Dienstprogramme zur Konfiguration von Teaming �ber das Betriebssystem
Von der Teamart unterst�tzte Funktionen
Ausw�hlen einer Teamart
Teaming-Verfahren
Architektur
Teaming-Modi
Vom Betriebssystem unterst�tzte Treiber
Unterst�tzte Teaming-Raten
Teaming und andere erweiterte Netzwerkfunktionen
Allgemeine Netzwerkaspekte
Anwendungsaspekte
Behebung von Teaming-Problemen
H�ufig gestellte Fragen
Ereignisprotokollmeldungen
�berblick: Broadcom Advanced Server Program
Broadcom Advanced Server Program (BASP) ist die Teaming-Software von Broadcom f�r Windows 2000, Windows Server 2003, NetWare und Linux-Betriebssystemen. Bei Windows-Betriebssystemen wird BASP innerhalb des Dienstprogramms Broadcom Advanced Control Suite 2 (BACS2) ausgef�hrt. Bei Linux-Betriebssystemen (nur bei Red Hat- Distributionen) wird zum Konfigurieren eines Teams ein BASP-Skript verwendet (siehe Konfigurieren der Teaming-Funktion). Bei anderen Linux-Distributionen wird zum Konfigurieren eines Teams ein Befehlszeilenprogramm verwendet (siehe Konfigurieren der Teaming-Funktion f�r andere Linux-Distributionen). Bei NetWare-Betriebssystemen wird zum Konfigurieren von Teams BASP mit allen f�r das Team ben�tigten Frames geladen (siehe Konfigurieren der Teaming-Funktion).
BASP bietet heterogene Unterst�tzung f�r Adapter-Teaming f�r alle Broadcom NetXtreme 57XX Controller sowie Dell-Ger�te mit Intel Netzwerkkarten-Adaptern einschlie�lich Intel® 10/100-Server-Adapter/-LOMs und Intel® Pro1000-Server-Adapter/LOMs.
BASP unterst�tzt vier Teamarten f�r den Lastausgleichs: Smart Load Balancing, Failover, Link Aggregation (802.3ad) sowie Generic Trunking (FEC/GEC)/802.3ad-Draft Static.
HINWEIS: Wenn Sie die Teaming-Software verwenden, sollten Sie die in Windows Server 2003 integrierte Bridging-Funktion nicht aktivieren.
Lastausgleich und Fehlertoleranz
Die Teaming-Funktion bietet einen Ausgleich der Datenverkehrslast sowie eine Fehlertoleranz (redundanter Adapterbetrieb bei Ausfall einer Netzwerkverbindung). Sind mehrere Gigabit Ethernet-Netzwerkadapter auf dem gleichen Server installiert, k�nnen Sie diese in Teams zusammenfassen, und somit einen virtuellen Adapter erstellen.
Ein Team kann aus 2 bis 8 Netzwerkkarten-Schnittstellen bestehen, wobei jeder Schnittstelle der Status einer prim�ren Schnittstelle oder einer Standby-Schnittstelle zugewiesen werden kann (Standby-Schnittstellen k�nnen nur im Modus Smart Load Balancing™ (SLB) eines Teams verwendet werden; nur eine Standby-Schnittstelle kann pro SLB-Team zugewiesen werden). Wird bei einer der Verbindungen des Adapter-Teams kein Datenverkehr festgestellt, weil ein Adapter, ein Kabel, ein Switch-Port oder - bei Anbindung der Adapter eines Teams an unterschiedliche Switches - ein Switch ausgefallen ist, wird die Lastverteilung neu ausgewertet und den verbleibenden Teammitgliedern zugewiesen. Sollten alle Prim�radapter ausfallen, wird der Hot Standby-Adapter aktiviert. Die bestehenden Sitzungen bleiben erhalten, und die Situation hat keinerlei Auswirkungen auf die Benutzer.
Teamarten
In folgender Tabelle werden die f�r die unterst�tzten Betriebssysteme verf�gbaren Teamarten aufgef�hrt:
Smart Load Balancing™ und Failover ist das von Broadcom implementierte Verfahren zum Lastausgleich und basiert auf dem IP-Fluss. Mit dieser Funktion kann der IP-Verkehr bidirektional �ber mehrere Adapter (Teammitglieder) ausgeglichen werden. Bei dieser Teamart verf�gen alle Adapter des Teams �ber separate MAC-Adressen. Diese Teamart erm�glicht die automatische Fehlererkennung und eine dynamische Ausfallsicherung durch ein anderes Teammitglied oder ein Hot Standby-Mitglied. Dies erfolgt unabh�ngig vom Schicht-3-Protokoll (IP, IPX, NetBEUI) bzw. kann in Verbindung mit vorhandenen Schicht-2- und Schicht-3-Switches verwendet werden. F�r diese Teamart ist keine Switch-Konfiguration (wie Trunking oder Link Aggregation) erforderlich.
HINWEISE:
Wenn Sie LiveLink™ beim Konfigurieren von Teams nicht aktivieren, wird empfohlen, das Spanning Tree Protocol (STP) auf dem Switch zu deaktivieren. Dadurch werden die Ausfallzeiten beim Failover auf Grund der Schleifen-Berechnung nach dem Spanning Tree-Algorithmus reduziert. Probleme dieser Art werden von LiveLink entsch�rft.
