Intel PROSet für Windows* Geräte-Manager ist ein erweitertes Konfigurationsdienstprogramm, mit dem Sie die Intel Netzwerkadapter testen und Standard- und erweiterte Funktionen konfigurieren können. Es ist für Computer mit Windows Server 2003 und Windows 2000 verfügbar.
Mit der Diagnosesoftware von Intel können Sie den Adapter testen, um festzustellen, ob Probleme bei der Adapterhardware, der Verkabelung oder der Netzwerkverbindung vorliegen.
Mit Intel PROSet können Sie vier Arten von Diagnosetests ausführen.
Verbindungstest: Überprüft die Netzwerkverbindung, indem er den DHCP-Server, WINS-Server und Gateway anpingt.
Link-Test: Testet die Verbindungsgeschwindigkeit und Duplexeinstellungen des Verbindungspartners und berichtet die optimalen Einstellungen.
Kabeltests: Liefern Informationen über Kabeleigenschaften.
Hardware-Tests: Bestimmen, ob der Adapter ordnungsgemäß funktioniert.
Wählen Sie zum Aufrufen dieser Tests den Adapter in Windows Geräte-Manager und klicken Sie auf das Register Link und anschließend auf Diagnostics. Für jede Testart werden in einem Diagnosefenster Register angezeigt. Klicken Sie auf das entsprechende Register und führen Sie den Test aus.
Die Verfügbarkeit dieser Tests hängt von Hardware und Betriebssystem ab.
Verwenden Sie das Testprogramm DIAGS, um Adapter unter DOS zu testen.
Linux-Diagnose
Der Treiber verwendet die Ethtool-Schnittstelle für Treiberkonfigurationen und -diagnosen und zum Anzeigen statistischer Informationen. Für diese Funktionalität ist Ethtool Version 1.6 oder später erforderlich.
HINWEIS: Ethtool 1.6 unterstützt nur eine begrenzte Anzahl von Ethtool-Optionen. Durch Aktualisierung auf Ethtool 1.8.1 kann ein vollständigeres Ethtool-Funktionsset aktiviert werden.
Der Intel Adapter kann Testnachrichten an andere Ethernet-Adapter im selben Netzwerk senden. Dieser Test kann unter Verwendung des Testprogramms Diags.exe in DOS ausgeführt werden. Dieses Testprogramm befindet sich im Verzeichnis \DOSUtilities\UserDiag\ auf der installations CD, oder Sie können es vom Kunden-Support herunterladen.
Die ANS-Gruppenbildung, eine Funktion der Intel Advanced Network Services (iANS) Komponente. ermöglicht Ihnen, mehrere Adapter in einem System zu nutzen, indem sie zu einer Gruppe verbunden werden. iANS unterstützt Lastenausgleich, Fehlertoleranz und Link-Aggregation.
Die Gruppenbildungsfunktionalität wird durch den Zwischentreiber iANS bereitgestellt. Die Gruppenbildung verwendet den Zwischentreiber, um physische Adapter in eine Gruppe zusammenzufassen, die als ein einziger virtueller Adapter funktioniert. iANS dient als Verpackung um einen oder mehrere Basistreiber und fungiert als Schnittstelle zwischen Basistreiber und Netzwerkprotokollstapeln. Auf diese Weise steuert der Zwischentreiber, welche Pakete an welche physische Schnittstelle gesendet werden, sowie andere für die Gruppenbildung unentbehrlichen Eigenschaften
Es gibt mehrere Gruppenbildungsmodi, für deren Verwendung der iANS-Adapter konfiguriert werden kann.
Adaptergruppen einrichten
Bevor Sie unter Windows* das Bilden von Adaptergruppen einrichten können, müssen Sie die Intel® PROSet Software installieren. Nähere Angaben zum Einrichten von Gruppenbildung finden Sie in Ihren Betriebssysteminformationen.
Unterstützte Betriebssysteme
Die folgenden Verknüpfungen geben Ihnen Hinweise zur Einrichtung von Gruppenbildung in Ihrem Betriebssystem.
HINWEIS: Verwenden Sie zur Konfiguration von Gruppen in Linux die Kanalverbindungsfunktion, die in unterstützten Linux Kernels verfügbar ist. Weitere Informationen erhalten Sie in der Dokumentation zur Kanalverbindung in der Kernelquelle unter Documentation/networking/bonding.txt.
