesten Befehle besitzen alle drei Befehlsebenen und können mehrere Name=Wert-Paare enthalten. Beispiel mit zwei Name=Wert-Paaren:

omconfig system assetinfo info=depreciation duration=3

Beispiel mit neun Name=Wert-Paaren:

0omconfig system assetinfo info=acquisition
purchasecost=<n> waybill=<n> installdate=<TTMMJJ>
purchasedate= <TTMMJJ> ponum=<n> signauth=<Text>
expensed=<ja | nein> costcenter=<Text>

In jedem Abschnitt sind die Befehlssyntax und andere Informationen über Befehle mit einem der folgenden Felder (soweit diese zutreffen) formatiert:

Befehlsebene 1

Befehlsebene 2

Befehlsebene 3

Name=Wert-Paar 1

Name=Wert-Paar 2


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