IPX f�hrt nur einen Lastausgleich auf der �bertragungsseite des Teams durch. Andere Protokolle sind auf den Prim�radapter beschr�nkt.
Wenn die �bertragungsrate der Verbindung bei einem Teammitglied 1000 MBit/s betr�gt und bei einem anderen Teammitglied 100 MBit/s, wird der gr��te Teil des Datenverkehrs von dem Teammitglied mit der 1000-MBit/s-Verbindung bew�ltigt.
Link Aggregation (802.3ad)
Dieser Modus unterst�tzt Link Aggregation und entspricht dem IEEE-Standard 802.3ad (LACP). Mit der Konfigurationssoftware k�nnen Sie dynamisch festlegen, welche Adapter einem bestimmten Team angeh�ren. Wenn der Verbindungspartner nicht richtig f�r die Verbindungskonfiguration 802.3ad konfiguriert ist, werden die Fehler erkannt und protokolliert. In diesem Modus sind alle Adapter f�r den Empfang von Paketen unter derselben MAC-Adresse konfiguriert. Das Lastausgleichsschema f�r den abgehenden Datenverkehr wird durch den BASP-Treiber bestimmt. Das Lastausgleichsschema f�r ankommende Datenpakete wird dagegen durch den Verbindungspartner des Teams festgelegt. In diesem Modus muss mindestens einer der Verbindungspartner aktiv sein.
Die Teamart Allgemeines Trunking (FEC/GEC)/802.3ad-Draft Static ist der Teamart Link Aggregation (802.3ad) in der Hinsicht sehr �hnlich, dass alle Adapter des Teams f�r den Empfang von Paketen unter derselben MAC-Adresse konfiguriert werden m�ssen. Die Teamart Allgemeines Trunking (FEC/GEC)/802.3ad-Draft Static) bietet jedoch keine LACP- oder Marker-Protokoll-Unterst�tzung. Diese Teamart unterst�tzt eine Vielzahl von Umgebungen, in denen die Adapterverbindungspartner zur Unterst�tzung eines propriet�ren Trunking-Verfahrens statisch konfiguriert sind. Mit dieser Teamart k�nnte beispielsweise OpenTrunk von Lucent oder Fast EtherChannel (FEC) von Cisco unterst�tzt werden. Bei dieser Teamart handelt es sich im Prinzip um eine vereinfachte Version der 802.3ad Link Aggregation. Der hier zugrunde liegende Ansatz ist wesentlich einfacher, da kein formalisiertes Link Aggregation-Steuerungsprotokoll (LACP) verwendet wird. Wie bei anderen Teamarten erfolgen die Teamerstellung und die Zuordnung der physischen Adapter zu den verschiedenen Teams statisch �ber die Benutzerkonfigurations-Software.
Die Teamart Allgemeines Trunking (FEC/GEC/802.3ad-Draft Static) unterst�tzt Load Balancing (Lastausgleich) und Failover (Ausfallsicherung) f�r den ankommenden und abgehenden Datenverkehr.
SLB (Auto-Fallback deaktiviert)
Die Teamart SLB (Auto-Fallback deaktiviert) ist mit der Teamart Smart Load Balancing und Failover bis auf eine Ausnahme identisch: wenn das Standby-Mitglied aktiv ist und ein prim�res Mitglied die Verbindung wiederhergestellt hat, verwendet das Team weiterhin das Standby-Mitglied, anstatt wieder auf das prim�re Mitglied umzuschalten.
Alle prim�ren Schnittstellen in einem Team sind durch das Senden und Empfangen von Teilmengen des gesamten Datenverkehrs an Lastausgleichsvorg�ngen beteiligt. Standby-Schnittstellen �bernehmen diese Funktion, wenn die Verbindungen f�r alle prim�ren Schnittstellen unterbrochen werden.
Das Failover-Teaming erm�glicht bei Ausfall einer Netzwerkverbindung einen redundanten Adapterbetrieb (Fehlertoleranz). Wenn die Verbindung des Prim�radapters in einem Team aufgrund eines Adapter-, Kabel- oder Switch-Port-Ausfalls unterbrochen wird, wird das sekund�re Teammitglied aktiviert und leitet sowohl den ankommenden als auch den abgehenden Datenverkehr, der urspr�nglich dem Prim�radapter zugewiesen wurde, weiter. Sitzungen bleiben erhalten, und die Situation hat keinerlei Auswirkungen auf die Benutzer.
Einschr�nkungen bei den Teamarten "Smart Load Balancing" und "Failover/SLB (Auto-Fallback deaktiviert)"
Bei Smart Load-Balancing™ (SLB) handelt es sich um ein Schema f�r ein bestimmtes Protokoll. Der Umfang der Unterst�tzung f�r die IP-, IPX- und NetBEUI-Protokolle wird unten aufgef�hrt.
