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Dell-Diagnose durchführen: Diagnose- und Fehlerbeseitigungshandbuch

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Dell-Diagnose durchführen: Diagnose- und Fehlerbeseitigungshandbuch

Überblick Systemeinstellungstestgruppe
Funktionen der Dell-Diagnose Videotestgruppe
Gründe für den Einsatz der Dell-Diagnose Tastatur-Testgruppe
Vor Testbeginn Maustest
Dell-Diagnose starten Diskettenlaufwerke-Testgruppe
Einsatz der Dell-Diagnose IDE- (ATA/ATAPI-) Geräte-Testgruppe
Systemkonfigurationsinformationen bestätigen Serielle/Infrarot-Schnittstellen-Testgruppe
Wie Sie das Menü verwenden Parallele Schnittstellen-Testgruppe
Hauptmenükategorien SCSI-Geräte-Testgruppe
Tests der Dell-Diagnose Netzwerkschnittstellen-Testgruppe
Fehlermeldungen Audiotestgruppe
RAM-Testgruppe Systemmanagement-BIOS-Testgruppe

Überblick

SCSI-Geräte-Testgruppe

Im Gegensatz zu vielen anderen Diagnoseprogrammen überprüft die Dell-Diagnose die Hardwarekomponenten des Computers ohne zusätzliche Ausstattung und ohne Vernichtung von Daten. Die Diagnose liefert Gewißheit über die einwandfreie Funktion des Systems. Wenn ein Problem einmal nicht allein gelöst werden kann, liefert die Diagnose wichtige Informationen für das nachfolgende Gespräch mit einem der Dell Techniker.

HINWEIS: Die Dell-Diagnose ist ausschließlich für den Einsatz auf Dell Systemen konzipiert. Die Verwendung dieses Programms auf anderen Systemen kann zu falschen Anzeigen und irreführenden Fehlermeldungen führen.

Funktionen der Dell-Diagnose

Die Dell-Diagnose besteht aus einer Reihe von Menüs und Optionen, über die Testgruppen und Untertests aufgerufen werden. Die Abfolge der Tests bestimmen Sie. Die Diagnosetests bieten außerdem diese hilfreiche Funktionen:

  • Start einzelner Testverfahren oder gemeinsame Ausführung

  • Möglichkeit zu bestimmen, wie oft eine Testgruppe oder ein Untertest wiederholt wird

  • Ausgabe der Testresultate über Bildschirm, Drucker oder in eine Datei

  • Unterbrechung laufender Tests bei Auftreten eines Fehlers oder Abbruch des Testverfahrens, wenn eine einstellbare Obergrenze für Fehler erreicht wird

  • Eine Menükategorie Devices (Geräte) zur kurzen Beschreibung aller Tests und deren Parameter

  • Eine Menükategorie Config (Konfiguration), die die Konfiguration der Geräte in der ausgewählten Gerätegruppe beschreibt

  • Statusmeldungen zur Information, ob eine Testgruppe oder ein Untertest erfolgreich abgeschlossen wurde

  • Fehlermeldungen, die eine entdeckte Störung anzeigen

Gründe für den Einsatz der Dell-Diagnose

Wenn ein Hauptbestandteil oder Gerät des Systems nicht korrekt arbeitet, könnte ein Hardwarefehler vorliegen. Solange die Ein- und Ausgabekomponenten des Systems (Monitor, Tastatur und Prozessor) arbeiten, können die Dell-Diagnosetests verwendet werden. Ein erfahrener Benutzer wird wissen, welche Komponenten überprüft werden müssen, und wird einfach den entsprechenden Diagnosetest aufrufen. Wenn die Ursache eines Problems nicht klar ist, den Rest dieses Abschnitts lesen.


Vor Testbeginn

Den Drucker einschalten (falls einer angeschlossen ist) und rechnerabhängig schalten (online). Es muß außerdem eine Kopie der Dell-Diagnose auf einer Diskette erstellt werden.

  1. Das System-Setup-Programm aufrufen. Hierzu den Computer neu starten und bei Aufforderung <F2> drücken.

  2. Sicherstellen, daß alle Schnittstellen aktiviert sind und die Option Boot Sequence (Boot-Sequenz) auf CD-ROM First (CD-ROM zuerst) gesetzt ist.

  3. Die Dell ResourceCD in das CD-ROM-Laufwerk einlegen und <Alt><b> drücken, um das System neu zu starten.

  4. An der Eingabeaufforderung die Option zum Ausführen der Dell-Diagnose auswählen.

  5. Eine leere Diskette in Laufwerk A einlegen.

    ANMERKUNG: Sicherstellen, daß sich auf der verwendeten Diskette keine Daten befinden. Alle auf der Diskette befindlichen Daten werden durch das Erstellungsverfahren der Diskette gelöscht.

     

  6. An der Eingabeaufforderung, die Option für die 16-Bit-Dell-Diagnose auswählen und y eingeben, um fortzufahren.

    Die Dell-Diagnosediskette wird von der Dell ResourceCD erstellt.

  7. Den Computer neustarten, das System-Setup-Programm aufrufen, die Option Boot-Sequenz in Diskette First (Diskette zuerst) ändern und <Alt><b> drücken, um das System neu zu starten.

    Der Computer startet von der in Laufwerk A befindlichen Dell-Diagnosediskette aus, und die Dell-Diagnose wird daraufhin automatisch geladen.
ANMERKUNG: Sobald wie möglich eine Arbeitskopie der Dell-Diagnosediskette erstellen. Informationen, wie Disketten dupliziert werden, finden Sie in der Dokumentation zum Betriebssystem. Beide Disketten mit "Dell-Diagnosediskette" kennzeichnen und die Original-Diskette aufbewahren.

Dell-Diagnose starten

Zum Ausführen der Diagnose wie folgt vorgehen:

  1. System einschalten.

  2. Das System-Setup-Programm starten. Hierzu das System neu starten und bei Aufforderung <F2> drücken.

  3. Überprüfen, ob alle Schnittstellen aktiviert sind. Ferner sicherstellen, daß "Boot Sequence" (Startsequenz) auf "IDE CD-ROM Device" (IDE-CD-ROM-Gerät) gesetzt ist.

  4. Die Dell-Diagnosediskette in das CD-ROM Laufwerk einlegen und <Alt><b> drücken, um das System neu zu starten.

  5. An der MS-DOS®-Eingabeaufforderung delldiag eingeben und <Eingabe> drücken.
ANMERKUNG: Bevor Sie den Rest dieses Kapitels lesen, die Dell-Diagnose ausführen, damit dessen Bildschirme auf dem Bildschirm eingeblendet sind.

Beim Laden der Dell-Diagnose erscheint für einen Moment das Dell-Logo und danach die Meldung, daß das Programm geladen wird.

Nach dem Laden der Diagnose wird das Hauptmenü eingeblendet. Über das Menü können alle oder nur einzelne Tests gestartet werden, oder es kann zur MS-DOS-Eingabeaufforderung zurückgekehrt werden.

Für eine schnelle Überprüfung des Systems die Option Run Quick Tests (Kurztests starten) wählen. In dieser Option werden nur die Untertests aufgerufen, für die keine Interaktion des Benutzers erforderlich ist und die nur eine kurze Zeitspanne benötigen. Dell empfiehlt, diese Option zuerst zu wählen, um somit die Zeit zum Auffinden der Quelle des Problems so kurz wie möglich zu halten. Für eine vollständige Überprüfung des Systems, die Option Run All Tests (Alle Tests starten) wählen. Um nur einen bestimmten Bereich des Systems zu testen, die Option Run Specific Tests (Einzelne Tests starten) wählen.

Um eine Option dieses Menüs zu wählen, die betreffende Option markieren und <Eingabe> drücken, oder die Taste mit dem hell unterlegten Buchstaben der jeweiligen Option drücken.

Abbildung 1. Diagnose-Menü


Einsatz der Dell-Diagnose

Nach Wahl der Option Einzelne Tests starten im Diagnosemenü erscheint das Hauptmenü der Diagnose (siehe Abbildung 2). Der Hauptbildschirm zeigt die Diagnose-Testgruppen und Informationen zur Konfiguration des Systems an und ermöglicht die Auswahl von Kategorien aus einem Menü. Von diesem Bildschirm sind zwei weitere Bildschirme abrufbar.

Die Informationen des Diagnose-Hauptmenüs sind in die folgenden fünf Bereiche angeordnet:

  • Zwei Zeilen am oberen Rand des Fensters zeigen die Versionsnummer der Diagnose an.

  • Auf der linken Bildschirmseite sind im Bereich Available Test Group (Verfügbare Testgruppen) die Diagnosetestgruppen in der Reihenfolge aufgeführt, in der sie nach Wahl des Menüpunktes All (Alle) in der Menükategorie Run Tests (Tests ausführen) ausgeführt würden. Mit den Pfeiltasten wird eine Testgruppe ausgewählt.

  • Auf der rechten Fensterseite sind im Bereich System Configuration (Systemkonfiguration) die aktuell festgestellte Hardware des Computers und einige der relevanten Einstellungen aufgeführt.

  • Zwei Zeilen am unteren Bildschirmrand bilden den Menübereich. Die erste Zeile zeigt die auswählbaren Menüpunkte. Mit den Pfeiltasten links und rechts wird die gewünschte Option markiert. Die zweite Zeile enthält Informationen über die soeben markierte Menüoption.

     

Abbildung 2. Hauptfenster der Dell-Diagnose

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Systemkonfigurationsinformationen bestätigen

Wenn das System von der Dell-Diagnosediskette aus gestartet wird, prüft das System die Systemkonfigurationsinformationen und zeigt diese auf dem Hauptfenster im Bereich Systemkonfiguration an.

Diese Konfigurationsinformationen stammen aus folgenden Quellen:

  • Einstellungen der Systemkonfigurationsinformationen, die im System-Setup-Programm vorgenommen wurden (im NVRAM [Nonvolatile Random-Access Memory (nichtflüchtiger Wahlfeier Zugriffsspeicher)] gespeichert)

  • Identifikationstests des Mikroprozessors, Video- und Tastatur-Controllers sowie anderer Hauptkomponenten

  • BIOS-Konfigurationsinformationen (Basic Input/Output System [grundlegendes Eingabe/Ausgabesystem]), die zeitweise im RAM abgelegt sind

Im Systemkonfigurationsbereich müssen nicht unbedingt alle Komponenten bzw. Geräte des Computersystems aufgeführt sein. Beispielsweise wird ein Drucker nicht angezeigt, obwohl er am System angeschlossen ist. Der Drucker erscheint statt dessen als parallele Schnittstelle. Das System erkennt die parallele Schnittstelle als LPT1. Dies ist eine Adressenbezeichnung, die dem System angibt, wohin es Ausgabeinformationen leiten soll und woher es Eingaben erwarten kann. Da der Drucker ein paralleles Kommunikationsgerät ist, erkennt der Computer ihn durch seine Adressierung als LPT1 und führt ihn daher als parallele Schnittstelle auf.