Unterstützte Adapter
Die Gruppenbildungsoptionen werden von Intel PRO/1000 Serveradaptern unterstützt. Bestimmte Adapter anderer Hersteller werden auch unterstützt. Wenn Sie einen Server mit Windows verwenden, können Adapter, die in Intel PROSet erscheinen, einer Gruppe angeschlossen werden.
HINWEIS: Um Adaptergruppenbildung einzusetzen, muss das System über mindestens einen Intel PRO/1000 Serveradapter verfügen.
Konfigurationshinweise
ANS gestattet Ihnen, Gruppen auf einem Adapter einzurichten. Eine aus einem Adapter bestehende Gruppe kann die Vorteile der Gruppenbildungsfunktionen nicht nutzen, gestattet Ihnen aber, der Gruppe einen weiteren Adapter bei laufendem Betrieb hinzuzufügen, ohne, wie bei der Erstellung neuer Gruppen, die Netzwerkverbindung zu verlieren.
Bevor Sie einer Gruppe ein neues Mitglied bei laufendem Betrieb hinzufügen, vergewissern Sie sich, dass die Verbindung des neuen Mitglieds abgeschaltet ist. Die Verbindung wird unterbrochen, wenn einem Switchkanal ein Anschluss bei laufendem Betrieb hinzugefügt wird, bevor der Adapter der ANS-Gruppe hinzugefügt wurde. Der Switch beginnt in diesem Fall nämlich, Verkehr an den Anschluss weiterzuleiten, bevor das Mitglied überhaupt konfiguriert wurde. Umgekehrt ist es auch problematisch, wenn das Mitglied zuerst der ANS-Gruppe und dann dem Switch-Kanal bei laufendem Betrieb hinzugefügt wird, da ANS Verkehr an das Mitglied weiterleitet, bevor der Anschluss dem Switch-Kanal hinzugefügt wurde. Dies führt zur Unterbrechung der Verbindung.
Es gibt mehrere Gruppenbildungsmodi, die in diese Kategorien eingeteilt werden können:
Fehlertoleranz
Bietet Netzwerkverbindungs-Redundanz, indem ein Primär-Controller festgelegt wird und die verbleibenden Controller als Reserve verwendet werden. Damit soll der Server für das Netzwerk verfügbar bleiben. Wenn der vom Benutzer bestimmte Primäradapter die Verbindung verliert, leitet der iANS-Treiber den Verkehr auf den verfügbaren Sekundäradapter um. Sobald die Verbindung des Primäradapters wiederhergestellt ist, leitet der iANS-Treiber den Verkehr auf den Primäradapter zurück. Weitere Informationen finden Sie unter Primär- und Sekundäradapter. Der iANS-Treiber verwendet verbindungsbasierte Toleranz und Probenpakete, um die Ausfälle der Netzwerkverbindung festzustellen.
Verbindungsbasierte Toleranz - Der Gruppenbildungstreiber überprüft den Verbindungsstatus der lokalen Netzwerkschnittstellen der Gruppenmitglieder. Verbindungsbasierte Toleranz sorgt ausschließlich für die Um- bzw. Rückleitung unmittelbarer Verbindungsausfälle.
Proben - Das Durchführen von Proben ist ein weiterer Mechanismus, um den Status in einer fehlertoleranten Gruppe aufrechtzuerhalten. Probenpakete werden gesendet, um bekanntes minimales Verkehrsaufkommen zwischen Adaptern in einer Gruppe festzustellen. Zu jedem Probenintervall senden alle Adapter der Gruppe ein Probenpaket an die anderen Gruppenadapter. Dieser Vorgang ermöglicht Um- und Zurückleitung bei unmittelbaren Verbindungsausfällen sowie bei externen Netzwerkausfällen auf dem einzelnen Netzwerkpfad der zwischen den Gruppenmitgliedern gesendeten Probepakete.
HINWEIS: Wenn es nur zwei Mitglieder in der Gruppe gibt, verwendet iANS verbindungsbasierte Toleranz, um Netzwerkverbindungsausfälle festzustellen. Das Versenden von Probenpaketen wird für das Um- und Zurückleiten nicht verwendet.
Lastenausgleich
Bietet Empfangslastenausgleich durch die Aufteilung des ausgehenden Verkehrs auf alle NICs. Darüber hinaus kann der Verkehr von jeder NIC, die nicht mehr arbeitet, weggeleitet werden. RLB (Receive Load Balancing) gleicht Eingangsverkehr aus.