Betriebssystem
Failover/Fallback: Nur Broadcom
Failover/Fallback: Herstellerunabh�ngig
IP
IPX
NetBEUI
IP
IPX
NetBEUI
Windows 2000
J
J
J
J
N
N
Windows Server 2003
J
J
J
J
N
N
NetWare 5.1/6.5
J
J
N. u.
J
N
N. u.
Red Hat Linux 2.1, 3 und 4
J
N. u.
N. u.
J
N. u.
N. u.
Lastausgleich: Nur Broadcom
Lastausgleich: Herstellerunabh�ngig
IP
IPX
NetBEUI
IP
IPX
NetBEUI
Windows 2000
J
J
N
J
N
N
Windows Server 2003
J
J
N
J
N
N
NetWare 5.1/6.5
J
J
N. u.
J
J
N. u.
Red Hat Linux 2.1, 3 und 4
J
N. u.
N. u.
J
N. u.
N. u.
LEGENDE:
J = ja
N = nein
N. u. = nicht unterst�tzt
Treiber f�r Netzwerkadapter von Drittanbietern m�ssen f�r Linux mit Broadcom NICE (Network Interface Card Extension)-Patches versehen bzw. f�r NetWare mit NESL (Netware Event Service Layer) kompatibel sein, um in einem herstellerunabh�ngigen Team die erforderliche Fehlertoleranz aufzuweisen und f�r den Lastausgleich zur Verf�gung zu stehen.
Die Teamart Smart Load Balancing funktioniert mit allen Ethernet-Switches, ohne dass die Switch-Ports f�r einen bestimmten Trunking-Modus konfiguriert werden m�ssen. Nur IP-Verkehr wird f�r sowohl f�r den ankommenden als auch f�r den abgehenden Datenverkehr dem Lastausgleich unterzogen. IPX-Verkehr wird f�r abgehenden Datenverkehr dem Lastausgleich unterzogen. Andere Protokollpakete werden �ber eine prim�re Schnittstelle gesendet und empfangen. Failover f�r anderen als IP-Verkehr wird nur bei Verwendung von Broadcom-Netzwerkadaptern unterst�tzt. Die Teamart Allgemeines Trunking erfordert, dass der Ethernet-Switch eine Form des Port-Trunking-Modus unterst�tzt (z. B. den Modus Gigabit EtherChannel von Cisco oder den Modus Link Aggregation anderer Hersteller von Switches). Diese Teamart ist protokollunabh�ngig. S�mtlicher Datenverkehr sollte fehlertolerant sein und dem Lastausgleich unterzogen werden.
HINWEIS: Wenn Sie LiveLink™ beim Konfigurieren von Teams nicht aktivieren, wird empfohlen, das Spanning Tree Protocol (STP) auf dem Switch zu deaktivieren. Dadurch werden die Ausfallzeiten beim Failover auf Grund der Schleifen-Berechnung nach dem Spanning Tree-Algorithmus reduziert. Probleme dieser Art werden von LiveLink entsch�rft.
LiveLink™
LiveLink™ ist eine Funktion von BASP, die nur f�r die Teamart Smart Load Balancing™ verf�gbar ist. LiveLink dient dazu, einen Verbindungsverlust hinter dem Switch zu erkennen und den Datenverkehr nur durch die Teammitglieder zu leiten, die �ber eine Live-Verbindung verf�gen. Diese Funktion steht durch die Teaming-Software zur Verf�gung (Informationen zu Windows-Betriebssystemen und zu Linux-Betriebssystemenfinden Sie unter Konfigurieren von LiveLink). Die Teaming-Software �berpr�ft regelm��ig ein oder mehrere bestimmte Zielnetzwerkger�te (indem von jedem Teammitglied ein Verbindungspaket gesendet wird). Die zu �berpr�fenden Zielger�te antworten nach Empfang des Verbindungspakets. Wenn ein Teammitglied die Antwort nicht innerhalb eines festgelegten Zeitraums erkennt, ist dies das Anzeichen daf�r, dass die Verbindung getrennt wurde und dass die Teaming-Software den Datenverkehr nicht mehr durch dieses Teammitglied leitet. Wenn ein Teammitglied zu einem sp�teren Zeitpunkt von einem zu �berpr�fenden Zielger�t eine Antwort erkennt, ist dies das Anzeichen daf�r, dass die Verbindung wiederhergestellt worden ist und dass die Teaming-Software automatisch wieder den Datenverkehr durch dieses Teammitglied leitet. LiveLink funktioniert nur mit TCP/IP.
LiveLink™ wird von den 32-Bit- und 64-Bit-Linux- bzw. Windows-Betriebssystemen, jedoch nicht von NetWare-Betriebssystemen unterst�tzt.
Unterst�tzung f�r Teaming und Large Send Offload/Checksum Offload (Large-Send-Verschiebung/Pr�fsummenverschiebung)
LSO (Large Send Offload; Large Send-Verschiebung) und Checksum Offload (Pr�fsummenverschiebung) werden f�r ein Team nur dann automatisch aktiviert, wenn LSO und Checksum Offload von allen Teammitgliedern unterst�tzt werden und f�r alle Teammitglieder konfiguriert sind.