Wie Sie das Menü verwenden

Eine der Menükategorien ist bereits markiert. Diese Markierung kann mit der rechten bzw. der linken Pfeiltaste von einer Kategorie zur anderen bewegt werden. Beim Wechsel zu einer neuen Kategorie erscheint in der untersten Zeile eine kurze Erklärung zur gerade markierten Option.

Wenn zusätzliche Informationen zu einem Test gewünscht werden, die Markierung zur Kategorie Info bewegen und <Eingabe> drücken. Anschließend mit <Esc> zum vorherigen Bildschirm zurückkehren.


Hauptmenükategorien

Im Hauptmenü des Diagnose-Hauptbildschirms werden acht Kategorien aufgelistet: Run (Start), Select (Wählen), Subtest (Untertest), Options (Optionen), Test Limits (Testparameter), About (Info), Key-Help (Tastenhilfe) und Quit (Ende).

ANMERKUNG: Vor Auswahl einer Testgruppe oder eines Untertests (durch Wahl von Start) sollten über die Kategorie Optionen globale Parameter festgesetzt werden. Sie ermöglichen eine genauere Kontrolle über den Testablauf der Testgruppen bzw. Untertests und die Ausgabe der Resultate.

Eine Menükategorie wird auf zwei Wegen ausgewählt:

  • Auf dem Bildschirm nachsehen, welcher Buchstabe der Kategorie groß geschrieben ist, und dann diesen Buchstaben eingeben (zum Beispiel r eingeben, um die Kategorie Start zu wählen).

  • Die Markierung mit der rechten bzw. linken Pfeiltaste zur gewünschten Kategorie bewegen und dann <Eingabe> drücken.

Nach Auswahl jeder dieser acht Kategorien werden weitere Optionen angeboten.

Die folgenden Unterabschnitte erklären die Menükategorien, die von links nach rechts im Hauptmenü aufgelistet sind.

Start

Die Option Start bietet fünf Kategorien: One (Eine), Selected (Wählen), All (Alle), Tastenhilfe und Ende. Nach Wahl von Eins werden alle Untertests in der markierten Testgruppe aufgerufen. Nach der Wahl von Wählen werden nur die ausgewählten Testgruppen oder die in den Testgruppen ausgewählten Untertests ausgeführt. Nach Wahl von Alle werden alle Untertests in allen Testgruppen ausgeführt. (Die Testgruppen oder Untertests werden in der aufgelisteten Reihenfolge aufgerufen.)

Die Kategorie Tastenhilfe zeigt die verfügbaren Steuertasten einer gewählten Kategorie an.

Mit der Kategorie Ende zum Hauptmenü zurückkehren.

Wählen

Über die Kategorie Wählen kann der Testvorgang durch gezielte Zusammenstellung einzelner Testgruppen benutzerspezifisch gesteuert werden. Eine oder mehrere Testgruppen werden aus der Liste auf dem Bildschirm ausgewählt und nacheinander oder einzeln gestartet. Nach der Auswahl von Wählen werden fünf Kategorien angeboten: Alle, Eine, Alles löschen, Tastenhilfe und Ende.

Um alle Testgruppen zu starten, die Taste <Eingabe> drücken, wenn die Kategorie Alle im Menü Wählen markiert ist.

Um eine einzelne Testgruppe auszuwählen, die Testgruppe markieren und die <Leertaste> drücken oder Eine markieren und <Eingabe> drücken. Mit der Nach-oben- bzw. der Nach-unten-Pfeiltaste die markierte Testgruppe ändern.

Um die Wahl/Nichtwahl einer Testgruppe umzukehren, die Gruppe markieren und die <Leertaste> drücken. Die gesamte Wahl wird mit der Alles löschen gelöscht.

Die Kategorie Tastenhilfe zeigt die verfügbaren Steuertasten einer gewählten Kategorie an. Mit Ende zum Hauptmenü zurückkehren.

Untertest

Die meisten Testgruppen bestehen aus mehreren Untertests. Mit der Kategorie Untertests können die einzelnen Untertests einer Testgruppe ausgewählt werden.

Nach der Auswahl von Untertest werden viele der gleichen Kategorien wie im Hauptmenü angezeigt: Start, Wählen, Optionen, Testparameter, Info, Tastenhilfe und Ende. Diese Kategorien werden in den folgenden Unterabschnitten einzeln beschrieben.

Start unter Untertest

Die Kategorie Start im Menü Untertest bietet fünf Kategorien an: Einzeln, Wählen, Alle, Tastenhilfe und Ende. Bei Wahl von Einzeln wird nur der markierte Untertest ausgeführt. Bei Wahl von Wählen werden nur die ausgwählten Untertests ausgeführt. Bei Wahl von Alle werden alle der eingeblendeten Untertests ausgeführt. (Die Untertests werden in der auf dem Bildschirm aufgeführten Reihenfolge ausgeführt.)

Die Kategorie Tastenhilfe zeigt die verfügbaren Steuertasten an. Mit Ende zum vorherigen Menü zurückkehren.

Wählen unter Untertest

Über die Kategorie Wählen im Menü Untertest kann der Testvorgang durch gezielte Zusammenstellung einzelner Untertests benutzerspezifisch gesteuert werden. Ein oder mehrere Untertests können aus der Liste ausgewählt werden. Nach der Auswahl von Wählen werden fünf Kategorien angeboten: Alle, Einzeln, Alles löschen, Tastenhilfe und Ende.

Um alle Untertests auszuwählen, die Taste <Eingabe> drücken, wenn die Kategorie Alle im Menü Wählen markiert ist. Um einen einzelnen Untertest auszuwählen, den Untertest markieren und die <Leertaste> drücken oder Einzeln markieren und <Eingabe> drücken. Mit der Nach-oben- bzw. Nach-unten-Pfeiltaste einen Untertest zur Auswahl markieren.

Um die Wahl/Nichtwahl eines Untertests umzukehren, den Untertest markieren und die <Leertaste> drücken. Die gesamte Wahl wird mit der Alles löschen gelöscht.

Die Kategorie Tastenhilfe zeigt die verfügbaren Steuertasten an. Mit Ende zum vorherigen Menü zurückkehren.

Optionen unter Untertest

Die Kategorie Optionen im Menü Untertest funktioniert genauso, wie die gleichnamige Kategorie im Hauptmenü. Informationen über diese Kategorie finden Sie unter "Optionen".

Testparameter unter Untertest

Die Kategorie Testparameter im Menü Untertest funktioniert genauso, wie die gleichnamige Kategorie im Hauptmenü. Informationen über diese Kategorie finden Sie unter "Testparameter".

Info unter Untertest

Die Kategorie Info gibt Informationen zu dem markierten Untertest aus.

Tastenhilfe unter Untertest

Die Kategorie Tastenhilfe im Menü Untertest listet die verfügbaren Steuertasten auf.

Ende unter Untertest

Mit Ende gelangen Sie zum Hauptmenü zurück.

Optionen

Tabelle 1 enthält alle möglichen Einstellungen jeden globalen Parameter der Kategorie Optionen. Eine kurze Erklärung der einzelnen Parameter folgt der Tabelle. Zum Ändern der Optionen-Parameter die <Leertaste>, die rechte und die linke Pfeiltaste oder die Plus- (+) und Minus-Tasten (-) drücken.

Tabelle 1. Optionen-Parameter

Optionen-Parameter Mögliche Werte 
Number of Times to Repeat Test(s) (Anzahl der Testwiederholungen) 0001 bis 9999; oder 0000, um den Test so lange durchzuführen, bis <Strg><Pause> gedrückt werden. Die Standardeinstellung lautet 1.
Maximum Errors Allowed (Fehlerlimit) 0000 bis 9999, wobei 0000 bedeutet, daß kein Fehlerlimit gesetzt wurde. Die Standardeinstellung lautet 1.
Pause for User Response (Pause für Benutzereingabe) Yes (Ja), No (Nein)
Legt fest, ob Tests auf eine Benutzereingabe warten sollen. Die Standardeinstellung lautet Ja, um auf die Benutzereingabe zu warten. 
Output Device for Status Messages (Statusausgabeeinheit) Display, Printer, File (Bildschirm, Drucker, Datei)
Wenn am System ein Drucker angeschlossen ist, können über ihn die während der einzelnen Tests erzeugten Statusmeldungen ausgegeben werden. (Der Drucker muß eingeschaltet sein und sich im Online-Modus befinden.) Bei Wahl der Option Datei werden Statusmeldungen in die Datei result (Ergebnis) auf einer Diskette geschrieben, die nach Aufforderung in Laufwerk A eingelegt wurde. Wenn die Diagnose von einer Dienstprogrammpartition auf dem Festplattenlaufwerk aus aufgerufen wird, wird die Datei Ergebnis auf dem Festplattenlaufwerk erstellt. Die Standardeinstellung lautet Bildschirm.
Output Device for Error Messages (Fehlerausgabeeinheit) Bildschirm, Drucker, Datei
Dieser Parameter ist identisch mit dem Parameter Statusausgabeeinheit, mit der Ausnahme, daß er sich nur auf Fehlermeldungen bezieht. Die Standardeinstellung lautet Bildschirm.

Anzahl der Testwiederholungen

Dieser Parameter gibt an, wie oft die Tests ausgeführt werden, wenn die Kategorie Start ausgewählt wird. Zum Ändern der Standardeinstellung den gewünschten Wert eingeben. Bei der Eingabe von 0 (Null) wird der Test unbegrenzte Male ausgeführt.

Fehlerlimit

Dieser Parameter gibt die maximale Anzahl von Fehlern an, die auftreten können, bevor das Testverfahren angehalten wird. Die Fehlerzählung startet immer dann wieder bei Null, wenn ein Untertest oder eine Testgruppe einzeln ausgeführt wird oder wenn die Option Alle zum Ausführen aller Tests ausgewählt wird. Zum Ändern der Standardeinstellung den gewünschten Wert eingeben. Bei der Eingabe von 0 (Null) besteht kein Fehlerlimit, d.h., daß das Testverfahren ungeachtet der Anzahl der auftretenden Fehlern weitergeführt wird.

