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Fernaktivierung: Intel® Netzwerkadapter - Benutzerhandbuch

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Fernaktivierung: Intel® Netzwerkadapter - Benutzerhandbuch

Info über Fernaktivierung
Physikalische Installationsprobleme
BIOS-Einstellungen
Einstellungen des Betriebssystems


Info über Fernaktivierung

Die Fähigkeit, Server von einem entfernten Standort aus zu aktivieren, gehört zu den wichtigen Entwicklungen in der Serververwaltung. Diese Funktion hat sich in den letzten Jahren von einer einfachen Fern-Einschaltfunktion zu einem komplexen System entwickelt, das mit einer Vielzahl von Geräten und Energiezuständen von Betriebssystemen zusammenwirkt.

Unterstützte Adapter

  • Intel PRO/1000 PT Serveradapter
  • Intel PRO/1000 PT Dual Port Serveradapter
  • Intel PRO/1000 PF Serveradapter
  • Intel PRO/1000 XT Serveradapter
  • Intel PRO/1000 MT Serveradapter
  • Intel PRO/1000 MT Dual Port Serveradapter
  • Intel PRO/1000 MF Serveradapter

Akt. über Magic Packet

Bei den früheren Versionen der Fernaktivierung konnte der Computer aus dem ausgeschalteten Zustand durch Senden eines Magic Packets gestartet werden. Ein Magic Packet ist ein Ethernet-Paket, das die MAC-Adresse eines Adapters enthält, die 16 Mal in den Datenfeldern wiederholt wird. Wenn ein Adapter ein Magic Packet mit seiner eigenen MAC-Adresse erhält, aktiviert er die Stromzufuhr des Computers. Dadurch können Netzwerkadministratoren Wartungen außerhalb der Geschäftszeit an einem entfernten Standort durchführen, ohne einen Techniker schicken zu müssen.

Diese frühe Version erforderte ein Betriebssystem, das Fernaktivierung erkennen konnte. Es war jedoch ein Computer nötig, der über Bereitschafts-Stromversorgung und die erforderlichen Schaltkreise verfügte, um die Fernsteuerung ausführen zu können. Diese Computer waren üblicherweise mit einer Funktion mit der Bezeichnung Advanced Power Management (APM) ausgestattet. APM bot Leistungssteuerung auf BIOS-Basis.

APM-Leistungszustände
Leistungszustand Beschreibung
Bereit Eingeschaltet und voll operationsfähig
Standby (Bereitschaft) CPU ist im Leerlauf und es ist kürzlich keine Geräteaktivität aufgetreten
Unterbrechungszustand Das System befindet sich auf der niedrigsten, zum Datenerhalt notwendigen Energieverbrauchsebene
Ruhezustand Energie ist abgeschaltet, aber der Systemzustand wird beibehalten
Aus Ausgeschaltet

ACPI (Advanced Configuration and Power Interface)

Neuere Computer verfügen über die Funktion ACPI (Advanced Configuration and Power Interface), die über das APM-Konzept hinausgeht und es dem Betriebssystem gestattet, die Stromzufuhr selektiv zu steuern. ACPI unterstützt eine Vielzahl von Leistungszuständen. Jeder Zustand repräsentiert eine andere Leistungsebene, von voll hochgefahren bis komplett abgeschaltet, mit Teilleistungsebenen in jedem Zwischenstatus.

ACPI-Leistungszustände
Leistungszustand Beschreibung
S0 Eingeschaltet und voll operationsfähig
S1 System befindet sich im niedrigen Energieverbrauchsmodus (Schlafmodus) Die CPU-Taktfrequenz hat angehalten, aber RAM ist eingeschaltet und wird aktualisiert.
S2 Ähnlich wie S1, aber die CPU ist ausgeschaltet.
S3 Suspend to RAM (Bereitschaftsmodus). Die meisten Komponenten sind heruntergefahren. RAM bleibt operationsfähig.
S4 Suspend to disk (Ruhezustand). Der Speicherinhalt wird auf das Diskettenlaufwerk ausgelagert und dann neu ins RAM geladen, wenn das System aktiviert wird.
S5 Ausgeschaltet

Einige neuere Computer können aus ausgeschaltetem Zustand nicht aktiviert werden.

