Dell OpenManage Server Administrator
Version 1.9
Befehlszeilenoberflächen-Benutzerhandbuch
Ausgabeoptionen für Befehlsergebnisse
Benutzer der Server Administrator- Befehlszeilenbenutzeroberfläche (CLI) können Befehlsausgaben auf verschiedene Weise verwenden. In diesem Abschnitt wird erläutert, wie eine Befehlsausgabe in einer Datei gespeichert und ein Format für Befehlsergebnisse ausgewählt wird, das unterschiedlichen Zielen gerecht wird.
CLI-Befehlsausgaben werden in einem Befehlsfenster, in einem X-Terminal oder auf einem Bildschirm als Standardausgabe angezeigt, abhängig vom Betriebssystem.
Befehlsergebnisse können in eine Datei umgeleitet werden, anstatt als Standardausgabe angezeigt zu werden. Durch das Speichern einer Befehlsausgabe in einer Datei kann die Ausgabe für spätere Analysen oder Vergleiche wiederverwendet werden.
Unabhängig davon, ob die Befehlsergebnisse als Standardausgabe angezeigt oder in eine Datei geschrieben werden, können die Ergebnisse formatiert werden. Das ausgewählte Format bestimmt, wie die Befehlsausgabe angezeigt und wie sie in eine Datei geschrieben wird.
Jedes Betriebssystem verfügt über eine Methode zur Steuerung der Art und Weise, in der die Befehlsergebnisse in der Standardausgabe angezeigt werden. Mit dem folgenden Befehl kann sichergestellt werden, dass Befehlsergebnisse nicht durchlaufen werden, bevor Sie Gelegenheit haben, sie zu lesen. Die Befehlssyntax eignet sich sowohl für die Microsoft® Windows ®-Befehlsaufforderung als auch für das Red Hat® Linux-Terminal. Um bei der Anzeige einer Befehlsausgabe das Durchlaufen zu kontrollieren, geben Sie den CLI-Befehl ein, gefolgt vom Pipe-Symbol und dem Wort more. Geben Sie z. B. ein:
omreport system summary | more
Daraufhin wird der erste Bildschirm der Systemzusammenfassung angezeigt, die sich über mehrere Bildschirme erstreckt. Wenn Sie zur Anzeige des nächsten Bildschirms der Befehlsausgabe bereit sind, drücken Sie die Leertaste.
In Novell® NetWare® -Version 5.1 können Sie mit dem Befehl inetcfg Konsolenmeldungen anzeigen, die den Bildschirm bereits durchlaufen haben. Drücken Sie in Novell Netware-Version 6.5 zuerst <Steuerung><Escape> und dann die Taste <2>, um Konsolenmeldungen anzuzeigen, die den Bildschirm bereits durchlaufen haben.
Wenn Befehlsergebnisse in eine Datei umgeleitet werden, können Sie einen Dateinamen (und ggf. auch einen Verzeichnispfad) angeben, zu dem die Befehlsergebnisse geschrieben werden sollen. Bei der Angabe des Pfades, in den die Datei geschrieben werden soll, verwenden Sie die dem jeweiligen Betriebssystem entsprechende Syntax.
Zum Speichern von Befehlsergebnissen stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Jede Datei, die den gleichen Namen wie die von Ihnen angegebene Ausgabedatei hat, kann überschrieben werden, oder es können neue Befehlsergebnisse zu einer Datei mit dem gleichen Namen hinzugefügt werden.
Verwenden Sie die Option -outc, um Daten zu überschreiben, die in zuvor geschriebenen Dateien gespeichert sind. So könnten Sie z. B. um 11.00 Uhr Messwerte der Lüftersonde 0 (in U/min) auf dem System erfassen und die Messergebnisse in eine Datei schreiben, der Sie den Namen fans.txt geben. Geben Sie Folgendes ein:
omreport chassis fans index=0 -outc fans.txt
Die folgenden Teilergebnisse werden in die Datei geschrieben:
Index | : 0 |
Vier Stunden später wiederholen Sie diesen Befehl. Sie sind jetzt jedoch nicht mehr an den um 11.00 Uhr in die Datei fans.txt geschriebenen Werten interessiert. Geben Sie den gleichen Befehl erneut ein:
omreport chassis fans index=0 -outc fans.txt
Die um 15.00 Uhr geschriebenen Daten überschreiben die 11.00-Uhr-Daten in der Datei fans.txt.