Pause für Benutzereingabe

Ist dieser Parameter auf Ja gesetzt, unterbricht das Analyseprogramm in folgenden Fällen:

  • Eingabe des Anwenders oder andere Interaktionen (zum Beispiel Einlegen einer Diskette) wird benötigt, um die Bildschirme der Videotestgruppe oder die Tastenfunktionen der Tastaturtestgruppe zu überprüfen.

  • Das maximale Fehlerlimit wurde erreicht.

Ist der Parameter Pause auf Nein gesetzt, ignoriert die Diagnose einige Untertests, die eine Eingabe des Anwenders erfordern: bestimmte Untertests können nur dann ausgeführt werden, wenn diese Option auf Ja gesetzt ist, da sie eine Eingabe des Anwenders erfordern. Der Parameter Pause ist in Situationen anzuwenden, in denen Untertests, die eine Eingabe des Anwenders erfordern, nicht aufgerufen werden sollen (zum Beispiel wenn die Diagnose während der Nacht ausgeführt wird).

Statusausgabeeinheit

In der Regel erscheinen alle Statusmeldungen nur auf dem Bildschirm. Dieser Parameter erlaubt die zusätzliche Umleitung dieser Meldungen auf einen Drucker oder in eine Datei. Bei Auswahl der Option Datei werden alle Statusmeldungen in eine Datei mit dem Namen Ergebnis geschrieben. Diese Datei wird automatisch auf der Diskette erstellt, die nach Aufforderung in Laufwerk A eingelegt wurde. Wenn die Diagnose von einer Dienstprogrammpartition auf dem Festplattenlaufwerk aus aufgerufen wird, wird die Datei Ergebnis auf dem Festplattenlaufwerk erstellt. Wenn die Datei Ergebnis bereits existiert, werden die neuen Statusmeldungen hinzugefügt.

Die Datei Ergebnis ist eine normale ASCII-Textdatei (American Standard Code for Information Interchange [amerikanischer Standardcode zum Informationsaustausch]), die in jedem Text- oder Textverarbeitungsprogramm geöffnet werden kann. Unter MS-DOS kann auf die Datei Ergebnis mit dem MS-DOS-Befehl type wie folgt zugegriffen werden:

  1. Mit Ende die Diagnose verlassen und zur Betriebssystemeingabeaufforderung zurückkehren.

  2. Auf der Betriebssystemeingabeaufforderung folgendes eingeben und <Eingabe> drücken:

    type: result

    Der Inhalt der Datei wird daraufhin eingeblendet.

Nach dem Ausführen der Diagnosetests die von den Tests in die Datei Ergebnis geschriebenen Meldungen durchlesen und anschließend die Datei für die Meldungen des nächsten Testlaufs löschen. Alternativ bleibt sie erhalten, und die neuen Meldungen werden an die vorherigen angefügt.

Fehlerausgabeeinheit

In der Regel erscheinen alle Fehlermeldungen auf dem Bildschirm. Dieser Parameter erlaubt zusätzlich die Umleitung der Meldungen auf einen Drucker oder in eine Datei. Bei Auswahl der Option Datei werden alle Fehlermeldungen in die für Statusmeldungen verwendete Datei mit dem Namen Ergebnis geschrieben. Diese Datei wird automatisch auf der Diskette erstellt, die nach Aufforderung in Laufwerk A eingelegt wurde. Wenn die Diagnose von einer Dienstprogrammpartition auf dem Festplattenlaufwerk aus aufgerufen wird, wird die Datei Ergebnis auf dem Festplattenlaufwerk erstellt. Wenn die Datei result bereits existiert, werden die neuen Statusmeldungen hinzugefügt.

Die Datei Ergebnis ist eine normale ASCII-Textdatei (American Standard Code for Information Interchange [amerikanischer Standardcode zum Informationsaustausch]). Auf Datei Ergebnis kann wie unter "Statusausgabeeinheit" beschrieben, zugegriffen werden, und sie kann wie dort beschrieben eingesehen werden.

Nach dem Lauf der Diagnosetests die von den Tests in die Datei Ergebnis geschriebenen Meldungen durchlesen und anschließend die Datei für den nächsten Testlauf löschen. Alternativ bleibt sie erhalten, und die neuen Meldungen werden an die vorherigen angefügt.

Testparameter

ANMERKUNG: Die Dell-Diagnose setzt Standardgrenzwerte für alle Tests fest. Der einzige Grund zum Ändern der Standardeinstellung liegt im Kürzen des Testumfangs.

Die Testgruppen RAM, Video, Diskettenlaufwerke, Festplattenlaufwerke (nicht SCSI), serielle/infrarot-Schnittstelle, Parallele Schnittstelle und SCSI-Geräte erlauben die Festlegung von Grenzwerten. Ob Testparameter für eine markierte Testgruppe (im Hauptmenü) oder einen Untertest (im Untertest-Menü) ausgewählt wird, es werden jeweils die Grenzwerte für alle Untertests dieser Testgruppe festgelegt. Nach der Auswahl von Testparameter erscheint ein neuer Bildschirm, und im Bereich Tastenhilfe werden die auf dem neuen Bildschirm verwendbaren Tasten beschrieben. Durch Drücken von <Bild Unten> wird das nächste Menü oder Untermenü aufgerufen. Durch Drücken von <Esc> wird das Testparameter-Hauptfenster wieder eingeblendet.

Wie der Grenzwert eines Tests geändert wird, hängt von dem damit verbundenen Parametertyp ab. Für die Änderung der Werte verschiedener Parameter werden unterschiedliche Tasten verwendet. Beispiel: Der RAM-Test erlaubt die Angabe von Beginn- und Endadresse im Speicher. Hierzu die vorgegebenen Grenzwerte überschreiben oder mit den (+)- oder (-)-Tasten den Grenzwert erhöhen oder herabsetzenZum Vergleich: Die Grenzwerte der Testgruppen für die serielle/infrarot Schnittstelle werden mit der <Leertaste> zwischen Ja und Nein umgeschaltet.

Nachdem die Einstellung der Parameter beendet ist, mit <Esc> zum Hauptmenü der Dell-Diagnose zurückkehren. Die Einstellungen unter Testparameter bleiben so lange für Testgruppen oder Untertests wirksam, bis sie geändert werden. Beim Neustart der Diagnose werden sie auf ihre Standardeinstellungen zurückgesetzt.

Info

Diese Option im Hauptmenü gibt alle Untertests der Testgruppe sowie Informationen zu einer ausgewählten Testgruppe aus.

Tastenhilfe

Tastenhilfe zeigt eine Liste der Steuertasten, die für die jeweils ausgewählte Option verfügbar sind.

Ende

Wenn Ende im Hauptmenü ausgewählt wird, wird die Diagnose beendet und zur Betriebssystemumgebung zurückgekehrt.

Wenn die Betriebssystem-Umgebung erscheint, die Diagnosediskette aus dem Laufwerk A herausnehmen und das System neustarten.

HINWEIS: Die Diagnose muß unbedingt korrekt verlassen werden, da es Daten im Systemspeicher ablegt, die Probleme verursachen können, wenn sie nicht ordnungsgemäß gelöscht werden.


Tests der Dell-Diagnose

Zur Fehlerbeseitigung bei Komponenten oder Geräten des Systems wird der entsprechende Test (Testgruppe oder Untertests) der Diagnose auf der Dell-Diagnosediskette gestartet. Die Testverfahren der Dell-Diagnose unterwerfen die funktionellen Komponenten des Computersystems wesentlich härteren und eingehenderen Prüfungsbedingungen, als diese während der normalen Arbeit ausgesetzt sind. Die Diagnosetests sind nach funktionellen Gruppen und Geräten in Testgruppen geordnet, die ihrerseits aus Untertest bestehen. Die einzelnen Untertests dienen dazu, jede mögliche Störung aufzuspüren, die während des normalen Betriebs in einer bestimmten Komponente des Systems auftreten könnte.

ANMERKUNG: Einige Untertests, die Hardware ansprechen und nicht in der Aufstellung der Konfigurationsinformationen auf dem Diagnosebildschirm aufgeführt sind, scheinen dennoch zu laufen. Sie enden jedoch mit der Statusmeldung Component not present (or disabled) [Komponente nicht vorhanden [oder deaktiviert]).

Tabelle 2 listet die Testgruppen sowie deren Untertests auf und gibt Hinweise zu ihrer Anwendung.

Tabelle 2. Tests der Dell-Diagnose

Testgruppen Untertests Beschreibung
RAM Quick Memory Test (Schneller Speichertest)

Comprehensive Memory Test (Umfassender Speichertest)

Secondary Cache Memory Test (Test des sekundären Cache-Speichers)

Prüft den RAM und Cache. (Einige Systeme besitzen expandierten und erweiterten Speicher; es wird der gesamte Speicher getestet.)
System Set (System-Set) CMOS Confidence Test (CMOS-Vertrauenstest)

CMEM Confidence Test (CMEM-Vertrauenstest)

DMA Controller Test (DMA-Controllertest)

Real-Time Clock Test (Echtzeituhrtest)

System Timers Test (System-Zeitgebertest)

Interrupt Controller Test (Interrupt-Controller-Test)

Reset Button Test (Test der Reset-Taste)

System Speaker Test (System-Lautsprechertest)

Prüft die Unterstützungschips auf der Systemplatine, den DMA-Controller, den Zeitgeber des Computers, das NVRAM, den Lautsprecher-Controller, den Cache-Speicher und das EISA-RAM-Konfigurationschip (soweit vorhanden).
  Coprocessor Calculation Test (Coprozessor-Kalkulationstest)

Coprocessor Error Exception Test (Fehlerausnahmetest des Coprozessors)

Prüft den intern im Mikroprozessor realisierten mathematischen Coprozessor.
  PC Card Controller Test (PC-Karten-Controllertest) Prüft den PC-Karten-Controller auf der Systemplatine.
  Thermal Control Test (Test der thermischen Steuerung) Prüft die Funktionsfähigkeit der Wärmeüberwachungs- und Taktratenschaltkomponenten auf der Systemplatine.
  Multiprocessor Test (Multiprozessortest) Für Systeme mit Multiprozessoren, bestätigt die Betriebsbereitschaft des sekundären Mikroprozessors.
  USB Register Test (USB-Registertest) Prüft die internen Register der USB-Schnittstelle. Dieser Untertest testet keine USB-Peripheriegeräte.
  USB Memory Structure Test (USB-Speicheraufbautest) Überwacht die Fähigkeit eines USB-Controllers, einen einfachen Satz speicherresidenter Befehle zu verarbeiten.
Video (Bildschirm) Video Memory Test (Videospeichertest)

Video Hardware Test (Video-Hardware-Test)