HINWEIS: S4 ist der einzige, derzeit von Dell unterstützte ACPI-Modus.

Die Fernaktivierung kann von verschiedenen, von Benutzern auswählbaren Pakettypen eingeleitet werden und ist nicht auf das Magic Packet-Format begrenzt. Weitere Informationen zu unterstützten Pakettypen finden Sie im Abschnitt "Betriebssystemseinstellungen".

Siehe die Systemdokumentation für unterstützte Leistungszustände.

Adressenmuster zur Fernaktivierung

Die Aktivierungsfähigkeit der Intel Adapter basiert auf vom Betriebssystem gesendeten Mustern. Sie können den Treiber mit Intel PROSet für Windows auf die folgenden Einstellungen konfigurieren. Für Linux wird WoL durch das Programm Ethtool* angeboten. Weitere Informationen über Ethtool finden Sie auf der Website: http://sourceforge.net/projects/gkernel.

  • Betriebssystem-gesteuert - es werden alle vom Betriebssystem gesendeten Muster akzeptiert.
  • Adressierte Pakete - es werden nur Muster akzeptiert, die die Ethernet-Adresse des Adapters im Ethernet-Header oder die dem Adapter zugewiesene IP-Adresse im IP-Header enthalten.
  • Magic Packets - es werden nur Muster akzeptiert, die 16 aufeinander folgende Wiederholungen der MAC-Adresse des Adapters enthalten.
  • Adressiert und Magic - es werden sowohl die Muster von adressierten als auch von Magic Packets akzeptiert.

Durch die Auswahl von "Adressierte Pakete" akzeptiert der Adapter auch Muster des ARP (Address Resolution Protocol), die die dem Adapter zugewiesene IP-Adresse abfragen. Wenn dem Adapter mehrere IP-Adressen zugewiesen wurden, fordert das Betriebssystem unter Umständen die Fernaktivierung bei ARP-Mustern an, die eine der zugewiesenen Adressen abfragen. Der Adapter reagiert jedoch nur auf ARP-Pakete, die die erste IP-Adresse der Liste abfragen, normalerweise die erste dem Adapter zugewiesene Adresse.

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Physikalische Installationsprobleme

Steckplatz

Einige Motherboards unterstützen Fernaktivierung (oder Fernaktivierung aus dem S5-Zustand) nur in einem bestimmten Steckplatz. Einzelheiten zur Fernaktivierungsunterstützung finden Sie in der Dokumentation, die mit Ihrem System mitgeliefert wurde.

Leistung

Neuere Intel PRO Adapter haben 3,3 Volt, funktionieren aber auch in einem Steckplatz mit 5 Volt. Sie sind so verschlüsselt, dass sie in beiden Steckplätzen verwendet werden können.

Die 3,3 Volt-Bereitschaftsstromversorgung muss im Stande sein, jeden installierten Intel PRO Adapter mit mindestens 0,2 Amp zu versorgen. Durch Deaktivieren der Fernaktivierungsfunktion des Adapters mit dem Dienstprogramm IBAUTIL wird die Leistungsaufnahme auf ca. 50 Milliampere (,05 Amp) pro Adapter verringert.

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BIOS-Einstellungen

Möglicherweise müssen Sie verschiedene Einstellungen im BIOS des Computer konfigurieren, damit die Fernaktivierung funktionieren kann.

Es können viele ACPI-Computer so konfiguriert werden, dass sie im APM-Modus arbeiten. Überprüfen Sie Ihre BIOS-Einstellungen, um herauszufinden, in welchem Modus Sie arbeiten.

Sie finden sowohl in APM- als auch in ACPI-Computern im Abschnitt "Energiesteuerung" Einstellungen für Wake on LAN mit der Bezeichnung "Wake on LAN" und/oder "Wake on PME". "Wake on LAN" bezieht sich auf Aktivierungsereignisse, die durch das 3-polige Headerkabel empfangen werden. "Wake on PME" bezieht sich auf Wakeup-Ereignisse, die durch den PCI-Bus empfangen werden. Um die Fernaktivierung zu aktivieren, sollten Sie die Einstellungen aktivieren, die Ihrer Adapterverbindung entspricht.