Fans.txt enthält jetzt Folgendes:
Index | : 0 |
Sie können sich jetzt zum Vergleich der früheren Ausgabe der Lüftersonde 0 mit der aktuellen Ausgabe nicht mehr auf die vorherigen Befehlsergebnisse beziehen, da die Datei fans.txt durch Verwendung der Option -outc überschrieben wurde.
Verwenden Sie die Option -outa, um neue Befehlsergebnisse an Daten anzuhängen, die in einer zuvor geschriebenen Datei gespeichert sind. So könnten Sie z. B. um 11.00 Uhr Messwerte der Lüftersonde 0 (in U/min) auf dem System erfassen und die Messergebnisse in eine Datei schreiben, der Sie den Namen fans.txt geben. Um diese Ergebnisse nun mit einer Ausgabe für die gleiche Sonde zu vergleichen, die vier Stunden später erfasst wurde, kann die neue Ausgabe nun mit Hilfe des Befehls -outa an die Datei fans.txt angehängt werden. Geben Sie Folgendes ein:
omreport chassis fans index=0 -outa fans.txt
Fans.txt enthält jetzt Folgendes:
Index | : 0 |
|
|
Mit einem Text-Editor kann die Uhrzeit eingefügt werden, zu der jeder einzelne Datenblock erfasst wurde. Beim Vergleich der beiden Ausgaben für die Lüftersonde 0 ist zu sehen, dass der zweite Bericht mehrere Änderungen deutlich macht. Der Messwert für die Lüfterdrehzahl weist zusätzliche 621 U/min auf, befindet sich aber weiterhin im normalen Bereich. Der Minimum-Warnungsschwellenwert wurde um 200 U/min erhöht und der obere Warnungsschwellenwert um 2000 U/min verringert.
Für die CLI-Befehlsergebnisse kann ein Format angegeben werden. Dieses Format bestimmt, wie eine Befehlsausgabe angezeigt wird. Wenn die Befehlsergebnisse in eine Datei geschrieben werden, wird das Format von der Datei erfasst, in die die Befehlsergebnisse geschrieben werden.
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ANMERKUNG: Der Befehl omconfig ignoriert die meisten Ausgabeformatierungsoptionen und gibt einfache Textmeldungen zurück. Wenn Sie jedoch die Option xml verwenden, gibt der Befehl omconfig XML-Code zurück. |
Die folgenden Formate stehen zur Verfügung:
Die Syntax für die Formatierungsoption lautet:
<Befehl> -fmt <Formatoption>
Geben Sie z. B. ein:
omreport system summary -fmt tbl
wobei -fmt tbl das Tabellenformat angibt.
Die Formatierungsoption kann mit der Option, die Ausgabe in eine Datei zu schreiben, kombiniert werden. Geben Sie z. B. ein:
omreport system summary -fmt tbl -outa summary.txt
wobei -fmt tbl das Tabellenformat angibt und -outa festlegt, dass die Befehlsergebnisse an eine Datei mit dem Namen summary.txt angehängt werden.
Das Standardformat lautet lst oder Listenformat. Verwenden Sie dieses Format immer dann, wenn die Ausgabe so optimiert werden soll, dass sie möglichst leicht lesbar ist. Ein Format muss nur für die Befehlsausgabe angeben werden, wenn ein anderes Format als lst verwendet werden soll.