Text Mode Character Test (Textmoduszeichen-Test)

Text Mode Color Test (Textmodusfarben-Test)

Text Mode Pages Test (Textmodusseiten-Test)

Graphics Mode Test (Grafikmodus-Test)

Color Palettes Test (Farbpaletten-Test)

Solid Colors Test (Farbauffüll-Test)

Testet den Bildschirm durch Überprüfung verschiedener Funktionen der Video-Ausgabe.
Keyboard (Tastatur) Keyboard Controller Test (Tastatur-Controller-Test)

Keyboard Key Sequence Test (Tastatur-Tastenfolge-Test)

Keyboard Interactive Test (Interaktiver Tastaturtest)

Stuck Key Test (Test auf feststeckende Tasten)

External Key Pad Test (Test der externen numerischen Tastatur)

Testet die Tastatur durch Überprüfung des Tastaturkontrollers und ermittelt Tasten, die klemmen oder einen falschen Code ausgeben.
Mouse (Maus) Mouse (Maus) Prüft das elektronische Zeigegerät (Bus-, serielle oder PS/2-Maus, Trackball).
Diskette Drives (Diskettenlaufwerke) Change Line Test (Zeilenwechseltest)

Seek Test (Suchtest)

Read Test (Lesetest)

Write Test (Schreibtest)

Laufwerke mit austauschbaren Disketten (3,5- oder 5,25-Zoll) und deren Schnittstellen werden getestet.
IDE (ATA/ATAPI) Devices (IDE [ATA/ATAPI-] Geräte) Display Information (Informationen anzeigen)

Confidence Test (Vertrauenstest)

Self Diagnostics Test (Selbstdiagnosetest)

Seek Test (Suchtest)

Read Test (Lesetest)

Verify Test (Prüftest)

Write Test (Schreibtest)

SMART Test (SMART-Test)

CD-ROM Audio Test (CD-ROM-Audiotest)

Media Eject Test (Test des Ausstoßmechanismus für Datenträger)

Tape Retension Test (Bandarretiertest)

Prüft Laufwerke, die am IDE-Bus des Systems angeschlossen sind, einschließlich Festplattenlaufwerke und Laufwerke mit entfernbaren Medien, wie zum Beispiel CD-ROM- und Bandlaufwerke.
Serial/Infrared Ports (Serielle/Infrarot-Schnittstellen) Serial/Infrared Baud Rate Test (Serieller/Infrarot-Baudratentest)

Serial/Infrared Interrupt Test (Serieller/Infrarot-Interrupt-Test)

Serial/Infrared Internal Transmission Test (Interner serieller/Infrarot-Baudratentest)

Serial External Transmission Test (Serieller externer Baudratentest)

Prüft die Komponenten, über die Peripheriegeräten, die an der seriellen oder Infrarot-Schnittstelle angeschlossenen sind, wie zum Beispiel Drucker oder Kommunikationsgeräte, Daten senden und empfangen.
Parallel Ports (Parallele Schnittstellen) Parallel Internal Test (Interner paralleler Test)

Parallel External Loopback Test (Externer paralleler Schleifentest)

Parallel External Interrupt Test (Externer paralleler Interrupt-Test)

Parallel Printer Pattern Test (Paralleler Druckmustertest)

Prüft die Komponenten, über die Peripheriegeräte, welche die parallele Schnittstelle benutzen (zum Beispiel Drucker und Kommunikationsgeräte), Daten senden und empfangen.
SCSI Devices (SCSI-Geräte) Internal Diagnostic (Interne Diagnose)

Suchtest

Lesetest

Schreibtest

Audio Output Test (Audioausgangstest)

Eject Removable Media (Datenträger ausstoßen)

Display Information (Informationen anzeigen)

Prüft den installierten SCSI-Hostadapter und alle daran angeschlossenen SCSI-Geräte. Dient außerdem zum Ausstoßen von CDs und Bandkassetten aus SCSI-Geräten und Anzeigen von Informationen über die installierten SCSI-Gerätetypen und deren zugewiesene Ressourcen.
Network Interface (Netzwerkschnittstelle) Registers Test (Registertest)

Internal Loopback Test (Interner Schleifentest)

External Loopback Test (Externer Schleifentest)

Shared RAM Test (Gemeinsamer RAM-Test)

Display Information (Informationen zeigen)

Prüft die Lese- und Schreibfähigkeit der NSC-Register. Prüft außerdem die Fähigkeit des NSC, Daten zu senden und zu empfangen.
Audio Software Reset Test (Software-Reset-Test)

Compatibility ID Test (Kompatibilitätstest)

Interrupt Test (Interrupt-Test)

DMA Test (DMA-Test)

FIFO RAM Test (FIFO-RAM-Test)

Initial Reset Status Test (Test des erstmaligen Reset-Status)

Internal Register Test (Interner Registertest)

Dual Channel Test (Dualkanal-Test)

Prüft die Funktionen des Audio-Chipsatzes.
  FM Sound Playback Test (UKW-Sound-Abspieltest)

Analog Sound Playback Test (Analoger Sound-Abspieltest)

Record and Playback Test (Aufzeichnungs- und Abspieltest

Prüft Aufzeichnung und Wiedergabe des internen Mikrofons und der Lautsprecher
System Management BIOS (Systemmanagement-BIOS) BIOS Information (BIOS-Informationen)

Environment Information (Umgebungsinformationen)

I/O Information (E/A-Informationen)

Memory Information (Speicherinformationen)

Processor Information (Prozessorinformationen)

System Information (Systeminformationen)

Prüft den Status verschiedender Systemgeräte, wie zum Beispiel die Tempertur des Prozessors. Zeigt ferner Systemmanagement-Informationen verschiedener Systemgeräte an.
ANMERKUNGEN: Nicht alle dieser Tests sind bei jedem System vorhanden. 

Den vollen Namen der in dieser Tabelle verwendeten Abkürzungen oder Akronyme finden Sie in der Liste der Abkürzungen und Akronyme, die dem Stichwortverzeichnis vorangestellt ist.



Fehlermeldungen

Beim Ausführen einer Testgruppe oder eines Untertests in der Dell-Diagnose könnten Fehlermeldungen ausgegeben werden. Diese speziellen Meldungen werden nicht in diesem Kapitel behandelt. Störungen, die durch solche Meldungen angezeigt werden, müssen von einem Servicetechniker behoben werden. Die Meldung in einer Kopie der Diagnose-Checkliste notieren. Siehe hierzu "Wie Sie Hilfe bekommen". Anleitungen, wie Sie technische Unterstützung erhalten und wie Sie Unterstützungstechniker über diese Meldungen informieren können, finden Sie unter "Wie Sie Hilfe bekommen".


RAM-Testgruppe

Die Untertests der RAM-Testgruppe überprüfen den gesamten direkt-adressierbaren RAM im System.

Das RAM-Testprogramm besitzt Parameter für die veränderbaren Untertests: Testparameter und Optionen.

Untertests

Für den RAM sind drei Untertests vorhanden: schneller Speichertest, ausführlicher Speichertest und Test des sekundären Cache-Speichers. Der schnelle Speichertest führt eine Adressprüfung durch, um festzustellen, ob das System einzelne Bits im RAM korrekt ablegt und wieder löscht, und ob bei Lese-/Schreiboperationen im RAM mehr als eine Adresse gleichzeitig angesprochen wird. Der gesamte verfügbare RAM wird geprüft. Der ausführliche Speichertest führt ebenfalls eine Prüfung der Adressierung durch, wobei er folgende Routinen einsetzt:

  • Datenmusterprüfungen, um festzustellen, ob Bits im RAM auf Hoch oder Niedrig feststecken, ob Kurzschlüsse in den Datenleitungen vorliegen oder musterorientierte Probleme in den Speicherchips auftreten

  • Paritätsprüfung, um die Fähigkeit des Speichersystems zu testen, Fehler festzustellen

  • Speicherauffrischungsprüfung, um festzustellen, ob der DRAM (Dynamic Random-Access Memory [dynamischer wahlfreier Zugriffsspeicher]) korrekt aufgefrischt wird.

Der Test des sekundären Cache-Speichers bestätigt die Funktionsfähigkeit des Cache-Kontrollerchips und des Cache-Speichers.

Wann sollte ein RAM-Test gestartet werden?

Fehlerhafte Speicherbausteine können eine Vielzahl von Störungen verursachen, die auf den ersten Blick nicht zwangsläufig auf den RAM hinweisen. Sollte das System eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen, beide Untertests der RAM-Testgruppe starten, um einen Defekt im Speicher auszuschließen:

  • Ein Programm läuft nicht wie gewohnt oder eine bisher problemlos eingesetzte Software arbeitet auf einmal fehlerhaft, obwohl bestätigt wurde, daß das Programm selbst keine Fehler aufweist. (Das Programm läuft zum Beispiel auf einem anderen System ohne Problem.)

  • Das System sperrt regelmäßig (reagiert nicht mehr auf Eingaben und muß neu gestartet werden). Dies geschieht bei verschiedenen Programmen und an unterschiedlichen Stellen im gleichen Programm.

  • Zu jeder Zeit während des Betriebs werden Paritätsfehler ausgegeben (jede Fehlermeldung, in der das Wort Parität erscheint). Diese Fehler werden normalerweise von einem Hinweis auf eine Adresse (den Speicherort, wo der Fehler auftrat) begleitet. Die Adresse sollte auf einer Kopie der Diagnose-Checkliste, die sich in "Wie Sie Hilfe bekommen" befindet, notiert werden.

Systemeinstellungstestgruppe

Die Untertests der Systemeinstellungstestgruppe testen die wesentlichen Komponenten der Systemplatine und deren Funktionen.

Untertests

Die Systemeinstellungstestgruppe setzt sich aus folgenden Untertests zusammen:

  • CMOS-Vertrauenstest

    Prüft den Zugriff auf den NVRAM und die Verläßlichkeit der abgelegten Daten durch Ausführen eines Datenmustertests und den Vergleich der Speicheradresse.

  • CMEM-Vertrauenstest

    Prüft die Verläßlichkeit und den Zugriff auf den 8-KB-RAM des EISA-RAM-Konfigurationschips (Extended Industry-Standard Architecture [erweiterte Industriestandardarchitektur]), in dem die EISA-Hardware-Konfigurationsinformationen abgelegt werden. Auf Systemen ohne Flash-RAM wird ein Datenmuster- und Adressvergleichstest durchgeführt.

    ANMERKUNG: Dieser Test gilt nur für Systeme mit einem EISA-Bus.
  • DMA-Controllertest

    Überprüft den DMA-Controller sowie die korrekte Operation seiner Seiten- und Kanal-Register durch Einlesen von Datenmustern in die Register.