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Betriebssystemseinstellungen

Microsoft Windows Produkte

Windows 2000 und Windows Server 2003 sind ACPI-fähig. Diese Betriebssysteme unterstützen die Fernaktivierungstechnologie vom S5-Zustand nicht, sie unterstützen nur die Aktivierung aus dem Standbymodus. Wenn das System abgeschaltet wird, werden die ACPI-Geräte, einschließlich der Intel PRO Adapter, abgeschaltet. Dadurch wird die Fernaktivierungsfunktion des Adapters außer Betrieb gesetzt. Bei einigen ACPI-fähigen Computern verfügt das BIOS jedoch über eine Einstellung, mit der das Betriebssystem überschrieben werden kann und die Aktivierung aus einem S5-Zustand dennoch möglich ist. Wenn Ihre BIOS-Einstellungen die Aktivierung aus dem S5-Zustand nicht unterstützt, ist die Fernaktivierung auf den Standbymodus begrenzt, wenn Sie diese Betriebssysteme in ACPI-Computern verwenden.

Das Intel PROSet-Register Advanced (Erweitert) enthält für einige Adapter eine Einstellung mit der Bezeichnung "Enable PME" (PME aktivieren). Um das Hochfahren durch ein Magic Packet nach einer Abschaltung im APM-Energiesparmodus ausdrücklich zuzulassen, muss diese Einstellung auf Enable (Aktivieren) gesetzt werden. Weitere Details finden Sie in der Intel PROSet-Hilfe.

In den ACPI-fähigen Windows Versionen enthalten die erweiterten Einstellungen von Intel PROSet eine Einstellung mit der Bezeichnung Wake on Settings. Diese Einstellung steuert die Pakettypen, die das System aus dem Standby-Zustand holen. Weitere Details finden Sie in der Intel PROSet-Hilfe.

Achten Sie bei ACPI-Computern, die ACPI-fähige Betriebssysteme ausführen, darauf, die Standby-Option zu aktivieren. Um "Wake on Standby" zu aktivieren, öffnen Sie den Geräte-Manager und navigieren Sie zur Registereinstellung Energieverwaltung. Markieren Sie die Einstellung Gerät erlauben, den Computer aus dem Standbymodus zu aktivieren.

HINWEIS: Wenn Sie Windows 2000 verwenden und eine Option im Register Energieverwaltung ändern, klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern, bevor Sie zu einem anderen Register wechseln. Wenn Sie vor dem Klicken auf OK zu einem anderen Register wechseln, gehen alle im Register Energieverwaltung vorgenommenen Änderungen verloren.

Wenn Sie auf OK klicken, wird das Dialogfeld mit den Adaptereigenschaften geschlossen. Zur Durchführung weiterer Änderungen müssen Sie daher das Dialogfeld erneut öffnen.

Die Einstellung ist in folgenden Fällen nicht verfügbar:

  • Bei den Adaptern handelt es sich um Einzelanschluss-Glasfaseradapter auf Basis von anderen Ethernet-Controllern als Intel 82545GM oder 82572EI.
  • "Wake On Settings" und "Wake On Link Settings" wurden beide auf dem Gerät deaktiviert.

Andere Betriebssysteme

Fernaktivierung wird ebenfalls unterstützt unter

Bei Betriebssystemen, die die Fernaktivierungstechnologie nicht unterstützen, können Sie dennoch die Magic Packet-Methode verwenden, um einen Computer von fern hochzufahren. Wenn der Server zunächst eingeschaltet wird, kann das Konfigurations-Dienstprogramm Intel Boot Agent aufgerufen werden, indem Sie STRG-S drücken, wenn die Boot Agent-Eingabeaufforderung am Bildschirm erscheint. Das Konfigurationsprogramm verfügt über eine Parametereinstellung mit der Bezeichnung "Legacy OS Wakeup Support" (Unterstützung der Fernaktivierung alter Betriebssysteme). Wenn diese Einstellung aktiviert ist, vorkonditioniert der Boot Agent den Adapter, damit er auf ein Magic Packet-Aktualisierungsereignis antworten kann. Dadurch können Fernaktivierungen in Betriebssystemen durchgeführt werden, die diese Funktion nicht unterstützen.


Lesen Sie bitte alle Einschränkungen und Haftungsausschlüsse.


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