HINWEIS: Wenn das Netzwerk für die Verwendung eines VLAN konfiguriert ist, achten Sie darauf, dass die Lastenausgleich-Gruppe für Verwendung desselben VLAN konfiguriert ist.
Link Aggregation
Verbindet mehrere physische Kanäle in einen logischen Kanal. Link Aggregation ist dem Lastenausgleich (Load Balancing) ähnlich.
WICHTIG: Zum Erzielen optimaler Leistung müssen Sie bei der Verwendung der Gruppenbildungsmodi AFT, ALB oder Static Link Aggregation das Spanning Tree Protocol (STP) auf allen Switches im Netzwerk deaktivieren.
WICHTIG: Wenn Sie eine Gruppe erstellen, wird gleichzeitig die Instanz eines virtuellen Adapters erstellt. Unter Windows erscheint dieser sowohl im Gerätemanager als auch in den Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen. Jede virtuelle Adapterinstanz wird als "Intel Advanced Network Services Virtual Adapter" angezeigt. Vermeiden Sie es, diese Instanzen des virtuellen Adapters im Geräte-Manager oder in den Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen zu ändern (außer zur Änderung der Protokollkonfiguration) oder zu entfernen. Dies kann zu Systemanomalien führen.
WICHTIG: Bevor Sie eine Gruppe erstellen, Gruppenmitglieder hinzufügen oder entfernen oder erweiterte Einstellungen eines Gruppenmitglieds ändern, stellen Sie sicher, dass jedes Gruppenmitglied ähnlich konfiguriert wurde. Einstellungen für VLANs und QoS Packet Tagging, Jumbo Frames und die verschiedenen Offloads müssen überprüft werden. Sie finden diese Einstellungen in Intel PROSets Register "Advanced" (Erweitert). Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie verschiedene Adaptermodelle oder -versionen verwenden, da die Adapterfunktionen variieren.
Wenn Gruppenmitglieder erweiterte Funktionen auf unterschiedliche Weise anwenden, wirkt sich dies auf die Ausfall- und Gruppen-Funktionalität aus. Um Schwierigkeiten bei der Gruppenimplementierung zu vermeiden,
Verwenden Sie die neuesten Treiber für alle Adapter.
Erstellen Sie Gruppen, die ähnliche Adaptertypen und -modelle verwenden.
Laden Sie die Gruppe erneut, nachdem Sie einen Adapter hinzugefügt oder eine der erweiterten Funktionen geändert haben. Eine Möglichkeit, die Gruppe neu zu laden, ist die Auswahl eines neuen bevorzugten primären Adapters. Obwohl die Netzwerkverbindung kurzfristig verloren geht, während die Gruppe neu konfiguriert wird, behält die Gruppe ihr Netzwerk-Adressierschema.
Primär- und Sekundäradapter
Gruppenmodi, die keinen Switch mit denselben Funktionen erfordern (AFT, SFT, ALB [mit RLB]), verwenden einen Primäradapter. In all diesen Modi, außer im RLB-Modus, ist der Primäradapter der einzige Adapter, der Verkehr empfängt. RLB ist standardmäßig für ALB-Gruppen aktiviert.
Wenn der Primäradapter ausfällt, übernimmt ein anderer Adapter seine Aufgaben. Wenn Sie mehr als zwei Adapter verwenden und möchten, dass im Falle eines Ausfalls des Primäradapters, ein bestimmter Adapter übernimmt, müssen Sie einen Sekundäradapter bestimmen.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Primär- und Sekundäradaptern:
Standard-Primäradapter: Wenn Sie keinen bevorzugten Primäradapter angeben, wählt die Software einen Adapter mit der besten Tauglichkeit (Modell und Geschwindigkeit) als Standard-Primäradapter aus. Sollte er ausfallen, wird ein anderer Adapter zum Primäradapter. Sobald das Problem des ursprünglichen Primäradapters behoben ist, geht der Verkehr in den meisten Modi nicht automatisch wieder zu dem Standard- (ursprünglichen) Primäradapter zurück. Er wird sich jedoch als ein nicht primärer Adapter der Gruppe wieder anschließen.
Bevorzugte Primär-/Sekundäradapter: Sie können in Intel PROSet einen bevorzugten Adapter festlegen. Normalerweise wickelt der Primäradapter den gesamten Verkehr ab. Der Sekundäradapter empfängt den Ausweichverkehr, wenn der Primäradapter ausfällt. Wenn der bevorzugte Primäradapter ausfällt, aber später auf einen aktiven Status wiederhergestellt wird, wird die Kontrolle automatisch wieder an den bevorzugten Primäradapter übergeben. Die Angabe eines Primär- und Sekundäradapters hat keine Vorteile für dynamische SLA- und IEEE 802.3ad-Gruppen, zwingt die Gruppe aber, die MAC-Adresse des Primäradapters zu verwenden.