  • Echtzeituhr-Test

    Bestätigt die korrekte Funktion der Echtzeituhr des Computers.

  • System-Zeitgebertest

    Prüft die vom Mikroprozessor für Zählvorgänge, Frequenzerzeugung und andere Funktionen genutzten Zeitgeber. Nur die durch Software aktivierbaren Funktionen werden geprüft.

  • Unterbrechungs-Controllertest

    Simuliert auf jeder IRQ-Leitung eine Unterbrechung, um zu überprüfen, ob die Geräte an dieser Leitung mit dem Mikroprozessor kommunizieren und ob die Unterbrechungs-Controller die richtigen Speicheradressen an den Mikroprozessor übermitteln.

  • Test der Reset-Taste

    Bestätigt die korrekte Funktion der Reset-Taste.

  • System-Lautsprechertest

    Prüft die Funktion des Lautsprechers durch Erzeugung von acht Tönen.

  • Coprozessor-Rechenfunktionstest

    Prüft den Umgang des mathematischen Coprozessors mit verschiedenen Zahlentypen sowie dessen Rechenfunktionen.

  • Fehlerausnahme-Test des Coprozessors

    Prüft, ob der Coprozessor mit Fehlern umgehen und Unterbrechungsaufforderungen (IRQs) an den Mikroprozessor senden kann.

  • PC-Karten-Controllertest

    Prüft die Funktionen des PCMCIA-Controllers auf der Systemplatine.

  • Test der thermischen Steuerung

    Prüft die Funktion der Wärmeüberwachung- und der Taktratenumschaltfunktionen des Mikroprozessors auf der Hauptplatine.

  • Multiprozessortest

    Bestätigt, bei Systemen mit Multiprozessoren, daß der zweite Mikroprozessor funktionsfähig ist.

  • USB-Registertest

    Prüft die internen Register der USB-Schnittstelle (Universal Serial Bus [universaler serieller Bus]). Bei diesem Untertest werden keine USB-Peripheriegeräte getestet.

  • USB-Speicheraufbautest

    Überwacht die Fähigkeit eines USB-Controllers, einen einfachen Satz speicherresidenter Befehle zu verarbeiten.

Wann sollte ein System-Set-Test gestartet werden?

Die System-Set-Untertests bieten eine doppelte Prüfung vieler Komponenten der Systemplatine (zum Beispiel der E/A-Kreise [Eingabe/Ausgabe] des Computers), die durch andere Testgruppen oder Untertests der Diagnose geprüft werden. Nachdem die fragliche Komponente der Systemplatine mit den zuvor beschriebenen Tests überprüft wurde und die Ursache dabei nicht ermittelt werden konnte, kann die Systemeinstellungstestgruppe eventuell beim Lokalisieren der Fehlerquelle weiterhelfen.

Die Systemeinstellungstestgruppe testet auch die Funktion weiterer Komponenten des Systems (zum Beispiel den Lautsprecher), die durch keinen anderen Dell-Diagnosetest abgedeckt werden.

Die folgenden Symptome weisen normalerweise auf ein Problem mit einer Komponente oder Unterbaugruppe hin und machen den Aufruf eines Systemeinstellungs-Untertests notwendig:

  • Ein Programm läuft nicht oder eine bisher problemlos eingesetzte Software arbeitet auf einmal fehlerhaft, obwohl überprüft wurde, daß das Programm selbst keine Fehler aufweist. (Das Programm läuft zum Beispiel auf einem anderen System ohne Probleme.)

  • Auf eine bisher einwandfrei funktionierende PC-Karte kann nicht mehr zugegriffen werden.

  • Zu irgendeinem Zeitpunkt bei der Arbeit wird ein Paritätsfehler ausgegeben (eine Fehlermeldung, die den Begriff Parität oder Seitenfehler enthält). Diese Fehlermeldungen enthalten im allgemeinen einen Adressenverweis (den Ort im Speicher, an dem der Fehler auftrat), der auf einer Kopie der Diagnose-Checkliste in "Wie Sie Hilfe bekommen" vermerkt werden sollte.

  • Die Korrektur von Fehlern der Systemkonfigurationsinformationen im System-Setup-Programm hat die Störung nicht beseitigt.

  • Uhr/Kalender des Computers stoppt.

  • Der Lautsprecher arbeitet nicht mehr. Das Problem könnte ein Versagen des Systemzeitgebers oder des Lautsprechers sein. Zuerst den System-Zeitgebertest, dann den System-Lautsprechertest aufrufen.

  • Bei Störungen von Peripheriegeräten den Unterbrechungs-Controllertest starten.

  • Ein Tabellenkalkulationsprogramm oder eine andere Anwendung mit mathematischen Operationen arbeitet außergewöhnlich langsam, erzeugt Fehlermeldungen bei Berechnungen oder Operationen, läuft inkorrekt oder gibt falsche Resultate aus. Ein Programm läuft nicht oder eine bisher problemlos eingesetzte Software arbeitet plötzlich fehlerhaft, obwohl überprüft wurde, daß das Programm selbst keine Fehler aufweist. (Das Programm läuft zum Beispiel auf einem anderen System ohne Probleme.)

  • Das System sperrt regelmäßig. Dies geschieht bei verschiedenen Programmen und an unterschiedlichen Stellen im gleichen Programm.

  • Der Computer stoppt mitten in einer Berechnung oder komplexen mathematischen Operation.

Videotestgruppe

Die Bildschirm-Testgruppe überprüft die korrekte Arbeit des Video-Controllers und der Video-Schaltkreise im System. Diese Untertests überprüfen die lesbaren Register von Videoschaltkreisen und Controller auf korrekte Operation. Sie schreiben, lesen und überprüfen die Datenmuster in den Cursor-Registern des Controller-Chips. Die Bildschirm-Testgruppe prüft ferner den gesamten Videospeicher und fügt weitere Tests der Farbfunktionen des Farbmonitors hinzu.

Untertests

Die acht Untertests der Videotestgruppe überprüfen die folgenden Videofunktionen:

  • Videospeicher-Test

    Prüft die Lese-/Schreibfähigkeit des Videospeichers in den verschiedenen Videomodi.

  • Videohardware-Test

    Prüft Cursor-Register sowie horizontale und vertikale Nachzeichnungs-Bitregister im Video-Controller.

  • Textmoduszeichen-Test

    Prüft die Fähigkeit des Video-Subsystems, Daten im Textmodus auszugeben.

  • Textmodusfarben-Test

    Prüft die Fähigkeit des Video-Subsystems, Farben im Textmodus darzustellen.

  • Textmodusseiten-Test

    Prüft die Fähigkeit des Video-Subsystems, alle Videoseiten zuzuweisen und seitenweise auf dem Bildschirm auszugeben.

  • Grafikmodi-Test

    Prüft die Fähigkeit des Video-Subsystems, Daten und Farben im Grafikmodus auszugeben.

  • Farbpaletten-Test

    Prüft die Fähigkeit des Video-Subsystems, alle verfügbaren Farben darzustellen.

  • Farbauffüll-Test

    Prüft die Fähigkeit des Video-Subsystems, ganze Bildschirmseiten in Farbe anzuzeigen. Erlaubt die Prüfung auf fehlende Farbpunkte.

Viele dieser Tests geben Zeichen oder Grafiken auf den Bildschirm aus, die zu überprüfen sind. Beispiele dieser Bildschirmausgaben befinden sich unter "Diagnose-Videotests".

ANMERKUNG: Der Standardgrenzwert für das Testen der SVGA-Modi (Super Video Graphics Array [Super-Videografikarray]) ist Nein. Wird ein externer Monitor gestestet, so ist dieser Standardwert auf Ja zu setzen.

Wann sollte ein Bildschirm-Test gestartet werden?

Die meisten Symptome, die zum Start eines Untertests in der Bildschirm-Testgruppe veranlassen, sind klar ersichtlich, da der Bildschirm die visuelle Ausgabekomponente des Systems darstellt. Vor dem Ausführen der Bildschirm-Testgruppe ist zu überprüfen, ob die Störung nicht von der Software oder durch einen Wechsel in der Hardwarekonfiguration verursacht wird. Ferner sollten zuerst alle Software-Unterstützungsprogramme des Bildschirms und des Video-Subsystems ausgeführt werden.

Treten dennoch ein oder mehrere der folgenden Symptome auf, den bzw. die entsprechenden Tests wie folgt starten:

  • Ist das Bild auf dem internen oder externen Bildschirm teilweise gestört, alle Untertests der Bildschirm-Videogruppe starten.

  • Ist die Ausrichtung von Text oder Grafik unabhängig vom gerade eingesetzten Programm nicht gegeben, den Textmoduszeichen-Test, Textmodusseiten-Test und Grafikmodi-Test starten.

  • Werden beim Einsatz eines internen oder externen Farbbildschirms die Farben wechselhaft oder überhaupt nicht dargestellt, den Textmodusfarben-Test, Farbpaletten-Test und Farbauffüll-Test starten.

  • Arbeitet der interne oder externe Bildschirm in einem Modus befriedigend, in einem anderen jedoch nicht (zum Beispiel kann die Textdarstellung korrekt sein, die Grafikausgabe dagegen nicht), den Textmoduszeichen-Test, Textmodusfarben-Test, Textmodusseiten-Test und Grafikmodi-Test starten.

Tastatur-Testgruppe

Die Untertests der Tastatur-Testgruppe überprüfen die einwandfreie Funktion der Tastatur und des Tastatur-Controller-Chips.

Untertests

Die fünf Untertests der Tastatur-Testgruppe überprüfen folgende Tastatur-Funktionen:

  • Tastatur-Controllertest

    Prüft die Fähigkeit des Tastatur-Controller-Chips, mit der Tastatur zu kommunizieren, sowie die Programmierung des Controllerchips

  • Tastenfolge-Test

    Stellt fest, ob die Tastatur in einer vorgegebenen Reihenfolge gedrückte Tasten korrekt übermittelt.

  • Interaktiver Tastaturtest

    Prüft den internen Mikrocode der Tastatur und die externe Schnittstelle des Tastatur-Controller-Chips auf fehlerhafte Tasten.

  • Test auf feststeckende Tasten

    Prüft den internen Mikrocode der Tastatur und die externe Schnittstelle des Tastatur-Controller-Chips auf sich wiederholende Tastensignale.

  • Test der externen Tastatur

    Prüft die Kontakte unter den Tasten auf elektrische Impulse um sicherzustellen, daß jede der Tasten ordnungsgemäß arbeitet.