Um das folgende Beispiel einer Befehlsausgabe im Format lst anzuzeigen, geben Sie Folgendes ein:
omreport system summary
Es ist keine besondere Formatierungsoption erforderlich, da das Listenformat das standardmäßige Anzeigenformat ist. Der Netzwerkdatenteil der als Beispiel verwendeten Systemzusammenfassung wird wie folgt angezeigt:
--------------
Network Data
--------------
Network Interface Card 0 Data
IP Address : 143.166.152.108
Subnet Mask : 255.255.255.0
Default Gateway : 143.166.152.1
MAC Address : 00-02-b3-23-d2-ca
Verwenden Sie die Option tbl bzw. die Tabellenformatierungsoption, damit die Daten in Spalten und Zeilen einer Tabelle formatiert werden. Um das folgende Beispiel einer Befehlsausgabe im Tabellenformat anzuzeigen, geben Sie Folgendes ein:
omreport system summary -fmt tbl
Das Ausgabebeispiel wird wie folgt angezeigt:
------------------------------
Network Interface Card 0 Data
------------------------------
| ATTRIBUTE | VALUE
| IP Address | 143.166.152.108
| Subnet Mask | 255.255.255.0
| Default Gateway | 143.166.152.1
| MAC Address | 00-02-b3-23-d2-ca
Verwenden Sie die Formatierungsoption ssv, damit die Ausgabe in einem Format angezeigt wird, in dem die einzelnen Werte durch Semikolons getrennt sind. Dieses Format erlaubt es außerdem die Befehlsausgabeergebnisse in ein Tabellenkalkulationsprogramm wie z. B. Microsoft Excel oder in ein Datenbank-Programm zu importieren. Um das folgende Beispiel einer Befehlsausgabe im Format durch Semikolon getrennte Werte anzuzeigen, geben Sie Folgendes ein:
omreport system summary -fmt ssv
Das Ausgabebeispiel wird wie folgt angezeigt:
------------------------------
Network Data
------------------------------
Network Interface Card 0 Data
IP Address;143.166.152.108
Subnet Mask;255.255.255.0
Default Gateway;143.166.152.1
MAC Address;00-02-b3-23-d2-ca
Verwenden Sie die Formatierungsoption xml, um eine Ausgabe zu erzeugen, die zur Verwendung durch Systemverwaltungsanwendungen oder zur Eingabe in andere Anwendungen geeignet ist, die xml benutzen. Um das folgende Beispiel einer Befehlsausgabe im xml-Format anzuzeigen, geben Sie Folgendes ein:
omreport system summary -fmt xml
Das Ausgabebeispiel wird wie folgt angezeigt:
<NIC-Status>1</NIC-Status><IP-Adresse>143.166.152.108</IP- Adresse><Subnetz-Maske>255.255.255.0</Subnetz-Maske><Standard- Gateway>143.166.152.1</Standard-Gateway><MAC-Adr.>00-02-b3-23- d2-ca</MAC-Adr.>
Verwenden Sie die cdv-Formatierungsoption, um exportierte Daten in benutzerdefiniert-begrenztem Format anzugeben. Diese Option kann mit allen omreport-Befehlen angegeben werden. Beispiel: um eine Systemübersicht in benutzerdefiniert-begrenztem Format zu erstellen, geben Sie Folgendes ein:
omreport system summary -fmt cdv
Für das benutzerdefiniert-begrenzte Format können Einstellungen auch mit Hilfe des Befehls omconfig gewählt werden. Die gültigen Werte für Begrenzungszeichen sind: exclamation (Ausrufezeichen), semicolon (Semikolon), at (Klammeraffe), hash (Rautenzeichen), dollar (Dollar), percent (Prozent), caret (Winkelzeichen), asterisk (Sternchen), tilde (Tilde), question (Fragezeichen), colon (Doppelpunkt), comma (Komma) und pipe (Vertikalstrich).
Die folgenden Beispiele zeigen, wie das Begrenzungszeichen zum Trennen von Datenfeldern auf Sternchen eingestellt wird:
omconfig preferences cdvformat delimiter=asterisk