So bestimmen Sie einen bevorzugten Primär- oder Sekundäradapter unter Windows
Klicken Sie im Register Settings des Dialogfelds "Team Properties" auf Modify Team.
Wählen Sie im Register Adapters einen Adapter aus.
Klicken Sie auf Set Primary oder Set Secondary.
HINWEIS: Sie müssen den primären Adapter vor dem sekundären Adapter definieren.
Klicken Sie auf OK.
Die bevorzugte Einstellung wird im Intel PROSet Register Team Configuration (Gruppenkonfiguration) in der Spalte "Priority" (Priorität) angezeigt. Eine "1" beschreibt einen bevorzugten Primär- und eine "2" einen bevorzugten Sekundäradapter.
So bestimmen Sie einen bevorzugten Primär- oder Sekundäradapter unter anderen Betriebssystemen
Informationen zur Konfiguration eines Primäradapters in NetWare erhalten Sie unter Verwendungshinweise in "Gruppenbildung für Novell NetWare".
AFT (Adapter Fault Tolerance) ermöglicht die automatische Störungsbehebung nach einem Verbindungsausfall, der von einem Ausfall eines Adapters, einem Kabel, Switch oder Anschluss hervorgerufen worden ist, indem die Verkehrslast über einen Reserveadapter umverteilt wird.
Ausfälle werden automatisch festgestellt, und das Umleiten des Verkehrs geschieht, sobald der Ausfall festgestellt wird. Das Ziel von AFT ist es sicherzustellen, dass der Lastenausgleich schnell genug vonstatten geht, so dass die Verbindungsunterbrechung von Benutzersitzungen verhindert wird. AFT unterstützt zwei bis acht Adapter pro Gruppe. Nur ein aktives Gruppenmitglied überträgt und empfängt Verkehr. Wenn diese primäre Verbindung (Kabel, Adapter oder Anschluss) ausfällt, übernimmt ein Sekundär- bzw. Reserveadapter diese Rolle. Wenn nach einer derartigen Umleitung die Verbindung mit dem vom Benutzer festgelegten Primäradapter wieder hergestellt wird, wird die Steuerung automatisch an diesen Primäradapter zurückgeleitet. Weitere Informationen finden Sie unter Primär- und Sekundäradapter.
AFT ist der Standardmodus bei der Erstellung einer Gruppe. Dieser Modus bietet keinen Lastenausgleich.
HINWEIS: AFT-Gruppenbildung erfordert, dass der Switch nicht für die Unterstützung von Gruppenbildung eingerichtet ist und dass STP für den Switch-Anschluss, der mit NIC oder LOM auf dem Server verbunden ist, abgeschaltet ist.
SFT (Switch Fault Tolerance) unterstützt nur zwei NICs in einer Gruppe, die an zwei verschiedenen Switches angeschlossen sind. Bei SFT ist ein Adapter der Primäradapter und der andere Adapter der Sekundäradapter. Während des Normalbetriebs befindet sich der sekundäre Adapter im Standbymodus. Der Adapter ist während des Standbymodus inaktiv und wartet auf das Eintreten des Failover. Er überträgt und empfängt keinen Netzwerkverkehr. Wenn der Primäradapter die Verbindung verliert, übernimmt der Sekundäradapter automatisch alle Aufgaben.
Im SFT-Modus können die zwei Adapter der Gruppe mit unterschiedlicher Geschwindigkeit operieren.
HINWEIS: Bei der SFT-Gruppenbildung darf der Switch nicht auf Gruppenbildung eingestellt und das Spanning Tree-Protokoll muss ausgeschaltet sein.
Anleitungen für Blade Center-Benutzer:
AFT- und SFT-Gruppen in Umgebungen mit zwei Gruppenmitgliedern verwenden nur die verbindungsbasierte Methode der Fehlertoleranz. Um die Netzwerkredundanz in der Zwei-Mitglied-Umgebung zu erweitern und verlässliches Um- und Zurückleiten in einer Multi-Switch-Umgebung zu gewährleisten, ist es empfehlenswert, eine voll vermaschte Netzwerktopologie zwischen den mit der NIC verbundenen Switches und den daran angeschlossenen Next-Hop-Switches zu verwenden. Wenn eine Verbindung verloren geht, legt das STP in den Switches einer alternative Route fest.