Wann sollte ein Tastatur-Test gestartet werden?

Tastaturprobleme werden nicht immer von der Tastatur verursacht. Nimmt das System zum Beispiel überhaupt keine Tastatureingaben mehr an, als wäre die Tastatur vollkommen ausgefallen, liegt der Fehler höchstwahrscheinlich an anderer Stelle. Es gibt drei Symptome, die auf Störungen der Tastatur hinweisen. Manchmal verändert die Konfiguration eines Programms die Funktion einer Taste oder Tastenkombination. Ebenso wird manchmal die Tastenbelegung durch ein Programm wie zum Beispiel ProKey verändert. Da diese Programme speicherresident sind, sollten sie vor dem Start eines Untertests der Tastatur-Testgruppe aus dem Speicher gelöscht werden (durch Start des Systems über die Dell-Diagnosediskette). Liegt die Ursache der Störung nicht in einer Umbelegung der Tastaturfunktionen und tritt eines der folgenden Symptome auf, sollten ein oder mehrere Untertests der Tastatur-Testgruppe gestartet werden:

  • Eine Taste wird betätigt, aber das von dieser Taste erzeugte Zeichen wird auch nach dem Loslassen der Taste weiter auf dem Schirm ausgegeben. Taste hängt vermutlich fest. Hierzu den Test auf feststeckende Tasten starten.

  • Beim Betätigen einer Taste wird ein anderes Zeichen ausgegeben als üblich oder erwartet. Der Tastenkontakt könnte fehlerhaft sein. Den interaktiven Tastaturtest starten.

  • Eine Taste funktioniert überhaupt nicht. In diesem Fall alle Untertests der Tastatur-Testgruppe starten.

Maustest

Der Maustest überprüft die Funktion des Maus-Controllers (und damit die Bewegung des Mauszeigers am Bildschirm in Abhängigkeit von der Bewegung der Maus bzw. des Touchpads) sowie die Funktion der Maus/Touchpadtasten.

Untertests

Die Maustestgruppe enthält keine Untertests.

Wann sollte der Maustest gestartet werden?

Probleme mit der Maus oder dem Touchpad können ihre Ursachen sowohl im RAM als auch an einer fehlerhaften Maus oder einem fehlerhaften Touchpad haben. Zu den drei die Maus betreffenden Symptomen eines Problems gehören die Konfiguration eines Programms (das die Funktion der Maus oder des Touchpads verändert), speicherresidente Programme wie Sidekick oder ProKey und ein Versagen von Gerätetreibern (die Software, die die Funktion der Maus bzw. des Touchpads steuert). Sind diese Fehlerquellen ausgeschlossen, und die folgenden Symptome bleiben weiter bestehen, den Maustest starten:

  • Nach Betätigen einer Maus oder eines Touchpads wird die ausgelöste Funktion auch nach dem Loslassen der Taste (oder des Touchpads) weiter ausgeführt, d.h. die Taste oder das Touchpad scheint zu klemmen.

  • Die Reaktion beim Betätigen einer Taste der Maus oder des Touchpads ist anders als üblich oder erwartet. Der Tasten- oder Touchpadkontakt könnte fehlerhaft sein.

  • Eine Maustaste oder dasTouchpad funktioniert überhaupt nicht.

  • Der Mauszeiger auf dem Bildschirm reagiert nicht auf die Bewegungen der Maus oder des Touchpads.

Diskettenlaufwerke-Testgruppe

Die Untertests der Diskettenlaufwerke-Testgruppe erlauben die Überprüfung von sowohl 5,25-Zoll- als auch 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerken aller Kapazitäten.

Untertests

Die vier Disketenlaufwerk-Untertests der Diskettenlaufwerke-Testgruppe überprüfen folgende Laufwerksfunktionen:

  • Leitungstest

    Sucht nach verbogenen Stiften auf dem Laufwerks-Controller und spürt fehlerhafte Adern im Diskettenkabel auf.

  • Suchtest

    Prüft, ob das Laufwerk eine bestimmte Spur findet, und ob es die Schreib-/Leseköpfe über allen Spuren der Diskette positionieren kann.

  • Lesetest

    Prüft, ob das Laufwerk zum Lesen von Daten die Schreib-/Leseköpfe genau über jeden Zylinder der Diskette positioniert, und ob alle Spuren der Diskette gelesen werden können.

  • Schreibtest

    Prüft, ob das Laufwerk zum Schreiben von Daten die Schreib-/Leseköpfe genau über jeden Zylinder der Diskette positioniert, und ob auf alle Spuren der Diskette geschrieben werden kann.

Wann sollte ein Diskettenlaufwerke-Test gestartet werden?

Sehr häufig werden Störungen des Diskettenlaufwerks durch Diskettenfehler verursacht. Eine Packung fehlerhafter Disketten könnte den Eindruck eines fehlerhaften Laufwerks vermitteln. Die Testresultate wären dann irreführend. Dell empfiehlt, die Untertests der Diskettenlaufwerke-Testgruppe mehr als einmal mit Disketten aus unterschiedlichen Bezugsquellen laufen zu lassen.

Ein anderer Grund für Probleme mit Diskettenlaufwerken liegt in der falschen Bedienung — der Eingabe eines Befehls in falscher Form (Syntax-Fehler). Bei der Eingabe eines Befehls darauf achten, daß er richtig eingegeben wird.

Sind fehlerhafte Disketten und Syntaxfehler bei der Befehlseingabe als Fehlerquellen ausgeschlossen, weisen die folgenden Symptome normalerweise auf ein fehlerhaftes Laufwerk hin und machen den Start eines Untertests der Diskettenlaufwerks-Testgruppe sinnvoll:

  • Eine Fehlermeldung wird ausgegeben, daß das System nicht von Diskette lesen oder auf diese schreiben kann.

  • Eine Diskette kann nicht formatiert werden, oder während des Formatierens wird eine Fehlermeldung ausgegeben.

  • Daten auf der Diskette sind beschädigt oder verlorengegangen. Diese Probleme können auch nur zeitweise auftreten.

IDE- (ATA/ATAPI-) Geräte Test Group

Die Untertestes in der IDE- (ATA/ATAPI-) Geräte-Testgruppe überprüfen die Funktionalität aller Laufwerke, die am IDE-Bus des Systems angeschlossen sind, einschließlich Festplattenlaufwerk und entfernbare Datenträgerlaufwerke. Einige der in diesem Abschnitt aufgeführten Untertests gelten nur für bestimmte Laufwerke. Der Bandarretiertest gilt beispielsweise nur für Bandlaufwerke.

Untertests

Die elf Untertests der IDE- (ATA/ATAPI-) Geräte-Testgruppe überprüfen folgende Laufwerksfunktionen:

  • Informationen anzeigen

    Zeigt Informationen über die am IDE-Bus angeschlossenen Laufwerke an.

  • Vertrauenstest

    Führt einen Schnelltest auf den Festplattenlaufwerken aus, um sicherzustellen, daß sie richtig funktionieren.

  • Selbstdiagnose-Test

    Verwendet die internen Testfähigkeiten des Laufwerks, um festzustellen, ob das Laufwerk richtig funktioniert

  • Suchtest

    Prüft die Fähigkeit des Laufwerks, nach jedem Block auf dem Gerät zu suchen.

  • Lesetest

    Positioniert die Leseköpfe über jeden Block des Gerätes und prüft, ob alle Blöcke auf dem Gerät richtig gelesen werden können.

  • Prüftest

    Ist dem Lesetest ähnlich, doch werden bei diesem Test keine Daten vom Laufwerk zum System übertragen.

  • Schreibtest

    Positioniert die Lese-/Schreibköpfe über jeden Block des Laufwerks und prüft, ob auf alle Spuren des Laufwerks richtig geschrieben werden kann.

  • SMART-Test

    Prüft, ob die internen Fehlergrenzwerte eines Festplattenlaufwerks überschritten wurden und eventuell ein Festplattenlaufwerksversargen vorhersagt werden kann. Wenn Fehlergrenzwerte überschritten wurden, versagt der Test.

  • CD-ROM-Audiotest

    Veranlaßt das Spielen einer Audiospur einer CD in einem CD-ROM-Laufwerk. Wenn das System keine Lautsprecher und keinen integrierten Audio-Controller oder Soundkarte besitzt, müssen Lautsprecher an der CD-ROM-Lautsprecherbuchse angeschlossen werden, um überprüfen zu können, ob der Test erfolgreich beendet wird.

  • Test des Ausstoßmechanismus für Datenträger

    Veranlaßt ein Ausstoßen von Datenträgern aus einem Laufwerk mit entfernbaren Medien auf elektronischer Weise. Wenn das Laufwerk ein Ausstoßen von Datenträgern auf elektronischer Weise nicht unterstützt, ist der Test bedeutungslos.

  • Bandarretierrtest

    Führt einen Bandarretiervorgang auf einem Bandlaufwerk mit einer installierten Bandkassette aus. Bandlaufwerksfehler werden manchmal von einer Kassette hervorgerufen, die neu arretiert werden muß.

Wann sollte ein IDE- (ATA/ATAPI-) Geräte-Test gestartet werden?

ANMERKUNG: Wenn das Festplattenlaufwerk auf den noch freien Speicherplatz überprüft wird, gibt das Betriebssystem normalerweise fehlerhafte Sektoren an. Dies ist insofern normal, als die meisten Festplattenlaufwerk eine geringe Anzahl von nicht verwendbaren Sektoren besitzen. Auf dem Festplattenlaufwerk sind diese fehlerhaften Sektoren vermerkt und werden vom Gebrauch ausgeschlossen. Die Angabe von nicht verwendbaren Sektoren auf dem Festplattenlaufwerk ist alleine kein Grund, den Test zu starten, sofern nicht eine sehr große Anzahl solcher Sektoren ausgegeben wird (mehr als fünf Prozent des insgesamt verfügbaren Speicherplatzes).

Die häufigsten Symptome, bei dessen Auftreten das IDE-Laufwerk getestet werden sollte:

  • Das Laufwerke versagt während der Startroutine.

  • Von den Programmen oder dem Betriebssystem werden Suchfehler gemeldet.

  • Eine Fehlermeldung wird ausgegeben, die besagt, daß kein Schreib-/Lesezugriff auf das Laufwerk möglich ist.

  • Daten gehen verloren oder werden beschädigt; das Problem kann auch in zeitlichen Abständen auftreten. Nach dem Speichern durch ein Programm können Dateien nicht mehr aufgerufen werden.

Serielle/Infrarot-Schnittstellen-Testgruppe

Die Untertests der seriellen/Infrarot-Schnittstellen-Testgruppe überprüft die Schnittstelle des Computers mit externen Geräten wie Drucker oder Maus, die über eine serielle/Infrarot-Schnittstelle mit dem Computer verbunden sind. Die Untertests dieser Testgruppe sind nicht als Diagnosetest für das an der jeweiligen Schnittstelle angeschlossene Peripheriegerät gedacht.

ANMERKUNGEN: Wenn einige bestimmte Modems installiert sind, könnten die Untertests dieser Testgruppe versagen, da die Dell-Diagnose das Modem als serielle oder infrarote Schnittstelle ansieht, es aber nicht als solche testen kann. Wenn bei einem installierten Modem einer der seriellen/infrarot Schnittstellenuntertests versagen sollte, das Modem ausbauen und die Diagnosetests noch einmal starten.

Wenn kein externer Schleifenanschluß an einer seriellen/infrarot Schnittstelle angeschlossen ist, versagt der serielle externe Baudratentest, und die Resultate dieses Tests sollten ignoriert werden. Ein externes Modem, das an diese Schnittstelle angeschlossen ist, dient nicht als Ersatz für einen externen Schleifenanschluß.

Untertests

Die vier Untertests der seriellen/Infrarot-Schnittstellen-Testgruppe prüft folgende Schnittstellenfunktionen:

  • Serieller/Infrarot-Baudratentest

    Prüft den Baudraten-Generator aller seriellen Schnittstellenchips durch Vergleich mit der Systemuhr.

  • Serieller/Infrarot-Interrupt-Test

    Testet die Fähigkeit einer seriellen Schnittstelle, Unterbrechungsanfragen an den Mikroprozessor zu senden.

  • Serieller/Infrarot- interner Baudratentest

    Über den internen Prüfschleifenmodus werden verschiedene interne Funktionen des seriellen Kommunikations-Chips getestet.

  • Serieller externer Baudratentest

    Ist ein Prüfschleifengerät angeschlossen, werden die Leitungskontrollbits der seriellen Schnittstelle geprüft, ein Testmuster in verschiedenen Baud-Raten gesendet und die zurückgelieferten Werte kontrolliert.

Wann sollte ein Serieller/Infrarot-Schnittstellen-Test gestartet werden?

Erkennt die Diagnose eine der seriellen oder infraroten Schnittstellen im System nicht, das System-Setup-Programm aufrufen und überprüfen, ob die Kategorie Serial/Infrared Port (Serielle/Infrarot-Schnittstelle) eventuell deaktiviert wurde. Die Untertests der Testgruppe Serielle/Infrarot-Schnittstelle können deaktivierte Schnittstellen nicht ansprechen.

Da sie als Anschluß für Peripheriegeräte dient, ist eine fehlerhafte Schnittstelle als Fehlerquelle nicht immer leicht zu erkennen. Da sie als Anschluß für Peripheriegeräte dient, ist eine fehlerhafte Schnittstelle als Fehlerquelle nicht immer leicht zu erkennen. Ist das Gerät über die Software nicht korrekt installiert, könnte es aber ebenfalls nicht fehlerfrei arbeiten. In diesem Falle das Gerät über andere Programme oder auf Betriebssystemebene ansprechen. Arbeitet es dann noch immer nicht einwandfrei, kann die Softwarekonfiguration als Ursache ausgeschlossen werde.

Eine weitere Fehlerquelle ist das externe Gerät. Mit Hilfe der beiliegenden Dokumentation Störungen im Gerät beseitigen und dessen einwandfreie Funktion überprüfen. (Die meisten Drucker besitzen eine Selbsttestfunktion.)

Sind falsche Systemkonfigurationseinstellungen,
Peripheriegeräteversagen und Softwarefehlerals mögliche Fehlerquellen ausgeschlossen, die Untertests der seriellen/Infrarot-Schnittsten-Testgruppe starten, um die Hardware zu überprüfen. Die folgenden Symptome können auch durch das Peripheriegerät oder falsch eingestellte Software hervorgerufen werden, sie weisen jedoch auch auf eine Störung der Schnittstelle hin:

  • Das Peripheriegerät arbeitet nur intermittierend oder produziert intermittierende Fehler. Die Schnittstelle könnte fehlerhaft sein.

  • Das System gibt eine Fehlermeldung aus, die sich auf das an der Schnittstelle angeschlossene Gerät bezieht, die Überprüfung des Geräts beseitigt diesen Fehler aber nicht. Hierzu den passenden Untertest der seriellen/infrarot Schnittstellen-Testgruppe starten.

  • Software oder System-Setup-Programm erkennen das Vorhandensein einer seriellen/infrarot Schnittstelle nicht. Die Einstellung der Kategorie Serielle/Infrarot-Schnittstelle; im Setup-Programm überprüfen und den passenden Untertest der Seriellen/Infrarot-Schnittstellen-Testgruppe starten.

Parallele Schnittstellen-Testgruppe

Diese Testgruppe überprüft die Schnittstelle des Computers mit externen Geräten wie Druckern, die über eine parallele Schnittstelle mit dem Computer verbunden sind. Die Untertests in dieser Testgruppe sind nicht als Test für die an den Schnittstellen angeschlossenen Peripheriegeräte gedacht. (Der Drucker bildet die einzige Ausnahme, wie unter Paralleler Interner Test beschrieben.)

ANMERKUNG: Wenn kein externer Schleifenanschluß an der parallelen Schnittstelle angeschlossen ist, versagt der parallele externe Baudratentest für die betreffende Schnittstelle, und die Resultate dieses Tests sollten ignoriert werden.

Untertests

Die vier Untertests der parallelen Schnittstellen-Testgruppe überprüfen folgende Schnittstellenfunktionen:

  • Paralleler interner Test

    Prüft verschiedene interne Funktionen der parallelen Schnittstelle.

  • Paralleler externer Schleifentest

    Testet die Funktion der Steuerleitungen über einen externen Schleifenanschluß, falls vorhanden.

  • Paralleler externer Interrupt-Test

    Testet die Fähigkeit der parallelen Schnittstelle, Unterbrechungen aus allen möglichen Quellen zu erzeugen, wenn ein externer Schleifenanschluß vorhanden ist.

  • Paralleler Druckermustertest

    Testet einen Drucker und die Fähigkeit der parallelen Schnittstelle, ein Muster an den Drucker zu senden (falls angeschlossen).

Wann sollte ein paralleler Schnittstellen-Test gestartet werden?

Erkennt die Diagnose die parallele Schnittstelle im System nicht, das System-Setup-Programm aufrufen, um festzustellen, ob die Kategorie Parallel Port (Parallele Schnittstelle) eventuell deaktiviert wurde. Die Untertests der parallelen Schnittstellen-Testgruppe können deaktivierte Schnittstellen nicht ansprechen.

Da sie als Anschluß für Peripheriegeräte dient, ist eine fehlerhafte Schnittstelle als Fehlerquelle nicht immer leicht zu erkennen. Statt dessen arbeitet das Peripheriegerät (zum Beispiel Drucker) nicht einwandfrei oder fällt total aus. Ist das externe Gerät über die Software nicht korrekt installiert, könnte es aber ebenfalls nicht fehlerfrei arbeiten. Das Peripheriegerät über andere Programme oder auf Betriebssystemebene ansprechen. Arbeitet es noch immer nicht einwandfrei, kann die Softwarekonfiguration als Ursache ausgeschlossen werden.

Eine weitere mögliche Fehlerquelle ist das externe Gerät. Mit Hilfe der beiliegenden Dokumentation Störungen im Gerät beseitigen und die einwandfreie Funktion überprüfen. (Die meisten Drucker bieten eine Selbsttestfunktion.)

Sind falsche Systemkonfigurationseinstellungen, Peripheriegeräteversagen und Softwarefehler als mögliche Fehlerquellen ausgeschlossen, die Untertests der parallelen Schnittstellen-Testgruppe starten, um die Hardware zu überprüfen. Die folgenden Symptome können auch durch das Peripheriegerät oder falsch eingestellte Software hervorgerufen werden, sie weisen jedoch auch auf eine Störung der Schnittstelle hin:

  • Das Peripheriegerät arbeitet nur intermittierend oder produziert intermittierende Fehler. Die Schnittstelle könnte fehlerhaft sein.

  • Das System gibt eine Fehlermeldung aus, die sich auf das an der Schnittstelle angeschlossene externe Gerät bezieht, die Überprüfung des Geräts beseitigt diesen Fehler aber nicht. Hierzu den passenden Untertest der parallelen Schnittstellen-Testgruppe starten.

  • Software oder System-Setup-Programm erkennen das Vorhandensein einer parallelen Schnittstelle nicht. Im System-Setup-Programm die Einstellung der Kategorie Parallele Schnittstelle überprüfen und den passenden Untertest in der Parallelen Schnittstellen-Testgruppe starten.

SCSI-Geräte-Testgruppe

Mit den Untertests der SCSI-Geräte-Testgruppe werden die Funktionen von bis zu vier SCSI-Hostadaptern und den daran angeschlossenen SCSI-Geräten getestet.

ANMERKUNGEN: Vor dem Aufruf dieser Untertests in jedes CD-ROM-Laufwerk eine CD mit Daten- und Audiospuren (zum Beispiel eine Multimedia-CD) einlegen. Alle Untertests erfordern eine CD mit Datenspuren, mit Ausnahme des Audio-Ausgangstests. Für den Audio-Ausgangstest wird eine CD mit Audiospuren benötigt.

Wenn ein CD-ROM-Laufwerk bei Testaufruf leer ist oder eine CD enthält, die nicht die erforderlichen Daten- oder Audiospuren besitzt (abhängig von dem/den aufgerufenen Untertest(s), versagt der bzw. versagen die Untertests.

Untertests

Die sieben Untertests der SCSI-Diagnose-Testgruppe überprüfen die folgenden Laufwerksfunktionen:

  • Interne Diagnose

    Ruft den internen Selbsttest des Gerätes auf.

  • Suchtest

    Überprüft die Fähigkeit des Laufwerks, nach einer bestimmten Spur zu suchen, und die Positionierung der Schreib-/Leseköpfe über allen Spuren.

  • Lesetest

    Positioniert die Schreib-/Leseköpfe überjeden Block und überprüft, ob von allen Spuren auf dem Gerät richitig gelesen werden kann.

  • Schreibtest

    Positioniert die Schreib-/Leseköpfe über jeden Block und überprüft, ob auf alle Spuren auf dem Gerät richtig geschrieben werden können.