In einer Umgebung mit mehr als zwei Gruppenmitgliedern hilf die Aktivierung des Aussendens von Probepakten dabei, Verbindungsausfälle im einzelnen Netzwerkpfad der Probepakete zwischen den Gruppenmitgliedern festzustellen.
ALB (Adaptive Load Balancing) ist eine Methode zur dynamischen Verteilung der Datenverkehrslast zwischen mehreren physikalischen Kanälen. ALB dient der Verbesserung der allgemeinen Bandbreite und der Endstationsleistung. Bei ALB werden mehrere Verbindungen vom Server mit dem Switch bereitgestellt, und der auf dem Server ausgeführte Zwischentreiber führt den Lastenausgleich durch. Die ALB-Architektur nützt die Kenntnis von Schicht 3-Informationen aus, um die optimale Verteilung der Serverübertragungslast zu erzielen.
ALB wird implementiert, indem einer der physischen Kanäle als Primärkanal und alle andere physischen Kanäle als Sekundärkanäle eingeteilt werden. Den Server verlassende Pakete können einen beliebigen physischen Kanal verwenden; eingehende Pakete müssen jedoch den Primärkanal benutzen. Wenn RLB (Receive Load Balancing) aktiviert ist, gleich es den IP-Empfangsverkehr aus. Der Zwischentreiber analysiert die Sende- und Übertragungslasten der einzelnen Adapter und gleicht die Rate pro Adapter je nach Zieladresse aus. Adaptergruppen, die für ALB und RLB konfiguriert sind, verfügen ebenfalls über die Vorteile von Fehlertoleranz.
HINWEIS: ALB-Gruppenbildung erfordert, dass der Switch nicht für die Unterstützung von Gruppenbildung eingerichtet ist und dass STP für den Switch-Anschluss, der mit dem Netzwerkadapter im Server verbunden ist, abgeschaltet ist.
HINWEIS: ALB bietet keinen Lastenausgleich, wenn Protokolle wie NetBUI und IPX* verwendet werden.
HINWEIS: Sie können eine ALB-Gruppe mit Adaptern gemischter Geschwindigkeit erstellen. Die Auslastung wird je nach Kapazität des Adapters und Bandbreite des Kanals ausgeglichen.
Static Link Aggregation ist ALB sehr ähnlich, indem auch hier mehrere physische Kanäle in einen einzigen logischen Kanal verbunden werden.
Dieser Modus funktioniert mit:
Cisco FEC- oder GEC-kompatiblen Switches unter Verwendung des PAgP-Protokolls
Link-aggregationsfähige Intel Switches
Andere Switches, die die statische Betriebsart 802.3ad unterstützen
Der Intel Gruppenbildungstreiber unterstützt Static Link Aggregation für:
Fast EtherChannel (FEC) FEC ist eine Trunking-Technologie, die hauptsächlich in der Absicht entwickelt wurde, Bandbreite zwischen im Fast Ethernet arbeitenden Switches zu kombinieren. Mehrfach-Switch-Anschlüsse können miteinander verbunden werden, um zusätzliche Bandbreite zu erreichen. Diese zusammengeschlossenen Anschlüsse werden zusammen als Fast EtherChannel bezeichnet. Switch-Software behandelt diese zusammengeschlossenen Anschlüsse wie einen einzelnen logischen Anschluss. Ein Endknoten wie z. B. ein Hochgeschwindigkeitsendserver kann an dem Switch unter Verwendung von FEC angeschlossen werden. FEC Link Aggregation bietet Lastenausgleich auf eine Weise, die ALB sehr ähnlich ist, einschließlich der Verwendung desselben Algorithmus im Übertragungsfluss. Empfangslastenausgleich ist eine Funktion des Switches.
Die Übertragungsgeschwindigkeit wird nie die Adapterausgangsgeschwindigkeit an eine einzelne Adresse (je nach Angabe) überschreiten. Die Gruppen müssen den Fähigkeiten des Switches entsprechen. Adaptergruppen, die für statische Link-Aggregation konfiguriert wurden, bieten dem Benutzer auch Fehlertoleranz und Lastenausgleich. Sie müssen in diesem Modus keinen primären Adapter einrichten.
GEC (Gigabit EtherChannel): GEC Link Aggregation ist im Grunde genommen dasselbe wie FEC Link Aggregation.