  • Audio-Ausgangstest

    Veranlaßt das Spielen der ersten Audiospur einer Audio-CD. Um festzustellen, ob der Test positiv verläuft, ist auf den Audioausgang des Laufwerks zu hören.

    ANMERKUNG: Um den Audio-Ausgangstest aufzurufen, muß der Test individuell ausgewählt werden. Er wird nicht als Teil einer Testgruppe ausgeführt.
  • Datenträger ausstoßen

    Prüft die Fähigkeit eines CD-ROM-Laufwerks oder SCSI-Bandlaufwerks, die CD oder die Bandkassette auszustoßen.

  • Informationen anzeigen

    Zeigt einen Bildschirm mit Informationen über jeden im System befindlichen Hostadapter sowie die den einzelnen SCSI-Hostadaptern zugewiesenen Ressourcen und eine Liste der daran angeschlossenen Geräte an.

Wann sollte ein SCSI-Geräte-Test gestartet werden?

Wenn das SCSI-Festplattenlaufwerk auf ihren noch freien Speicherplatz überprüft wird, gibt das Betriebssystem normalerweise fehlerhafte Sektoren an. Dies ist insofern normal, als die meisten Festplattenlaufwerke eine geringe Anzahl von nicht verwendbaren Sektoren besitzen. Auf dem Festplattenlaufwerk sind diese fehlerhaften Sektoren vermerkt und werden vom Gebrauch ausgeschlossen. Die Angabe von nicht verwendbaren Sektoren auf dem Festplattenlaufwerk ist alleine kein Grund, das Festplattenlaufwerk zu testen, sofern nicht eine sehr große Anzahl solcher Sektoren ausgegeben wird (mehr als fünf Prozent des insgesamt verfügbaren Speicherplatzes).

Vier der häufigsten Symptome, bei deren Auftreten ein SCSI-Gerät getestet werden sollte:

  • Ein SCSI-Festplattenlaufwerk versagt während der Startroutine.

  • Von den Programmen oder dem Betriebssystem werden Suchfehler gemeldet.

  • Eine Fehlermeldung wird ausgegeben, die besagt, daß kein Schreib-/Lesezugriff auf das SCSI-Gerät möglich ist.

  • Daten gehen verloren oder werden beschädigt; das Problem kann auch in zeitlichen Abständen auftreten. Nach dem Abspeichern durch ein Programm können Dateien nicht mehr aufgerufen werden.

Netzwerkschnittstellen-Testgruppe

Mit den Untertests der Netzwerkschnittstellen-Testgruppe werden die Grundfunktionen des Netzwerkschnittstellen-Controllers (NSC) getestet. Es werden deren interne Funktionen geprüft, einschließlich Lese- und Schreibzugriff auf deren Register und die internen Sende- und Empfangsfähigkeiten (Schleifen-Test).

Untertests

Die Untertests der Netzwerkschnittstelle-Testgruppe überprüfen folgende Funktionen:

  • Registertest

    Sendet Muster zu den schreibbaren Registern des Controllers und liest die Muster zurück, um zu überprüfen, ob sie zugreifbar sind und Daten beibehalten können. Dieser Untertest prüft außerdem die Unterbrechungserzeugung und registerspezifische Funktionalität, die je nach verwendetem Controller variiert.

  • Interner Schleifentest

    Schaltet den Controller in seine unterschiedlichen internen Schleifen-Modi und prüft dessen Fähigkeit, Daten zu senden und zu empfangen.

    ANMERKUNG: Auf einigen Controllern kann dieser Test nicht angewendet werden.
  • Externer Schleifentest

    Schaltet den Controller in seine unterschiedlichen externen Schleifen-Modi und prüft dessen Fähigkeit, Daten zu senden und zu empfangen. Für den Ablauf dieses Tests wird ein Schleifenteststecker benötigt.

    ANMERKUNG: Auf einigen Controllern kann dieser Test nicht angewendet werden.
  • Gemeinsamer-RAM-Test

    Führt einen Speichertest auf Controllern mit speicheradressiertem, gemeinsamen RAM aus. Auf Controllern mit FIFO-Gemeinsamem-RAM (First-In First-Out [Zuerst rein, Zuerst raus]) wird ein Datenmuster an alle Positionen geschrieben und zur Überprüfung wieder eingelesen. Einige Controller unterstützen Gemeinsame RAM-Tests nicht.

  • Informationen anzeigen

    Zeigt Adressen und Konfigurationsinformationen des NSC an. Hierzu gehört die Netzwerkadresse, die zur Kommunikation auf LANs (Local Area Network [lokales Netzwerk]) benötigt.

Wann sollte ein Netzwerkschnittstellen-Test gestartet werden?

Mit den Untertests der Netzwerkschnittstellen-Testgruppe können Probleme diagnostiziert werden, die beim Einsatz des Computers in einem Netzwerk auftreten könnten. Die meisten Netzwerkversagen sind auf folgende Ursachen zurückzuführen:

  • Schlechte Netzwerkverbindungen

  • Versagen des Controllers

  • Unterbrechungskonflikte (der Controller und ein anderes Gerät verwenden dieselbe IRQ-Leitung)

  • Software-Konfigurationsfehler

Wenn beim Einsatz des Computers in einem Netzwerk Probleme auftreten, sollte die Netzwerkverbindung überprüft werden. Wenn die Verbindung gut ist, die Netzwerkschnittstellen-Testgruppe aufrufen und überprüfen, ob der NSC ordnungsgemäß funktioniert. Wenn die Testgruppe in einer Schleife eingesetzt wird, kann sie zum Feststellen unregelmäßig auftretender Störungen verwendet werden.

Der Untertest des Registertests überprüft außerdem die Fähigkeit des Controllers, Unterbrechungen zu erzeugen. Der Test zum Anzeigen von Informationen zeigt die IRQ-Ebene des Controllers an. Anhand dessen läßt sich ermitteln, daß kein Unterbrechungskonflikt vorliegt, indem überprüft wird, ob die IRQ-Ebene nicht von einem anderen Gerät im System beansprucht wird.


Audiotestgruppe

Die Untertests in der Audiotestgruppe überprüfen die Funktionen des Audio-Controllers und die Aufzeichnungs- und Abspielfunktionen des Computers.

ANMERKUNG: Die folgenden Untertests sind nur auf Systemen mit eingebauten Lautsprechern verfügbar.

Untertests

Die elf Untertests der Audiotestgruppe überprüfen die folgenden Funktionen:

  • Software-Reset-Test

    Prüft, ob ein aktiver Audio-Controller im System installiert ist.

  • Kompatibilitätstest

    Prüft, ob der richtige Sound-Controller im System installiert ist.

  • Interrupt-Test

    Prüft, ob der Audio-Controller eine Unterbrechungsanforderung auf der für diesen Controller konfigurierten IRQ-Leitung erzeugt.

  • DMA-Test

    Bestätigt, daß sich auf dem System-Chipsatz ein DMA-Kanal befindet, und stellt fest, ob DMA-Controller und Audio-Controller gegenseitig Signale austauschen können.

  • FIFO-RAM-Test

    Prüft die Lese-/Schreibfähigkeit und den Status des Audio-Controllers.

  • Test des erstmaligen Reset-Status

    Überprüft die Reset-Werte der erweiterten Register des Audio-Controllers.

  • Interner Registertest

    Schreibt ein Testmuster zu den internen Registern des Audio-Controllers und liest andere Register, um die korrekte Interpretation der Muster zu bestätigen.

  • Dualkanal-Test

    Bestätigt die Gegenwart eines zweiten DMA-Kanals auf dem System-Chipsatz und erstellt, ob DMA-Controller und Audio-Controller auf dem zweiten DMA-Kanal miteinander Signale austauschen können.

  • UKW-Sound Abspieltest

    Prüft, ob das System synthetischen Sound generieren und über die eingebauten Lautsprecher wiedergeben kann.

  • Analoger Sound-Abspieltest

    Prüft, ob das System Soundproben über die eingebauten Lautsprecher abspielen kann.

  • Aufzeichnungs- und Abspieltest

    Prüft die Fähigkeit des Audio-Controllers, Soundproben von Signalen aus dem eingebauten Mikrofon zu erzeugen.

Wann sollte ein Audiotest gestartet werden?

Wenn die erwarteten Töne von den eingebauten Lautsprechern fehlen, ist es möglich, daß das Betriebssystem oder die Anwendung Ressourceneinstellungen verwendt, die nicht mit denen des Audio-Controllers im Computer übereinstimmen. Fehlt ein erwarteter Ton, so ist zuerst in der Dokumentation im Lieferumfang des Betriebssystems oder der Soundanwendung zu überprüfen, ob die Soundfunktionen korrekt für den Betrieb mit dem Computer konfiguriert sind. Die Standardeinstellungen des Audio-Controllers lauten:

  • DMA-Kanal: 1

  • IRQ-Leitung: 5

  • Schnittstellenadresse: 220h

Falls erforderlich, müssen die Ressourceneinstellungen des Betriebssystems oder der Soundanwendung auf diese Standardeinstellungen abgeändert werden.

Hören Sie immer noch keinen Ton, wenn Sie ihn erwarten, starten Sie die Audio-Testgruppe.

ANMERKUNG: Vergewissern Sie vor dem Ausführen der Audio-Testgruppe, daß die intenen Lautsprecher aktiviert und nicht auf stumm gestellt sind.

Systemmanagement-BIOS-Testgruppe

Die Untertests der Systemmanagement-BIOS-Testgruppe testen den Status verschiedener Systemgeräte, wie zum Beispiel die Temperatur des Prozessors, und zeigen dann Informationen über diese Systemgeräte an.

Untertests

Die sechs Untertests der System-Management-BIOS-Testgruppe testen folgende Systemgeräte und zeigen Informationen für diese Geräte an:

  • BIOS-Informationen

    Behandelt allgemeine BIOS-Informationen, wie zum Beispiel Sprachunterstützung, Hardwaresicherheit und System-Stromregelung.

  • Umgebungsinformationen

    Behandelt Kühlgeräte, Spannungssensorstadien und Temperatursensorstadien.

  • E/A-Informationen

    Behandelt Schnittstellenäinformationen, System-Erweiterungssteckplätze und integrierte Geräte.

  • Speicherinformationen

    Behandelt Informationen über physische Speicheranordnungen, Speichergeräteinformationen, zugewiesene Adressinformationen von Speicheranordnungen und zugewiesene Adressinformationen von Speichergeräten.

  • Prozessorinformationen

    Behandelt Prozessorstadien und Cache-Informationen.

  • Systeminformationen

    Behandelt allgemeine Systeminformationen, Gehäuseinformationen und Systemkonfigurationsoptionen.


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