HINWEIS: Alle Adapter in einer Static Link Aggregationsgruppe müssen mit derselben Geschwindigkeit arbeiten und mit einem Switch verbunden sein, der Static Link Aggregation verarbeiten kann. Wenn die Geschwindigkeitsfähigkeit der Adapter in einer statischen Link-Aggregationsgruppe unterschiedlich sind, hängt die Geschwindigkeit der Gruppe vom Switch ab.
HINWEIS: Bei der statischen Link Aggregation-Teambildung muss der Switch auf statische Link Aggregation-Teambildung eingestellt und das Spanning Tree-Protokoll ausgeschaltet sein.
IEEE 802.3ad ist der IEEE-Standard für die in Ciscos FEC-Standard eingegliederte Technologie. Die Unterstützung des Intel Gruppenbildungstreiber für IEEE 802.3ad ist seiner FEC- und GEC-Unterstützung ähnlich. Sie können maximal zwei IEEE 802.3ad dynamische Gruppen pro Server einrichten. Sie müssen 802.3ad Switches verwenden (im dynamischen Modus ist Aggregation Switch-übergreifend). Adaptergruppen, die für IEEE 802.3ad konfiguriert sind, bieten auch die Vorteile von Adapter Fault Tolerance und Lastenausgleich. Unter 802.3ad ist ein Lastenausgleich in allen Protokollen möglich.
Der dynamische Modus unterstützt mehrere Aggregatoren, die entweder über verschiedene Geschwindigkeiten auf demselben Switch verfügen (Gruppen, die auf Geschwindigkeit basieren) oder die mehrere Switches verwenden (wodurch eine gewisse Redundanz zwischen den Switches auftritt). Es ist jeweils nur ein Aggregator aktiv.
HINWEIS: Bei der IEEE 802.3ad-Gruppenbildung muss der Switch auf IEEE 802.3ad (Link-Aggregation)-Gruppenbildung eingestellt und das Spanning Tree-Protokoll ausgeschaltet sein.
HINWEIS: Sobald Sie einen Aggregatoren gewählt haben, bleibt er solange in Kraft, bis die Verbindungen aller Adapter in dieser Aggregationsgruppe beendet wurden.
HINWEIS: Bei Einsatz mehrerer Switches müssen alle Gruppenmitglieder, die an denselben Switch angeschlossen sind, auf derselben Geschwindigkeit betrieben werden.
Bevor Sie beginnen
Überprüfen Sie, dass der Switch den IEEE 802.3ad Standard vollständig unterstützt.
Näheres zu Anschlussabhängigkeiten erfahren Sie in Ihrer Switch-Dokumentation. Einige Switches müssen gepaart werden, um auf einem Primäranschluss starten zu können.
Überprüfen Sie Ihre Geschwindigkeits- und Duplexeinstellungen und stellen Sie sicher, dass Adapter und Switch auf Vollduplex eingestellt sind (entweder forciert oder auf automatische Absprache). Die Geschwindigkeits- und Duplexkonfiguration des Adapters und des Switch müssen identisch sein. Die kompletten Duplexanforderungen sind in den IEEE 802.3ad Spezifikationen enthalten: http://standards.ieee.org/. Falls notwendig, ändern Sie Ihre Geschwindigkeits- oder Duplexeinstellungen, bevor Sie den Adapter mit dem Switch verknüpfen. Obwohl Sie die Geschwindigkeit und die Duplexeinstellungen ändern können, nachdem die Gruppe erstellt wurde, empfiehlt Intel die Kabel abzuziehen, bis die Einstellungen übernommen sind. Es kann vorkommen, dass Switches oder Server geänderte Geschwindigkeits- oder Duplexeinstellungen nicht richtig erkennen, wenn Einstellungen bei aktiver Verbindung mit dem Netzwerk vorgenommen wurden.
Wenn Sie ein VLAN konfigurieren, überprüfen Sie Ihre Switch-Dokumentation auf VLAN-Kompatibilitätsangaben. Nicht alle Switches unterstützen gleichzeitige dynamische 802.3ad-Gruppen und VLANs. Wenn Sie trotzdem VLANs einrichten, sollten Sie die Gruppenbildungs- und VLAN-Einstellungen auf dem Adapter konfigurieren, bevor Sie den Adapter mit dem Switch verbinden. Das Setup von VLANs nachdem der Switch einen aktiven Aggregator eingerichtet hat, wirkt sich negativ auf die VLAN-Funktionalität aus.